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Sunny Cove, Willow Cove und Golden Cove sind die nächste CPU-Architekturen

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intelNach den ersten Informationen zur Gen11-Grafik und der nachfolgenden Strategie der diskreten GPU namens Xe sprach Intel über die kurzfristigen und langfristigen Pläne bei den Prozessoren. Beginnend im kommenden Jahr wird es zunächst drei Entwicklungen bei den CPU-Architekturen geben. Diese hören auf die Namen Sunny Cove, Willow Cove und Golden Cove. Bei den SoCs gibt es ebenfalls eine Aktualisierung.

Dabei sei zunächst erwähnt, dass es sich bei Sunny Cove, Willow Cove und Golden Cove um Architekturen handelt. Die dazugehörigen Prozessoren hören beispielsweise auf Namen wie Ice Lake. Die Sunny-Cove-Architektur dürfte zusammen mit der Gen11-GPU einer Ice-Lake-CPU entsprechen.

Sunny Cove wird bereits 2019 sein Debüt feiern und sich vor allem auf eine Verbesserung der Single-Threaded-Leistung konzentrieren. Neue Instruktionen und eine bessere Skalierbarkeit über die Produktgruppen hinweg stehen ebenso im Fokus. Sunny Cove ist eine Weiterentwicklung der Core-Architektur, basiert also noch immer auf den bekannten Grundprinzipien. Intel will die allgemeine Leistung ebenso verbessert haben wie die in speziellen Anwendungsbereichen wie der Verschlüsselung oder Vektor-Operationen.

Wie bereits in den Ice-Lake-Gerüchten vermutet, wird Intel den L1-Data-Cache von 32 auf 48 kB vergrößern. Veränderungen soll es außerdem beim L2-Cache geben, der bei Skylake noch 256 kB groß ist. Für Skylake-SP hatte Intel diesen bereits vergrößert und so ist davon auszugehen, dass Intel für Sunny Cove ebenso vorgehen wird. Wie groß der L2-Cache bei Sunny Cove nun sein wird, wird wohl vom jeweiligen Einsatzzweck der Architektur – ob nun Core-Desktop-Prozessor oder Xeon-Server-Prozessor – abhängig sein.

Ebenfalls vergrößert wird der µOp-Cache, der bei Skylake 2048 Einträge beinhalten kann. Wie groß er bei Sunny Cove sein wird, wollte Intel nicht vertraten. Der 2nd Level TLB (Translation Lookaside Buffer) wird ebenfalls vergrößert.

Die geplanten Leistungssteigerungen sind ein Zusammenspiel aus einer veränderten Cache-Hierarchie und einem verbesserten Frontend. Die Anzahl an Execution Ports wird von acht auf zehn erhöht. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass dem Prozessor mehr Instruktionen durch den Scheduler geliefert werden können, was die Rechenpipeline besser füllen soll. Auf der anderen Seite werden Flaschenhälse der Skylake-Architektur etwas geöffnet.

Auf dem Weg zum Backend gibt es ebenfalls große Änderungen, die auf den ersten Blick recht unscheinbar sind. Intel führt mit Sunny Cove eine 5-Wide-Out-of-Order-Architektur-Pipeline ein. Hier gibt es nun vier Unified Reservation Station (RS), was es Intel ermöglicht, die Instruktionen paralleler einfließen zu lassen, als bei Skylake. Womöglich auch im den Spectre-Mitigierungen entgegen zu wirken, hat Intel der AGU (Address Generation Unit) vier feste Ports zugewiesen. Jeweils zwei AGUs wird eine Load/Store-Unit zugewiesen. Für VEC- und INT-Berechnungen gibt es nun weitere Recheneinheiten in den jeweiligen Ports. All diese Maßnahmen sollen zur Beschleunigung der Architektur beitragen.

Sunny Cove wird auch neue ISA-Befehlssätze unterstützen. Dazu gehören Vector-AES und SHA-NI, aber auch AVX512. Bei den beiden erstgenannten handelt es sich um Algorithmen zur Hardwarebeschleunigung von Ver- und Entschlüsselungen. Generell soll der Fokus auf der Beschleunigung von Krypthografie-Algorithmen liegen, was wiederum die von Intel angesprochenen Optimierungen bei den speziellen Anwendungen betrifft.

Aufgrund der Erweiterung des Linear Adress Space auf 57 Bit bzw. des Physical Adress Space auf 52 Bit wird ein Prozessor auf Basis der Sunny-Cove-Architektur bis zu 4 TB an Arbeitsspeicher pro Sockel ansprechen können. Bei Skylake-SP und Cascade Lake-AP/SP ist von 3,84 TB im Zusammenspiel aus normalem DDR-Arbeitsspeicher und Optane DC Persistent Memory die Rede. Ice Lake-SP dürfte demnach auch hier eine Verbesserung mit sich bringen.

Sunny Cove wird vermutlich in den Ice-Lake-Prozessoren im Verlaufe des Jahres 2019 erstmals Verwendung finden. Es wird daher noch produktspezifische Ankündigungen und Bekanntgaben zu Details geben.

