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Qualcomm schafft mit Tri-Radio-Plattform mehr Kapazität im heimischen WLAN

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qualcommMit einjähriger Verspätung will nun auch Qualcomm für mehr Tempo im WLAN sorgen. Nachdem Konkurrent Broadcom bereits auf der vergangenen Computex mit XStream eine Tri-Radio-Plattform für Router und Repeater vorstellte, die unter anderem im Netgear Nighthawk X8 und ASUS RT-A5300 zum Einsatz kommt, wollen auch die Kalifornier von der hohen Nachfrage profitieren. Auf einen griffigen Markennamen verzichtet man aber.

Um eine echte Tri-Radio-Lösung handelt es sich wie auch bei XStream aber nicht. Stattdessen vertraut man auch bei Qualcomm auf eine Funkeinheit für das 2,4-GHz-Netz sowie zwei Einheiten für das 5-GHz-Netz. Maximal soll das Übertragungsraten von bis zu 3,1 Gbit/s ermöglichen - allerdings nur bei gleichzeitger Auslastung aller drei Einheiten, bestmöglichen Empfangs- und Sendeeigenschaften sowie der Verwendung des Modem-Chips QCA9984 (4x4-Konfiguration), der vor allem für Premium-Router konzipiert ist. Wird hingegen auf den QCA9986 (2x2-Konfiguration) gesetzt, stehen in der Spitze lediglich 2,2 Gbit/s zur Verfügung. Beide Konfigurationen sehen die Zusammenarbeit mit dem IPQ40x9 vor.

Dieser bietet zwei Funkeinheiten, die entweder komplett in einem der beiden Frequenzbereiche oder aber geteilt genutzt werden können. Zusätzlich bietet der SoC, der über vier Cortex-A7-Kerne verfügt, die Möglichkeit zur Einbindung diverser Schnittstellen, darunter USB 2.0 und 3.0.

Dass man auf den Tri-Radio-Zug aufspringt, liegt nach eigenen Aussagen an den stetig steigenden Ansprüchen an private Netzwerke. So würden immer mehr Geräte drahtlos eingebunden werden, die zusätzlich auch immer höhere Bandbreiten belegen würden. Eine allumfassende Lösung ist die neue Plattform aber nicht, was in der Ankündigung zumindest am Rande angesprochen wird. Denn kommen kompatible Endgeräte zum Einsatz, können diese durchaus 160 MHz breite Blöcke für sich beanspruchen. Damit würde einzelnen zwar eine hohe Bandbreite zur Verfügung stehen, dem von Qualcomm skizziertem Szenario mit zahlreichen WLAN-Teilnehmern steht das aber entgegen.

Abzuwarten bleibt zunächst aber, wann erste mit der neuen Plattform ausgestattete Router und Repeater auf den Markt kommen werden. Partner nennt das Unternehmen noch nicht, erste Samples hat man nach eigenen Angaben aber bereits an Interessenten verschickt.

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