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Die nächste Atom-Generation heißt Tremont und kommt in 10 nm

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intelDurch die Veröffentlichung der aktuellsten Version der Instruction Set Extensions (ISA) vom März 2018 (PDF) hat Intel mehr oder weniger zufällig einige Details zur kommenden Atom-Generation verraten. Auf Goldmont Plus folgt demnach Tremont als Codename für die Architektur. Die dazugehörige Plattform hört auf den Namen Jacobsville. Als bisher größte bekannte technische Neuerung dürfte der Einsatz der 10-nm-Fertigung durch Intel sein. Damit wären die Tremont-Atom-Prozessorkerne die ersten dieser Kategorie, die in 10 nm gefertigt werden. Die Gemini-Lake-Plattform mit den Goldmont-Plus-Prozessorkernen wird in 14 nm++ gefertigt. Weitere technische Details sind derzeit nicht bekannt.

Dafür führt Intel in im ISA-Dokument einige neue Instruktionen auf:

  • CLWB – Force cache line write-back without flush
  • CLDEMOTE – Cache line demote instruction
  • ENCLV – SGX oversubscription instructions
  • Galois Field New Instructions (GFNI)
  • Direct store instructions – direct store using write combining (WC) for doublewords (MOVDIRI) and 64B (MOVDIR64B)
  • User wait and address monitor/wait instructions – (TPAUSE, UMONITOR, UMWAIT)
  • Split Lock Detection – detection and cause an exception for split locks

Interessant sind vor allem die Galois Field New Instructions (GFNI). Diese werden wir auch in den zukünftigen Desktop- und Serverprozessoren auf Basis von Ice Lake, also die 9. Generation an Core-Prozessoren sowie die entsprechenden Xeon-Modelle, sehen. Für die Tremont-Atom-Prozessorkerne werden diese aber nur als SSE-Befehlssatzerweiterung umgesetzt. Ice Lake verwendet auch noch die AVX-Varianten AVX GFNI und AVX-512 GFNI. Dies bleibt den Atom-Modellen verwehrt.

Ebenfalls im ISA-Dokument zu finden ist eine neue Technik namens Total Memory Encryption (TME), die ebenfalls mit Ice Lake, allerdings nur für die Server-Prozessoren, umgesetzt werden soll. Per TME kann der komplette Speicherbereich verschlüsselt werden und ist damit entsprechend abgesichert.

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Kommentare (19)

#10
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Hauptgefreiter
Beiträge: 197
Ach, für simple HTPC Aufgaben gehen Atoms schon klar. Hab mit nem Atom Tablet rumgespielt und für simples Browsing und Video-Streams sind die schon ganz brauchbar. Oder wie im LattePanda als Raspberry-Alternative mit vollem x86 Support ;)
#11
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Admiral
Beiträge: 9136
Ja eben, es kommt ja wohl ganz auf den Einsatzzweck an... Die haben schon ihre daseins berechtigung
#12
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Kapitän zur See
Beiträge: 3598
Zitat timo82;26248967
Sind Atom Prozessoren nicht diese low budget Teile, die total lahm sind und von denen man besser die Finger lassen sollte?

Das kommt natürlich ganz auf den Einsatzzweck an, dasselbe kann man natürlich auch umdrehen, es kauft sich auch keiner einen i9-7980XE für Office und Internetsurfen :rolleyes:
Natürlich haben die Atoms auch ihre Daseinsberechtigung, zum Beispiel in Tablets wo die Leistung vollkommen ausreicht.
#13
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Registriert seit: 21.11.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1051
Ich finde die Atoms auch schnell genug für Tablets oder Nas server oder Mini PC's im USB Stick Format.
#14
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Admiral
Beiträge: 16380
Die Atoms gibt es immer noch, der Name Atom wird aber nur noch für die Server SoCs verwendet, also Rangeley und jetzt die neuen Denverton.
#15
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Registriert seit: 30.05.2013

Obergefreiter
Beiträge: 94
Zitat Holt;26249500
Die Atoms gibt es immer noch, der Name Atom wird aber nur noch für die Server SoCs verwendet, also Rangeley und jetzt die neuen Denverton.