Willow Cove und Golden Cove

Auf Sunny Cove werden Willow Cove und Golden Cove folgen. Wenngleich Intel hier noch weniger über die Details spricht, hat man zumindest gewisse Zielsetzungen für diese Architekturen verraten. So soll Willow Cove auf ein neues Cache-Design setzen und zudem die bei Intel immer zu erwarteten Verbesserungen in der Fertigung einsetzen. Hinzu kommen nicht weiter ausgeführte Sicherheitsfunktionen.

Golden Cove soll dann wieder einen Schritt in der Single-Threaded-Leistung machen und zudem Netzwerk-Funktionen wie 5G mit einbeziehen. Außerdem will Intel mit Golden Cove die Rechenleistung für AI-Anwendungen weiter beschleunigen.

Auch bei den SoCs hat Intel eine neue Roadmap veröffentlicht, die für 2019 den bereits bekannten Namen Tremont aufführt. Diese soll ähnliche Verbesserungen wie Sunny Cove mitbringen. Darauf folgen werden Gracemont und ein noch nicht näher bezeichnetes "Next Mont".

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Kommentare (49)

#40
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Registriert seit: 11.03.2011
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Flottillenadmiral
Beiträge: 5507
Oh Holzi ist unter die Ripper gegangen :D

Was kam der Spaß? :shot:
#41
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BannedForEveR
Beiträge: 10444
Zitat iWebi;26687298
Oh Holzi ist unter die Ripper gegangen :D

Was kam der Spaß? :shot:


Normal, wollte auch mal die volle AMD Dröhnung und das völlig ohne Rabatt. :fresse:

@L1 Terminal Fault

Kritik ist ja ok, aber in der Weise finde ich das einfach nicht ok, ist aber nur meine Meinung.
#42
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Registriert seit: 11.03.2011
Leipzig
Flottillenadmiral
Beiträge: 5507
Zitat Holzmann;26687357
Normal, wollte auch mal die volle AMD Dröhnung und das völlig ohne Rabatt. :fresse:

@L1 Terminal Fault

Kritik ist ja ok, aber in der Weise finde ich das einfach nicht ok, ist aber nur meine Meinung.


Okay also nicht billig gewesen :D
#43
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Registriert seit: 14.11.2009

Stabsgefreiter
Beiträge: 271
wen wundert's. kaum bekommen sie von amd einen tritt in den allerwertesten, fällt ihnen ein, dass sie noch eine architektur auf lager haben. ist konkurrenz doch was schönes.
#44
Registriert seit: 27.05.2008
Simmerath 52152
Oberbootsmann
Beiträge: 789
Sunny cove ist nur ein neuer Name keine neue arch
Die echte neue arch heißt rappids

man hat lediglich die pipelines zur fpu aufgebohrt damit mehr daten zum verarbeiten von avx sse und co gleichzeitig laufen können
das ändert nichts an x86 also normalen Programmen nichts
Seriell ist es egal ob 32kb oder 48kb zwischengespeichert wird. oft ist der code kleiner als das
Wichtiger wäre die latenz zu verringern was nur mit mehr takt oder kürzeren cl werten geht.
Hier ist also software gefragt was neuere effektiveren befehlssätze unterstützt
Und wie wir unsere softwarelandschaft kennen dauert das mal Jahre bis man features von neuen Cpu überhaupt anwenden
bsp avx eingeführt 2008
Derzeit wird es langsam breit flächig unterstützt 2018
Und in unseren Fall in games nur vereinzelt
Im Grunde kenne ich nur Programme die neue Befehlssätze nur in codecs und verschlüsseln eingesetzt werden.Üblicherweise sind das parallele Anwendungen.

Daher im Alltagsgebrauch sind die üblichen 3,6ghz völlig ausreichend (alle core i cpu seit 2011 und alle amd ryzen)
Software könnte sich mal allgemein neu compilieren was oft eher eine bremse ist bei Programmen als das die CPu zu langsam ist.
das bemerke ich derzeit beim rendern von x264 zu x265 videos FHD mit neueren codec ab 2,67 (aktuell 2,96) verdoppelt sich die encodeleistung
bei gleichen settings vorher 18fps nachher 36fps
bemerkt habe ich den Fehler weil eine ältere software Bibliothek des Programmes in meinen user Dokumenten lag was einen älteren codec verwendete ~2,2
user dukomente ordner gelöscht performance gesteigert
War schon immer seltsam das ich mit ifme schneller war als mit xmedia recode oder handbrake
Ergebnisse identisch

Erstaunlich ist das ich mit x264 oft kleinere dateigrößen erreiche als mit hardware beschleunigten hevc
Liegt primär am cbr selbst die optionale cqp hilft da nicht lediglich raten wo denn die mittleren bitrate liegen könnte
Wann endlich unterstützt adobe und co crf beim export
Das kann selbst kostenlose software wie avidemux, leider fehlt mir da die bildverbesserung und audio Bearbeitung.
#45
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Registriert seit: 29.08.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1280
Zitat Torr Samaho;26693101
kaum bekommen sie von amd einen tritt in den allerwertesten, fällt ihnen ein, dass sie noch eine architektur auf lager haben.

