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Für die RTX-Spark-Plattform ist heute der Startschuss gefallen. Die Ehre der Einführung der neuen Hardware und Gesamtplattform wurde Microsoft zuteil, die auf einer Veranstaltung über die Hardware, vor allem aber die Software, sprachen.
Das Thema KI schwebte dabei über allem. Die Intelligenz der KI-Systeme, aber auch deren Sicherheit sind aktuelle Treiber in der Entwicklung. Für Microsoft geht es vor allem aber darum, die KI für die Nutzer zugänglicher zu machen und in den Alltag einzubinden. Dazu bietet Microsoft drei Kernkomponenten an: Agent 365, Microsoft IQ und Copilot.
Windows stellt das Fundament all dieser Services dar. 11 Milliarden Systeme mit Windows 11 darauf sind inzwischen im Umlauf. In einigen Bereichen hat Microsoft aber ein Vertrauensproblem und so steht eben dieses Thema für den Software-Giganten ganz oben auf der Liste.
Immer unabhängiger werdende Agenten müssen die notwendigen Freiheiten auf den Systemen haben, dürfen aber nicht über gewisse Grenzen ausbrechen. Agents laufen in einem Runtime-Container (Microsoft Execution Containers, MXC). Diese befinden sich aktuell noch in der Vorschau von Windows 11. Die Funktion wird in den kommenden Tagen aber breiter verfügbar gemacht. Dem Nutzer soll möglichst viel Flexibilität gegeben werden, damit eigene Zugriffe auf gewisse Ressourcen weiterhin möglich sind, während die Aufgaben der Agenten streng überwacht werden.
Hybrid Intelligence soll dabei die Unterscheidung zwischen der lokalen Ausführung und der über Cloud-Dienste zusammenfließen lassen. Je nach Anwendungsprofil wird versucht, möglichst viel der Aufgabe lokal auszuführen. Dazu stellte Microsoft auf der Build 2026 MAI Code 1.1 Flash vor. Das Modell ist mit 3 Bit quantisiert und arbeitet mit einem 256K Kontext-Fenster. Code-Aufgaben sollen so möglichst lokal ausgeführt werden.
Die lokale Ausführung der KI-Modelle hat aber nicht nur Aspekte der Sicherheit, sondern kann auch die Kosten im Rahmen behalten. Anstatt tausende Tokens bei den Anbietern wie OpenAI, Microsoft, Google oder Anthropic zu verbrauchen, kann eine lokale Ausführung einen großen Anteil der Tokenkosten reduzieren oder gar komplett entfallen lassen.
Copilot wandert tiefer ins Windows
Copilot wird in Windows 11 eine immer größere Sichtbarkeit und Oberfläche bekommen. Copilot soll ab Oktober direkt über die Taskleiste verfügbar sein. Anfragen an Copilot werden direkt hier gestartet. Chat und Cowork fließen in Home in Windows 11 zusammen.
Dabei soll Home viele bekannte Informationen des Nutzers in Copilot einfließen lassen. Auch Dateien, die sich in den Verzeichnissen befinden, sind dem KI-System bekannt. Die schon vorgestellte Autopilot-Funktion soll dabei bestimmte Aufgaben auch automatisch übernehmen können. Auch in diesem Fall spielt der Zugriff auf möglichst viele Daten wieder eine entscheidende Rolle – Dokumente, E-Mails, Notizen und vieles mehr.
Aber nicht nur die Microsoft-eigenen KI-Agenten sollen derart in Windows 11 integriert werden. Auch die Unterstützung von Muse von Meta wird angekündigt und soll sich ebenso wie Copilot in das System integrieren lassen. Die Microsoft Execution Container sollen auch hier sicherstellen, dass die fremden Agenten keinerlei kritische Daten nutzen und übertragen können.