Und da gibt es einige sehr interessante Varianten für Virtualisierungs- oder Fileserver. Relativ stromsparend, 10Gbit NICs usw. Meiner Meinung nach zusammen mit den Xeon Ds auch für einen Homeserver optimal
#16
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Admiral
Beiträge: 9825
Ich nutze einen x5-Z8350 im Tablet und muss sagen, dass der halbwegs brauchbar ist. Surfen mit Firefox ist seit dem verbesserten MultiCore-Support möglich, aber 5~6 Tabs wird es, je nach Inhalt, aber zäh. Werbung muss man unbedingt blocken.

Die ganz große Stärke des Atom liegt aber in der Videowiedergabe. H.264 und H.265 sind kein Problem, weil in Hardware. Alte Spielchen aus WinXP-Zeiten, die keine wirkliche GPU-Leistung erfordern, laufen sogar sehr passabel.

Aber man muss Zeit mitbringen. Dennoch habe ich das Tablet letztens in einer Präsentation mit mehreren PDFs genutzt - und das klappte einwandfrei.

Die großen Atom-CPUs (Celeron-J, Pentium-J) sind sogar als Office-Rechner mehr als tauglich. Die kann man von der leistung her mit gleichgetakteten Core2Duos/-Quads vergleichen. Und für's "Spielchen zwischendurch" reichen die auch:
Test: Placa base pasiva ASRock J4205-ITX con DOTA 2 - YouTube

Man sollte die Atom-CPUs nicht als unbrauchbar abtun. Für Mamas Liebesbriefe an Papa sind die mehr als ausreichend. Sobald man aber "produktiv" wird, sind die Atom-CPUs für die Tonne.
#17
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 16380
Der Dudelsack, ja die Xeon-D sind als Heimserver toll, in meinem werkelt ein Supermicro X10SDV-TLN4F mit dem Xeon-D 1541, aber das Supermicro A2SDI-H-TP4F mit dem Atom C3958 wäre mit seinen beiden 10GBASE-T Ports und den vielen SATA Ports inzwischen durchaus eine Alternative die ich heute auch in Erwägung ziehen würde. Die Denverton sind ja immerhin deutlich performanter als ihre Vorgänger.

PS: servershop-bayern.de bietet das sogar ab 779€ an, kennt jemand den Laden? Ist der seriös?
#18
Registriert seit: 12.01.2012
Bayern
Leutnant zur See
Beiträge: 1052
Zitat Holt;26250307
Der Dudelsack, ja die Xeon-D sind als Heimserver toll, in meinem werkelt ein Supermicro X10SDV-TLN4F mit dem Xeon-D 1541, aber das Supermicro A2SDI-H-TP4F mit dem Atom C3958 wäre mit seinen beiden 10GBASE-T Ports und den vielen SATA Ports inzwischen durchaus eine Alternative die ich heute auch in Erwägung ziehen würde. Die Denverton sind ja immerhin deutlich performanter als ihre Vorgänger.

PS: servershop-bayern.de bietet das sogar ab 779€ an, kennt jemand den Laden? Ist der seriös?


Alternativ halt auf die D-2xxx warten ;) - aber dann ist natürlich wieder die Frage wann du es brauchst und wann die Software / OS die du nutzt es supported ++ der Preis :).
Falls du die Daten verschlüsselst haben die Xeon da noch Hardwaresupport was den Atom fehlen dürfte wenns ich richtig im Kopf hab.
#19
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Registriert seit: 13.02.2018

Fregattenkapitän
Beiträge: 2793
Die ersten N-Atoms waren masochistisch. Nicht zu vergleichen mit den Quadcores wie Bay Trail, die sind zum surfen durchaus tauglich. Im Handy sind sie auch sehr schnell. Großer Vorteil: x86 wird unterstützt. Auf ARM mussten Leute sich dieses grausame Windows RT antun, was natürlich ein vorprogrammierter Misserfolg war. Auf dem Atom laufen selbst einfache Spiele, wie sämtliche Programme die man auf normalen Laptops auch nutzt.
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