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Analyse: Cannon Lake-U zeigt Vorteile in der 10-nm-Fertigung deutlich auf

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intelEs ist ein erstes, wenn auch schwaches Lebenszeichen der Fertigung in 10 nm bei Intel. Vor einigen Wochen tauchte mit dem IdeaPad330-15 in Asien ein kompaktes Notebook mit Intel Core i3-8121U auf. Dabei handelt es sich um den ersten Prozessor aus der Cannon-Lake-Serie, die zugleich die erste in der 10-nm-Fertigung ist.

TechInsights in Kanada hat sich eben dieses Notebook besorgt, den Prozessor herausgelötet und eine erste Analyse angestellt. Typischerweise bietet man in den nächsten Wochen noch genauere Audits des Chips an, zunächst einmal aber gibt es einen groben Überblick und dieser ist für Intel recht vielversprechend.

So hat Intel das eigenen Ziel die Packdichte der Transistoren um den Faktor 2,7 zu steigern erreicht und kommt nun auf 100,8 Millionen Transistoren pro Quadratmillimeter. Offenbar verwendet man auch die dritte Generation der FinFET-Transistoren und das eigentliche Layout stammt bereits aus dem Jahre 2016. Einmal mehr zeigt sich also: Nicht das Design als solches ist das Problem, sondern die Fertigung. Neben der höheren Packdichte im Vergleich zu 14nm++ ermittelt TechInsights zudem ein geringeres Minimum Gate Pitch von 70 nm auf 54 nm sowie ein geringeres Minimum Metal Pitch von 52 nm auf 36 nm. Damit bewegt sich Intel mit seinem 10-nm-Prozess auf Niveau dessen, was TSMC und andere als 7 nm bezeichnen.

Die Kollegen von ComputerBase haben aufgrund der bekannten Größe des Packages (45 mm x 24 mm) die Diegröße abschätzen können und kommen auf etwa 71 mm². Der Chipsatz, der im Package rechts zu sehen ist, misst in etwa 47 mm². Broadwell-U aus der 14-nm-Fertigung kommt auf 82 mm², ist allerdings auch schon fast vier Jahre alt, in dieser Hinsicht aber noch immer ein guter Vergleich. Auch hier kommen zwei CPU-Kerne mit einer GT2-Grafikeinheit zum Einsatz (2+2), allerdings ist im Falle des Cannon Lake Core i3-8121U die Grafikeinheit deaktiviert – aber dennoch im Die enthalten, nur eben nicht funktional. Auch muss man sich vor Augen halten, dass Intel bei Cannon Lake AVX512-Einheiten verbaut und die integrierte Grafikeinheit von 24 auf 40 Execution Units (EUs) erweitert wird. Ohne die Größe der AVX512-Einheit zu kennen ist alleine das Plus bei den EUs ein entscheidender Faktor bei der Größe des Chips. Insofern relativieren sich die 82 zu 71 mm² noch einmal deutlich.

Das Potenzial der Fertigung in 10 nm bei Intel wird aus den Zahlen deutlich, allerdings scheint Intel derzeit noch nicht in der Lage zu sein, daraus auch einen Vorteil zu gewinnen. Beim Core i3-8121U ist die Grafikeinheit deaktiviert. Es muss also eine dedizierte Grafikkarten mit dem Prozessor kombiniert werden, was den Vorteil an Platzersparnis und der Energieeffizienz wieder zunichte macht. Gegen Ende des Jahres will Intel voll funktionsfähige Chips liefern können, aber auch dann sprechen wir noch immer nur von Cannon Lake-U und keinem Chip mit bis zu 28 Kernen aus der 10-nm-Fertigung. Intel hat also noch etwas Arbeit vor sich.

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Kommentare (22)

#13
Registriert seit: 08.05.2018

Obergefreiter
Beiträge: 111
das - ist ein minus zeichen, also minus 3nmm. die fritzen aus dem marketing sind extrem kreativ
#14
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Registriert seit: 13.06.2003
RheinMain
Admiral
Beiträge: 9488
Zitat MENCHI;26363279
Ausserdem bringt kleinere / bessere Fertigung nix, wenn die Architektur "schrott" ist :wink:

Ganz schöner "Schrott":
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Server-Performance-AMD-Epyc-vs-Xeon-SP-in-der-SPEC-CPU2017-3896842.html

Die Intel Platinum kosten fast das doppelte der Epycs. Man bekommt bei AMD also 64 Kerne zum Preis eines 28-Kerners bei Intel.

Von Preis-Leistung her stehen die Gold-Xeons den Epyc gleich - um aber die gleiche Kernanzahl zu bekommen, braucht man ein teureres Grundsystem - und frag' bloß nicht nach dessen Stromverbrauch.
#15
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 15716
MENCHI, Schrott ist weder die Zen Architektur noch die von Intel, von daher ist dies hier kein Thema.

