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Kirin 960: Huawei stellt SoC auf A73-Basis vor

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HuaweiHuawei, Samsung und Apple liefern sich als die drei wichtigsten Anbieter nicht nur beim Smartphone-Absatz ein enges Rennen. Auch beim Thema SoCs versuchen die Unternehmen immer wieder den Titel des schnellsten oder effizientesten Chips zu erobern. Nun hat der chinesische Konzern nachgelegt und mit dem Kirin 960 den bislang leistungsfähigsten SoC aus eigenem Haus vorgestellt. Erste Tests dürfte es bereits in zwei Wochen geben.

Denn daran, dass der neue Chip im kommenden Flaggschiff, das vermutlich auf den Namen Mate 9 hören und Anfang November vorgestellt wird, zum Einsatz kommt, gilt als ausgemacht. Als Basis des Kirin 960 dient erneut ARMs ARMv8-Architektur. Verbaut werden je vier CPU-Kerne vom Typ Cortex-A73 und Cortex-A53. Erstere hatte die britische Chip-Schmiede erst Ende Mai vorgestellt, gemeinsam mit der neuen GPU Mali-G71, die ebenfalls Bestandteil des neuen SoCs ist. Der zur High-Performance-Familie gehörende Cortex-A73 folgt auf den A72-Kern und soll in der Spitze eine um bis zu 30 % höhere Leistung liefern, bei gleicher Leistung zudem 30 % effizienter arbeiten. Huawei gibt jedoch nur Steigerungen von 10 und 18 % bei Single- und Multi-Core-Betrachtung an. Das dürfte zu einem gewissen Teil auch den Taktraten liegen: Erreicht der Cortex-A72 im Kirin 950 das Limit bei 2,3 GHz, sind es beim Cortex-A73 2,4 GHz.

Unverändert bleibt hingegen das Tempo der vier Cortex-A53-Kerne, möglich sind in der Spitze 1,8 GHz. Mit der Konkurrenz in Form des Apple A10 und Samsung Exynos 8890 soll der Kirin 960 gut mithalten können, in einigen CPU-Benchmarks übernimmt er laut Huawei auch die Führung.

Wichtiger dürfte jedoch sein, wie groß der Fortschritt in Sachen GPU ausfällt. Denn die entpuppte sich beim Kirin 950 als Engpass und musste deshalb bei Grafikberechnungen nicht nur den Snapdragon 820 vorbeiziehen lassen. Während der Vorstellung des SoCs sprach Huawei davon, dass der Kirin 960 dank der neuen GPU in den GFXBench-Szenarien Manhattan 1080 p offscreen und T-Rex 1080p offscreen etwa 50 und 100 fps erreichen soll. Das wäre gleichbedeutend mit dem zweiten Platz hinter dem A10 und vor dem Snapdragon 821 - im Vergleich zum Kirin soll das Plus bei 180 % liegen. Am GPU-Takt von 900 MHz halten ARM und Huawei fest, die Leistungssteigerung ist zu einem großen Teil auf die Verdopplung der Shader-Einheiten zurückzuführen - zum Einsatz kommt die Mali-G71 in MP8-Konfiguration; beim Kirin 950 ist es eine Mali-T880MP4.

Weitere Veränderungen gegenüber dem Kirin 950 betreffen den Einsatz eines neuen ISPs, der zweimal 14 Bit sowie 4K-Video-Aufzeichnungen unterstützt, die Anbindung von UFS-2.1-Speicher sowie die Beschränkung auf RAM vom Typ LPDDR4. Das ebenfalls neue LTE-Modem arbeitet gemäß Cat 12 und 13, was maximale Übertragungsraten von 600 Mbit/s bedeutet. Zudem kann es mit mehreren SIM-Karten genutzt werden und ermöglicht VoLTE sowie das Abwickeln von Telefonaten über WLAN-Verbindungen.

Abzuwarten bleibt, was die Neuerungen für das Mate 9 bedeuten werden. Vermutet wird, dass Huawei hier auf eine gegenüber dem P9 neue Dual-Kamera-Lösung sowie ein QHD-Display setzen wird.

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