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Intel verdoppelt für Ice Lake den L2-Cache

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intelIn der vergangenen Woche stand alles im Fokus der neuen Core-Prozessoren der 9. Generation mit dem Achtkerner Core i9-9900K als Flaggschiff. Doch in den vergangenen Tagen drehte sich vieles auch um eine mögliche Einstellung des 10-nm-Prozesses, der dem Chipriesen noch immer große Sorgen bereitet.

Ice Lake soll die nächste große CPU-Architektur von Intel werden und wird zudem laut offiziellen Plänen den Fertigungsprozess in 10 nm verwenden. Details zu den architektonischen Änderungen gibt es nur wenige. Nun aber sind Details in der Benchmark-Datenbank von SiSoft sowie dem GeekBench aufgetaucht, die einige Erkenntnisse liefern können.

Der in der Datenbank gelistete Vierkern-Prozessor bietet pro Kern 512 kB L2-Cache. Für Skylake sind es noch 256 kB pro Kern. Die 4x 512 kB L2-Cache werden durch 8 MB L3-Cache ergänzt, was im Vergleich zu Skylake keinerlei Änderung entspricht. Für die Serverarchitektur Skylake-SP hat Intel den L2-Cache vervierfacht – allerdings sprechen wir hier von einer speziellen Anpassung für ein bestimmtes Marktsegment. Ice Lake bietet die Verdopplung als grundsätzliche Vorgabe in der CPU-Architektur.

Am Ende ist die Größe des L2- und L3-Caches einzeln betrachtet ohne großen Wert. Wichtig ist auch die dahinterstehende Cache-Hierarchie. Für Skylake-SP und die Desktop-Ableger Skylake-X verwendet Intel eine Mesh-Infrastruktur, was größere Latenzen zur Folge hat. Bei den kleineren Ausbaustufen kommt der Ring-Bus zum Einsatz und dies dürfte auch für die kleineren Ice-Lake-Ableger der Fall sein.

Das sich etwas in der Cache-Hierarchie ändern wird, zeigt sich auch im L1-Cache. Denn während Skylake hier einen L1-Data-Cache von 32 kB und einen L1-Instruction-Cache von ebenfalls 32 kB bietet, soll Ice Lake zwar ebenfalls 32 kB an L1-Data-Cache besitzen, der L1-Instruction-Cache wird allerdings um 50 % auf 48 kB vergrößert.

Die Cache-Struktur in Form von verdoppeltem L2-Cache sowie den um 50 % größeren L1-Instruction-Cache scheinen nun gesetzt zu sein. Die Frage ist aber vielmehr, welche weiteren Änderungen Intel vorgenommen hat und wie sich diese auf die Leistung und hier vor allem auf die IPC-Leistung auswirken? Bis wir diese Fragen final beantworten können, wird es aber noch mindestens 12 Monate dauern, dann vorher ist der Start der ersten Ice-Lake-Prozessoren nicht zu erwarten.