DeckStein, eben, Intel geht immer noch vom Quadrat aus, demnach ist es ein Shrink von 14nm auf 10nm, wenn etwa doppelt so viele Transistoren pro mm² untergebracht wurden, de eben 14² etwa doppelt so viel wie 10² ist und um ein 7nm Prozess zu sein, muss sich die Anzahl Transistoren pro mm² noch mal etwa verdoppeln. Intels 7nm CPUs werden dann auf der gleichen Fläche rund viermal so viele Transistoren wie die 14nm CPUs haben, aber bei welchem 7nm Prozess der andere Fabs ist dies im Vergleich zu deren 14nm Prozessen auch so?
#16
Registriert seit: 08.11.2015
mordor deutschlands.
Oberbootsmann
Beiträge: 834
Zitat MENCHI;26363279
Ausserdem bringt kleinere / bessere Fertigung nix, wenn die Architektur "schrott" ist :wink:

du meinst so schrott, wie ryzen?
ja, der ist echt murks. aber was erwart ich von jemandem, der mit mobilchips rumeiert.
#17
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 13353
Meine Systeminfo, really?

Die ändert sich min. 1 pro Monat :shot:

Ich habe in den letzten 12 Monaten ALLE Sockel (von S1156 bis S2011-3)
da gehabt und gebencht. Sowie ein halbes Dutzend System auf Basis des
S1151 (Z370) gebaut :bigok:

RyZen 1. kommt nicht an Ivy / Haswell vorbei. Der Refresh / TR kommt nicht
an Brodwell vorbei. ZEN Arichtektur: bin begeistert, not :p

Ich hatte schon mit X79 und DDR3 den gleichen Speicherdurchsatz und bessere
Latenzen als RyZen 1 mit DDR4 :banana:

Und zu mehr Kernen: der 8700K (6-Kerner) vs 2700X (8-Kerner).

- SC: 8700K ca. 15-20% mehr Leistung
- MC: 8700K ca. 10-15% weniger Leistung.

Wir sprechen hier von 6C (12T) vs 8C (16T).

Und bevor einer Schreit: ja mit OC. Nur weil bei AMD
mit 4,0-4,2GHz Schluss ist, muss ich die 8700K nicht
mit nur 4,2GHz betrieben :vrizz:

Vom RAM / Speicherkontroller will ich garnicht anfangen :D
Zwar ist beim Refresh besser geworden, kommt an die
Intel nicht ran.

Super AMD :bigok:
#18
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Registriert seit: 02.05.2017
Zürich
BannedForEveR
Beiträge: 6341
@Menschi

AMD hat einen großen Rückstand schon gut aufgeholt und mit Zen2 werden sie wenn es so weiter mindestens gleichziehen, das ist doch wirklich als positiv an zu sehen, oder nicht?

Das du noch nicht ganz von AMD überzeugt bist, kann man ja verstehen, deine Kritikpunkte sind im Großen und Ganzen ja nachvollziehbar.

Man kann es nur noch mal wiederholen hier und wie deine Tests ja auch zeigen, für Anwendungen ist Ryzen bereits im Vorteil, bei Spielen noch nicht. :)

Ein Wettbewerb ist wieder da und das ist doch das was zählt unter dem der Strich.
#19
Registriert seit: 06.09.2016

Hauptgefreiter
Beiträge: 226
Es ist wirklich eine tolle Leistung von Intel mit deutlich mehr Geld und dank voller Sicherheitslücken kaum schneller zu sein als das kleine AMD. Einfach nur WOW.
#20
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 2751
Der Menchli schreibt immer sowas. Da gewöhnt man sich dran. Differenzieren ist bei ihm nicht. Oder jedenfalls nicht mehr als Schwarz-Weiss.
Dazu noch ein bisserl Falschinfos (bessere Effizienz als Haswell hat schon Ryzen 1 gehabt) und ab geht der Kommentar.
Was das soll weiß keiner so richtig.
#21
Registriert seit: 08.05.2018

Obergefreiter
Beiträge: 111
ist wie kabarret. nur dass du es hier gratis geboten bekommst.

es werden hier häufig relative und absolute maße vermischt, woraus eigendlich 90% der missverständnisse hervorgehen.

ABSOLUT gesehen hängt AMD hinter Intel, ja. sowohl in der fertigung als auch in der Leistung.

Relativ gesehen ist AMD aber Intel evenbürtig, da sie mit einem bruchteil des geldes 90 der leistung von intel bieten.


natürlich spielt bei diesen überlegungen auch der support, das ökosystem usw mit. aber AMD hat gute arbeit geleistet, die nur ein Narr entwürdigen würde.
#22
Registriert seit: 01.08.2017
ganz im Westen
Oberbootsmann
Beiträge: 835
AMD Epyc: Zen 2 wurde in Hinblick auf Intels Ice Lake (10 Nanometer) entwickelt
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