1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Erster Test des Ryzen Mobile 5 4500U erschienen

Erster Test des Ryzen Mobile 5 4500U erschienen

Veröffentlicht am: von

amd-renoirAuf der ukrainischen Webseite overclockers.ua war kurzzeitig ein Testartikel des Acer Swift 3 SF314-42 mit AMDs neuem Ryzen 5 4500U online. Inzwischen ist dieser jedoch wieder offline, aber natürlich vergisst das Internet nur sehr wenig und so wurden zumindest die Benchmark-Ergebnisse gesichert. Planet3DNow! hat die Werte zusammengetragen und um Benchmarks von Notebookcheck ergänzt, so dass sich ein Gesamtbild ergibt.

Der Ryzen 5 4500U ist ein Mittelklasse-Modell der neuen Ryzen-Mobile-4000-Serie. Die dazugehörigen Prozessoren hören auf den Codenamen Renoir und bieten bis zu acht Kerne im mobilen Segment. Als U-Modell liegt die Thermal Design Power des Ryzen 5 4500U bei 15 W. Weiterhin bietet er sechs Kerne, aber kein Simultaneous Multithreading (SMT) und somit bleibt es auch bei sechs Threads. Der Basistakt liegt bei 2,3 GHz, per Boost sollen 4,0 GHz erreicht werden. Die integrierte Vega-Grafikeinheit bietet sechs CUs (384 Shadereinheiten). Sie arbeitet mit 1,5 GHz.

Als Gegenspieler im Artikel auserkoren wurde der Ryzen 5 3500U. Dieser ist der direkt Vorgänger auf Basis von Zen+-Kernen, deren Anzahl aber nur vier beträgt. Dafür wird ein SMT geboten, womit acht Threads verarbeitet werden können. Der Basistakt liegt bei 2,1 GHz und per Boost werden 3,7 GHz erreicht. Die Vega-Grafikeinheit ist mit 8 CUs (512 Shadereinheiten) etwas größer ausgebaut, dafür taktet sie mit 1,2 GHz geringer.

Der Benchmark-Vergleich stellt sich wie folgt dar:

Gegenüberstellung des Ryzen 5 3500U und Ryzen 5 4500U
Benchmark Ryzen 5 3500U Ryzen 5 4500U
Cinebench R15 nT 646
785
Cinebench R20 nT 1.294
1.843
Geekbench 5 Single-Core 886 1.074
Geekbench 5 Multi-Core 3.067 4.282
3DMark Time Spy 742
947
3DMark Fire Strike 2.433
2.641
PCMark 10  3.907
5.024

Bei der Single-Core-Leistung bietet der Ryzen 5 4500U einen um etwa 20 % höheren Wert als der Ryzen 5 3500U. Für die 3DMark-Benchmarks können wir nur die Gesamtleistung, also der Prozessor-Kerne und der integrierten Grafikeinheit gemeinsam, beurteilen. Diese steigt um 10 bis 20 % an. Das PCMark-10-Ergebnis liegt bei neuen Modell um 25 % höher.

Zumindest für den Cinebench R20 nT können wir noch ein paar eigene Werte beisteuern:

Cinebench R20

Multi-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

In der Multi-Threaded-Leistung ist der Ryzen 5 4500U demnach schneller als ein Core i7-10710U (Comet Lake-U) mit sechs Kernen und zwölf Threads und auch als ein Core i7-1065G7 (Ice Lake) mit vier Kernen und acht Threads. Das AMD-Modell bietet jedoch sechs Zen-2-Kerne (ohne SMT).

In den kommenden Wochen dürften weitere Leistungswerte der verschiedenen Modelle auftauchen. Interessant sind hier natürlich dann ein Ryzen 5 4600U (6C/12T) oder Ryzen 7 4800U (8C/16T). Die H-Serie bietet mit 45 W dann sicherlich noch etwas mehr Leistung. Beispielhaft genannt sei der Ryzen 7 4800H (8C/16T). Zumindest kennen wir nun schon eine grobe Richtung, in die es geht.