Naja, die neue µArch kommt ja erst frühestens 2021
#46
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17484
Zitat angelsdecay;26693280
Sunny cove ist nur ein neuer Name keine neue arch
Das sieht Intel anderes und es ist schwer zu definieren ab wann eine Architektur neu ist, wenn man es streng sieht, ist schon ewig keine Architektur wirklich neu, denn im Grunde werden immer nur kleinere Anpassungen am immer gleichen Grundprinzip vorgenommen.
Zitat angelsdecay;26693280
Und wie wir unsere softwarelandschaft kennen dauert das mal Jahre bis man features von neuen Cpu überhaupt anwenden
bsp avx eingeführt 2008
Derzeit wird es langsam breit flächig unterstützt 2018
Darüber wie breit AVX verwendet wird und vor allem die neueren AVX2 und AVX512 Befehlserweiterungen, darüber kann man streiten, aber bei den AES Befehlen ging es sehr schnell.
Zitat angelsdecay;26693280
Im Grunde kenne ich nur Programme die neue Befehlssätze nur in codecs und verschlüsseln eingesetzt werden.Üblicherweise sind das parallele Anwendungen.
Nein, die Befehlserweiterungen sind gerade dafür eben nicht parallele Anwendungen zu beschleunigen, die Ver- und Enschlüsselung geht in aller Regel für einen Datenstrom überhaupt nicht parallel und die AVX Befehle sind gerade dazu das ein Thread eben Operationen mit mehreren Daten auf einmal ausführen kann.
Zitat angelsdecay;26693280
Wichtiger wäre die latenz zu verringern was nur mit mehr takt oder kürzeren cl werten geht.
...
Daher im Alltagsgebrauch sind die üblichen 3,6ghz völlig ausreichend
Merkst hoffentlich selbst das Du Dir hier selbst widersprichst.

Zitat angelsdecay;26693280
das bemerke ich derzeit beim rendern von x264 zu x265 videos FHD
Kann es sein das Diene Ansichten nur von diesen doch sehr einseitige Anwendungen kommen?
#47
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Zitat Holt;26686977
Hat DTX xxx wirklich geschrieben:

Zum eigentlichen Thema: Anandtech geht hier recht umfassend darauf ein und nachdem es auch einen 10nm Ice Ley-SP zu sehen gab der in einem Jahr erscheinen soll, dürften auch die Desktop Ice Lake wohl in einem Jahr erscheinen oder auf dem Markt sein.

Hoffen wir mal sie bauen den Cache aus, und versuchen nicht wieder die Spar_Schiene mit mini Caches/Threads.

Die großen S2066 haben ja nicht nur mehr Kerne, jeder Kern hat auch mehr L1 & L2 Cache.
Muss bei Intel halt in Summe in den L3 passen. ;)
#48
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17484
Sparschiene ist relativ, ein großer Cache ist nicht zwangsweise optimaler, da die Verwaltung auch aufwendiger ist, also ggf. auch länger dauert und man hat eine größere Leistungsaufnahme. Viel hilft viel ist hier also nicht unbedingt das Motto um zum Optimum zu kommen.

Bei den Skylake-SP Kernen (also auch denen in Skylake-X, vergiss nicht das auch die Kaby Lake-X im S.2066 laufen) ist der L1 Cache genau wie bei den Skylake Kernen (also denen für den S.1151), nämlich 64K (je 32k Daten und Instruktions), der L2 Cache ist bei den großen von 256k auf 1MB erweitert und der L3 Caches dafür von bis zu 2MB pro Kern auf 1,375MB pro Kern reduziert worden, wobei bei den Refresh (also den 9000er) auch teils der L3 Cache von deaktivierten Kernen vorhanden ist und der i7-9800X 8 Kerner mit 16,50MB L3 sogar über 2MB pro Kern hat.
#49
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Registriert seit: 19.04.2008
PorscheTown
Vizeadmiral
Beiträge: 7190
@Holt
Klar ist das relativ, gerade in Bezug auf Single Thread Leistung ist viel Cache nicht immer mehr! ;)

Optimierungen lassen sich auch nur produktiv einbringen, wenn genug Ressourcen vorhanden sind.
Ich glaube eher es geht in die Richtung 32Bit vs 64Bit was die Adressierungen angeht war 32Bit sparsamer und handlicher.
Aber die Anwendungen und die Vielfalt der Hardware lässt es inzwischen nicht mehr zu, wir nutzen inzwischen weit mehr als 4GB ink. Hardware Adressierungen, also effektiv ca. 3,5GByte RAM.

Das wird mit dem Cache nicht anders kommen, zumal sie schon seit über 20 Jahren an HT und 256KByte festhalten im Konsumer Bereich. ;)
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