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Intel zeigt erstmals lauffähige Ice Lake-Hardware

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intelAuf dem aktuellen Architecture Day von Intel steht die Architektur-Strategie und die dazugehörige Aufschlüsselung in die verschiedenen Produktkategorien im Fokus. Der detaillierten Vorstellung einer diskreten GPU-Architektur erteilte man bereits ein Absage.

Im Rahmen der Veranstaltung zeigt Intel auch erstmals zukünftige Hardware in einem lauffähigen Stadium. Dazu gehört offenbar auch ein erster Prozessor auf Basis der Ice Lake-Architektur. Gezeigt wurde ein System unter dem Codenamen Sunnycove, auf dem ein SoC auf Basis von Icelake zum Einsatz kam. Das Bild stammt von einem Tweet von HotHardware, die diesen inzwischen aber zurückgezogen haben.

Im Zusammenhang mit der Präsentation der Sunnycove-Plattform nannte Intel auch einige Details. So wird es eine neue Instruction Set Architecture (ISA) geben. Diese sollen die Sunnycove-Plattform in 7-Zip um 75 % schneller machen. Die Vergleichsbasis dazu ist unbekannt.

Weitere neue ISA-Befehlssätze sollen Vector-AES und SHA-NI sein. Bei beiden handelt es sich um Verschlüsselungen. Generell soll der Fokus auf der Beschleunigung von Krypthografie-Algorithmen liegen.

Wir erwarten vom Architecture Day noch weitere Details zu erfahren. Es gibt offenbar ein NDA zu den Informationen, welches allerdings bereits morgen fallen soll.

Hintergrund zur Ice Lake-Architektur

Ice Lake soll die nächste große CPU-Architektur von Intel werden und wird zudem laut offiziellen Plänen den Fertigungsprozess in 10 nm verwenden. Details zu den architektonischen Änderungen gibt es nur wenige. Bereits durchgesickert ist, dass für Icelake 512 kB L2-Cache pro Kern verwendet werden – eine Verdopplung im Vergleich zu Skylake. Auch beim L1-Cache scheint es Änderungen zu geben. Während Skylake einen L1-Data-Cache von 32 kB und einen L1-Instruction-Cache von ebenfalls 32 kB bietet, soll Ice Lake zwar ebenfalls 32 kB an L1-Instruction-Cache besitzen, der L1-Data-Cache wird allerdings um 50 % auf 48 kB vergrößert.

Die Ice Lake-Architektur wird das Rückgrat einer kompletten Generation von Intel bilden. Während es bestimmte Anpassungen für die verschiedenen Märkte geben wird, wird es die Architektur im Form von Ice Lake-Y bei den besonders sparsamen Prozessoren geben, aber auch als Ice Lake-X und Ice Lake-DT im High-End-Desktop- und Workstation-Segment. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Ice Lake auch im Serverbereich eine Rolle spielen wird.

Bisher hat sich Intel aber wie gesagt noch nicht offiziell zur Ice Lake-Architektur geäußert.