Dennoch schnelle Hardware und viel Speicher notwendig
Doch auch wenn die KI-Modelle immer kompakter, dabei aber schneller und genauer werden, so ist Microsoft dennoch auf die entsprechende Hardware angewiesen. Hier kommt RTX Spark ins Spiel. Die Hardware kennen wir in groben Zügen bereits. Beim N1X, so der Codename, sind zwei unterschiedliche Chip-Ausbaustufen vorgesehen, die jeweils mit mehreren Speicherkonfigurationen angeboten werden sollen. Beide Varianten laufen weiterhin unter dem Codenamen N1X. Die größere Ausführung kombiniert 20 CPU-Kerne mit einer integrierten GPU mit 6.144 Shadereinheiten. Die kleinere Variante verfügt
über 18 CPU-Kerne und 5.120 Shadereinheiten. Einen finalen Produktnamen, den die Hersteller für die Vermarktung entsprechender Systeme verwenden könnten, gibt es bislang weiterhin nicht.
Zusätzlich sollen sich die Modelle beim Speicherausbau unterscheiden. Für die kleinere Variante sind Konfigurationen mit 24 und 32 GB vorgesehen, während die größere Ausbaustufe mit 24 bis hin zu 128 GB angeboten werden könnte. Insbesondere bei Systemen, die als KI-Workstations positioniert werden, erscheinen dabei auch Zwischenstufen mit 64 oder 96 GB plausibel.
CPU-Kerne | GPU-Shader | Konfigurationen des Unified Memory | TDP | |
RTX Spark N1X | 20 | 6.144 | 24 bis 128 GB | - |
RTX Spark N1X | 18 | 5.120 | 24 bis 32 GB | - |
GB10 Superchip | 20 | 6.144 | 128 GB | 140 W |
Diese Hardware kommt bei Microsoft im Surface Laptop Ultra zum Einsatz. Vorgestellt wurde dieser bereits Anfang Juni.
Microsoft setzt den Fokus klar auf die KI-Anwendungen, aber auch Spiele sollen auf dem Surface Laptop Ultra problemlos laufen. Einen Eindruck dessen konnten wir uns auf der Computex bereits verschaffen. Neben dem Fokus auf die KI-Anwendungen nannte Microsoft auch die Möglichkeit, die neuesten Spiele auf RTX Spark auszuführen. Die integrierte Grafik des RTX Spark bewegt sich dabei auf dem Niveau einer GeForce RTX 5070 Laptop.
Eine kleine Neuigkeit der Veranstaltung stellte der USB-C-Anschluss zum Laden des Akkus dar. Dieser wird magnetisch am Gehäuse gehalten, es handelt sich aber weiterhin um einen Standard-USB-C.
Das Surface Laptop Ultra wird, vermutlich in der kleinsten Konfiguration, ab 2.599 US-Dollar erhältlich sein. Wie genau diese Konfiguration aussieht, wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht. Zudem wird es eine Surface RTX Spark Dev Box geben, die 5.999 US-Dollar kosten soll. Erst in der vergangenen Woche stellte NVIDIA den DGX Spark mit 64 GB für 4.999 US-Dollar vor und erhöhte den Preis der 128-GB-Variante auf 6.950 US-Dollar.
Eine Vorbestellung des Surface Laptop Ultra und der Surface RTX Spark Dev Box ist ab heute möglich. Ausgeliefert wird die Hardware ab dem 14. Oktober.
Der gesamten Event bzw. Livestream steht bei YouTube zur Verfügung:
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Update: Euro-Preise
Inzwischen kann das Surface Laptop Ultra im deutschen Online-Shop von Microsoft vorbestellt werden. Die kleinste Variante mit 24 GB Arbeitsspeicher und einer SSD mit 512 GB kostet 2.899 Euro. Beim Chip kommt offenbar die kleine Ausbaustufe zum Einsatz. Mit 32 GB nennt Microsoft einen Preis von 3.759 Euro.
Preis | |
Surface Laptop Ultra mit N1X (18-Kern) - 24 GB RAM | 2.899 Euro (512 GB) / 3.399 Euro (1 TB SSD) |
Surface Laptop Ultra mit N1X (18-Kern) - 32 GB RAM | 3.759 Euro (1 TB SSD) |
Surface Laptop Ultra mit N1X (20-Kern) - 32 GB RAM | 4.239 Euro (1 TB SSD) |
Surface Laptop Ultra mit N1X (20-Kern) - 64 GB RAM | 4.959 Euro (1 TB SSD) / 5.439 Euro (2 TB SSD) |
Surface Laptop Ultra mit N1X (20-Kern) - 128 GB RAM | 6.879 Euro (1 TB SSD) |