1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Do it yourself: Delid-Werkzeug für den Core i9

Do it yourself: Delid-Werkzeug für den Core i9

Veröffentlicht am: von

Erst vor wenigen Tagen berichteten wir über den Delid-Die-Mate X für Skylake X und Kaby Lake-X, der für 89,90 Euro ein Werkzeug zum Köpfen der aktuellen Core-i9-Prozessoren von Intel ist. Der Preis sorgte dabei für Kritik, ebenso wie der Vorgang des Köpfens als solcher. Der risikobereite Käufer eines Core i9 ab 1.000 Euro hat sicherlich auch noch einmal 90 Euro übrig, zumal das Köpfen sicherlich dann in Frage kommt, wenn der Prozessor an seine Grenzen getrieben wird - wobei bekanntlich auch noch andere Kosten anfallen.

Das Aufkommen von mehr und mehr Werkzeugen und Anleitungen für das Köpfen eines Prozessors haben ihren Grund: Intel versieht auch seine neuen High-End-Prozessoren mit Wärmeleitpaste unter dem Heatspreader – gerade für Overclocker ist das keine besonders glückliche Situation.

Overlocker Jean Michel "Wizerty" Tisserand hat nun in einigen Schritten erklärt, wie man zu seinem eigenen Werkzeug kommt. Dazu muss in einem ersten Schritt eine 3D-Zeichnung des Prozessors erstellt werden, schließlich soll der Prozessor später genau in das Werkzeug passen. An dieser Stelle sind besonders die Details wichtig. Neben den Abmessungen des Heatspreaders und des Trägermaterials spielen dabei auch kleine Komponenten eine Rolle, die sich außerhalb des Heatspreaders befinden, die später vom Werkzeug aber nicht beschädigt werden dürfen.

Da der Heatspreader mit einer Scherbewegung vom Träger gelöst wird, stehen ein paar SMD-Komponenten im Weg, die bei dieser linearen Bewegung nicht beschädigt werden dürfen.

In obigem Bild ist ein solches Werkzeug in der 3D-Software zu sehen. Folgende Bereiche sind dabei farblich hervorgehoben:

  • Grün: Oberfläche, auf der der Prozessor abgelegt wird
  • Gelb: Aussparung für den Transfer der auf dem Prozessor untergebrachten Kondensatoren
  • Dunkelblau: Anschlag, um zu verhindern, dass der Prozessor während des Vorgangs verrückt
  • Orange: Aussparungen für die Finger sowie für ein leichteres Einlegen und Entfernen des Prozessors
  • Hellblau: Ablagefläche für den Schieber für das Werkzeug
  • Violett: Führungsflächen für den Schieber

Nach der 3D-Zeichnung wird eine solche erstellt, die die CNC-Fräse auch umsetzen kann, um aus einem Block Aluminium die entsprechenden Bauteile zu fertigen. Einige weitere kommen hinzu und am Ende entsteht so ein Werkzeug für das Köpfen eines Prozessors.

Kommen wir aber wieder zum Preis von 89,90 Euro: Sicherlich gibt es günstigere Alternativen dafür und auch rechtfertigt das verwendete Material und der Aufwand der Fertigung nicht diesen Preis. Aber man muss auch bedenken welche Arbeit der Konstrukteur bei der Erstellung eines solchen Werkzeuges und später bei den ersten Prototypen hat, die häufig noch mehrfach angepasst werden müssen. Außerdem muss ein solches Werkzeug sicherstellen, dass durch selbiges keine Schäden am Prozessor entstehen. Hätte der Delid Mate der ersten Generation zahlreiche Prozessoren zerstört, hätte es sicherlich auch keine zweite und dritte Generation gegeben.

Welche ist die beste CPU?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Prozessoren aktuell die beste Wahl darstellen - egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • AMD Ryzen 5 3600 im Test: Ohne X noch viel besser

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3600_TEST-TEST

    Gegenüber dem AMD Ryzen 5 3600X aus unserem letzten Test, der trotz seiner Einstufung in die Mittelklasse ältere Topmodelle schlägt, ist der AMD Ryzen 3600 ohne das X-Kürzel nur 200 bis 300 MHz niedriger getaktet und mit einer TDP von 65 W sparsamer klassifiziert, was einen... [mehr]

  • AMD Ryzen 5 3400G im Test: Weniger Änderungen als erwartet

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_5_3400G-TEASER

    Im letzten Jahr erwiesen sich die Raven-Ridge-APUs als gute Alternative, wenn man sich einen sparsamen und günstigen Office-Rechner zusammenbauen wollte. Die Kombination aus Zen-Prozessor und Vega-Grafiklösung erwies sich als durchaus leistungsfähig für den Alltag. Ob dies auch für die... [mehr]

  • AMD Ryzen 7 3800X im Test: Ein hungriger Lückenfüller

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMDRYZEN93900X

    Kurz vor dem Start des lange ersehnten AMD Ryzen 9 3950X und der kommenden Threadripper-Modelle schließen wir eine weitere Lücke in unserer Testdatenbank und stellen den AMD Ryzen 7 3800X auf den Prüfstand, der über acht Kerne verfügt, gegenüber seinem kleinen Schwestermodell jedoch in einer... [mehr]

  • In Spielen König, sonst eher ein kleiner Prinz: Intel Core i5-10600K und Core...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-CML-S

    Heute ist es soweit und wir dürfen die ersten Leistungsdaten des Core i5-10600K und des Core i9-10900K präsentieren. Damit öffnet Intel seine Comet-Lake-Prozessoren für den Markt, denn ab heute sind die ersten Modelle im Handel verfügbar. Die Kernkompetenzen der neuen Prozessoren liegen vor... [mehr]

  • AMD hängt Intel weiter ab: Der Ryzen 9 3950X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RYZEN-3950X

    Besser spät als nie – so ließe sich das Timing für unseren Test des Ryzen 9 3950X wohl am besten zusammenfassen. Zum Ursprünglichen Termin der Tests konnte uns AMD kein Sample zur Verfügung stellen und so mussten wir uns etwas gedulden, bis auch wir den 16-Kerner testen konnten. Der... [mehr]

  • Insider-Gerüchte: Intel streicht 10-nm-Pläne für den Desktop komplett

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Aus Insiderkreisen haben wir einige exklusive Informationen zu zukünftigen Desktop-Prozessoren von Intel erhalten. Die Quelle hat sich in der Vergangenheit zu CPU-Themen bereits mehrfach aus treffsicher erwiesen. Dennoch sollte wie bei allen Gerüchten dieser Art eine gewisse Vorsicht an den... [mehr]