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Broadwell-E kommt mit maximal 10 Kernen für den Sockel LGA2011v3

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intel3Die Haswell-E-Plattform ist nun schon seit über einem Jahr erhältlich. Dazu gehören nicht nur die Mainboards mit Intels X99-Chipsatz und der DDR4-Arbeitsspeicher, sondern auch die drei Prozessoren Core i7-5820K, Core i7-5930K und das Flaggschiff Core i7-5960X. Erste Informationen zu Broadwell-E, den Nachfolge-Prozessoren, gab es bereits Anfang Juli. Doch nun wird es endlich konkreter. Wie auf xfastest.com berichtet wird, hat der Chipgigant Intel vor, gleich vier Broadwell-E-CPUs an den Start zu bringen.

Den Einstieg wird der Core i7-6800K bilden, der mit sechs Kernen inklusive Hyper-Threading ausgestattet sein und mit einer Grundtaktfrequenz von 3,4 GHz zu Werke gehen soll. Die Ausstattung des Core i7-6850K ist identisch, doch rechnet dieser Prozessor von Grund auf 200 MHz schneller. Der L3-Cache beläuft sich in beiden Fällen auf 15 MB. Diese beiden CPUs sollen den noch aktuellen Core i7-5820K ablösen. Fraglich ist, ob die beiden kleinen Broadwell-E-Prozessoren ebenfalls mit "nur" 28 PCIe-3.0-Lanes ausgestattet sein werden.

Eine gute Klasse höher stellt der Core i7-6900K mit seinen acht Kernen dar, die einen Grundtakt von 3,3 GHz besitzen sollen und demnach um 300 MHz höher liegt als beim amtierenden Flaggschiff Core i7-5960X. Sein L3-Cache ist mit 20 MB genauso groß. Das neue Flaggschiff wird nach den Informationen der Core i7-6950X werden. Sein Highlight sind die zehn nativen Kerne und demnach 20 Threads. Die zehn Rechenwerke sollen mit einem Grundtakt von runden 3,0 GHz arbeiten, also wie beim Core i7-5960X. Sein L3-Cache soll hingegen bei 25 MB liegen. Unbekannt sind aktuell noch die Turbotaktfrequenzen der Broadwell-E-Modelle.

Modell Kerne /
Threads
Grundtakt /
Turbotakt
L3
Cache
Turbo Sockel
Core i7-6800K 6 / 12 3,4 GHz / ? GHz 15 MB Ja LGA2011v3
Core i7-6850K 6 / 12 3,6 GHz / ? GHz 15 MB Ja LGA2011v3
Core i7-6900K 8 / 16 3,3 GHz / ? GHz 20 MB Ja LGA2011v3
Core i7-6950X 10 / 20 3,0 GHz / ? GHz 25 MB Ja LGA2011v3

Aufgrund der 14-nm-Fertigung und deren Vorteile kann Intel die Taktfrequenzen der 6- und 8-Kerner leicht anheben, auch wenn die TDP der gesamten Broadwell-E-Reihe bei ebenfalls 140 W liegen soll. Auch wenn es von Seiten Intels noch nicht offiziell bestätigt wurde, gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die Broadwell-E-Prozessoren auf den bestehenden X99-Mainboards arbeiten werden. Voraussetzung ist allerdings ein entsprechendes BIOS-Update, das den CPU-Code der vier neuen Modelle enthält. Gesichert ist jedoch der frei wählbare Multiplikator, sodass auch alle Broadwell-E-Prozessoren ordentlich übertaktet werden können.

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Das Blockdiagramm zu den Broadwell-E-Plattform. (Quelle)

Da die Broadwell-E-Prozessoren weiterhin mit den X99-Mainboards arbeiten sollen, bleibt es auch beim Quad-Channel-Interface. Unverändert sind wohl auch die maximal 40 PCIe-3.0-Lanes bei den größeren Modellen. Intel hat mit dem 14-nm-Fertigungsverfahren aktuell noch einige Schwierigkeiten, sodass mit der Markteinführung in diesem Jahr wohl nicht mehr zu rechnen ist.