1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Intel zeigt erstmals lauffähige Ice Lake-Hardware

Intel zeigt erstmals lauffähige Ice Lake-Hardware

Veröffentlicht am: von

intelAuf dem aktuellen Architecture Day von Intel steht die Architektur-Strategie und die dazugehörige Aufschlüsselung in die verschiedenen Produktkategorien im Fokus. Der detaillierten Vorstellung einer diskreten GPU-Architektur erteilte man bereits ein Absage.

Im Rahmen der Veranstaltung zeigt Intel auch erstmals zukünftige Hardware in einem lauffähigen Stadium. Dazu gehört offenbar auch ein erster Prozessor auf Basis der Ice Lake-Architektur. Gezeigt wurde ein System unter dem Codenamen Sunnycove, auf dem ein SoC auf Basis von Icelake zum Einsatz kam. Das Bild stammt von einem Tweet von HotHardware, die diesen inzwischen aber zurückgezogen haben.

Im Zusammenhang mit der Präsentation der Sunnycove-Plattform nannte Intel auch einige Details. So wird es eine neue Instruction Set Architecture (ISA) geben. Diese sollen die Sunnycove-Plattform in 7-Zip um 75 % schneller machen. Die Vergleichsbasis dazu ist unbekannt.

Weitere neue ISA-Befehlssätze sollen Vector-AES und SHA-NI sein. Bei beiden handelt es sich um Verschlüsselungen. Generell soll der Fokus auf der Beschleunigung von Krypthografie-Algorithmen liegen.

Wir erwarten vom Architecture Day noch weitere Details zu erfahren. Es gibt offenbar ein NDA zu den Informationen, welches allerdings bereits morgen fallen soll.

Hintergrund zur Ice Lake-Architektur

Ice Lake soll die nächste große CPU-Architektur von Intel werden und wird zudem laut offiziellen Plänen den Fertigungsprozess in 10 nm verwenden. Details zu den architektonischen Änderungen gibt es nur wenige. Bereits durchgesickert ist, dass für Icelake 512 kB L2-Cache pro Kern verwendet werden – eine Verdopplung im Vergleich zu Skylake. Auch beim L1-Cache scheint es Änderungen zu geben. Während Skylake einen L1-Data-Cache von 32 kB und einen L1-Instruction-Cache von ebenfalls 32 kB bietet, soll Ice Lake zwar ebenfalls 32 kB an L1-Instruction-Cache besitzen, der L1-Data-Cache wird allerdings um 50 % auf 48 kB vergrößert.

Die Ice Lake-Architektur wird das Rückgrat einer kompletten Generation von Intel bilden. Während es bestimmte Anpassungen für die verschiedenen Märkte geben wird, wird es die Architektur im Form von Ice Lake-Y bei den besonders sparsamen Prozessoren geben, aber auch als Ice Lake-X und Ice Lake-DT im High-End-Desktop- und Workstation-Segment. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Ice Lake auch im Serverbereich eine Rolle spielen wird.

Bisher hat sich Intel aber wie gesagt noch nicht offiziell zur Ice Lake-Architektur geäußert.

Welche ist die beste CPU?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Prozessoren aktuell die beste Wahl darstellen - egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • AMD Ryzen 7 3800X im Test: Ein hungriger Lückenfüller

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMDRYZEN93900X

    Kurz vor dem Start des lange ersehnten AMD Ryzen 9 3950X und der kommenden Threadripper-Modelle schließen wir eine weitere Lücke in unserer Testdatenbank und stellen den AMD Ryzen 7 3800X auf den Prüfstand, der über acht Kerne verfügt, gegenüber seinem kleinen Schwestermodell jedoch in einer... [mehr]

  • In Spielen König, sonst eher ein kleiner Prinz: Intel Core i5-10600K und Core...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-CML-S

    Heute ist es soweit und wir dürfen die ersten Leistungsdaten des Core i5-10600K und des Core i9-10900K präsentieren. Damit öffnet Intel seine Comet-Lake-Prozessoren für den Markt, denn ab heute sind die ersten Modelle im Handel verfügbar. Die Kernkompetenzen der neuen Prozessoren liegen vor... [mehr]

  • AMD hängt Intel weiter ab: Der Ryzen 9 3950X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN-3950X

    Besser spät als nie – so ließe sich das Timing für unseren Test des Ryzen 9 3950X wohl am besten zusammenfassen. Zum Ursprünglichen Termin der Tests konnte uns AMD kein Sample zur Verfügung stellen und so mussten wir uns etwas gedulden, bis auch wir den 16-Kerner testen konnten. Der... [mehr]

  • Ein Athlon ist noch längst kein Ryzen: Der Athlon 3000G im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_ATHLON_200GE

    Für den Athlon 3000G hat sich AMD ein knappes Zeitfenster ausgesucht. Letzte Woche hab es die Testberichte zum Ryzen 9 3950X, zum 25. November erfolgt der Marktstart und auch die Tests zu den Ryzen-Threadripper-Prozessoren werden dann veröffentlicht. Dementsprechend fokussieren wir uns heute auf... [mehr]

  • Schneller dank Zen 2: Ryzen Threadripper 3960X und 3970X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN-THREADRIPPER-3RDGEN

    Nachdem sich AMD auf dem klassischen Desktop mindestens auf Augenhöhe zu Intel sieht, will man nun den bereits vorhandenen Vorsprung im High-End-Desktop weiter ausbauen. Den Anfang machen der Ryzen Threadripper 3960X mit 24 und der Ryzen Threadripper 3970X mit 32 Kernen. Zum Vorgänger... [mehr]

  • AMD Ryzen 3 3300X und Ryzen 3 3100 im Test: Kleine Ryzen für Gamer ganz groß

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_3_3300X_3100_REVIEW

    Mit dem AMD Ryzen 3 3300X und dem Ryzen 3 3100 skaliert AMD seine aktuellen Ryzen-3000-Prozessoren weiter nach unten und drückt die Einstiegskosten seiner CPUs auf knapp 130 bis 110 Euro. Mit vier Kernen und SMT sowie weiterhin hohen Taktraten und allen Vorzügen der... [mehr]