> > > > Nokia bereitet den Mobilfunk für das Jahr 2020 vor

Nokia bereitet den Mobilfunk für das Jahr 2020 vor

Veröffentlicht am: von

nokia 2013Nachdem Nokia seine Sparte für die Smartphones und Tablets an Microsoft verkauft hat, die heute das Lumia 640 und 640 XL im Einsteiger-Bereich vorstellten, kann sich das finnische Unternehmen wieder vollständig auf die Ausrüstung von Mobilfunknetzen konzentrieren. Die Herausforderungen der Zukunft sind hier klar ersichtlich: Die Anzahl der Nutzer wird ebenso zunehmen, wie deren Datenverbrauch und damit das Gesamtvolumen in den Netzen. Im Jahre 2020 werden selbst die aktuellsten LTE-Ausbaustufen an ihre Grenzen kommen und in der Zwischenzeit werden vermutlich Übergangslösungen wie eine gemeinsame Nutzung des LTE- und WLAN-Spektrums wichtiger werden, wie sie Qualcomm heute erst vorstellte. Der aktuell schnellste LTE-Ausbau der Kategorie 11 kommt auf eine Downloadrate von theoretischen 600 MBit pro Sekunde, in dem vier Mobilfunkzellen gleichzeitig genutzt werden. Doch dieser Entwicklung sind Grenzen gesetzt und hier kommen die 5G-Netzwerke ins Spiel.

Mobilfunknetze werden zukünftige breite Frequenzbereich gleichzeitig verwenden
Mobilfunknetze werden zukünftige breite Frequenzbereiche gleichzeitig verwenden.

Bisher verwenden alle Mobilfunknetze einen Frequenzbereich von 6 GHz und weniger. Durch die recht niedrige Frequenz lassen sich auch relativ große Bereiche abdecken, ohne dass zu viele Sendemasten bzw. in Gebäude integrierte Mobilfunkstationen aufgebaut werden mussten. Immer breitere und gleichzeitig genutzte Frequenzbänder aber verlangen nach einer Erweiterung des Spektrums. Vermutlich werden sich 5G-Netze zwischen 6 und 100 GHz bewegen und dennoch gleichzeitig die darunterliegenden Frequenzen weiter nutzen, um die notwendige Abdeckung und Geschwindigkeiten zu erreichen.

Gleichzeitiges Senden und Empfangen auf mehreren Frequenzbändern verlangt aber auch nach neuen Empfangs- und Sende-Technologien. MIMO (Multiple Input Multiple Output) und Beamforming spielen hier eine wichtige Rolle und werden für die Ingenieure noch eine Herausforderung werden. TDD-Verfahren machen fixe Sende- und Empfangskanäle überflüssig und können somit Kapazitäten freimachen. TDD ist aus technischer Sicht aber ebenfalls eine große Herausforderung.

TDD-Verfahren
Über ein TDD-Verfahren werden Sende- und Empfangskanäle dynamisch angepasst.

5G wird LTE nicht überflüssig machen - ganz im Gegenteil: 5G wird auch aktuelle LTE- und UMTS-Netze weiter verwenden. Letztendlich werden Smartphones, Tablets, Autos, Wearables und alles was sich in den kommenden 5 bis 15 Jahren in Mobilfunknetzen bewegt, mit allen drahtlosen Übertragungstechniken gleichzeitig arbeiten.

Auf dem Mobile World Congress zeigt Nokia eine funktionierende 5G-Mikrozelle, die auf Basis des 70-GHz-Bandes arbeitet. Zusammen mit dem Netzbetreiber NTT DOCOMO aus Japan und der Aggregation mehrere Funkzellen in niedrigeren Frequenzbereichen wird eine Übertragung von Daten mit bis zu 2 GBit pro Sekunde gezeigt. Natürlich sprechen wir hier von einer Labor-Demonstration, was auch die dazu verwendete Hardware mit einschließt. Nokia will als Netzwerkausrüster aber bereits heute die Marschrichtung vorgeben, wenngleich sich aktuell kaum jemand den Anwendungsfall einer solch schnellen Verbindung vorstellen kann. Wir sprechen hier aber von einer Entwicklung, die erst in fünf Jahren erste Tests außerhalb von Testzentren erfahren wird. Der Bedarf an mobilen Daten im Jahre 2030 lässt sich sicherlich nur schwer abschätzen, aber ähnlich wie andere Hersteller auch, sieht sich Nokia auf diese Herausforderungen gut eingestellt.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 17.06.2010

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 426
Diese 5G-Ideen sind ja nicht neu...

ABER: Die Reichweite dieser Technologien ist so gering das sie praktisch von Anfang an obsolet sind weil es einfacher ist W-LAN zu nehmen. Wozu Mobilfunk wenn man (W-)LAN hat?
#2
Registriert seit: 15.09.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1326
Zitat Superwip;23238862
Wozu Mobilfunk wenn man (W-)LAN hat?


MOBILfunk und WLAN (wireless LOCAL area network) passt nunmal gar nicht zusammen.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Inklusive Supervectoring: AVM FRITZ!Box 7590 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/AVM-FRITZBOX-7590

Im vergangenen Jahr führte AVM eine neue FRITZ!Box-Serie ein. Mit der FRITZ!Box 7580 haben wir uns das bis dahin schnellste Modell und das mit der besten Ausstattung angeschaut. Größter Unterschied der 7580 zur nun neuen 7590 ist die Unterstützung für VDSL-Supervectoring 35b. Aber es gibt... [mehr]

QNAP TS-451A im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/QNAP_TS-451A_TEASER

QNAP hat sein bereits umfangreiches Produktportfolio wieder einmal überarbeitet und mit den beiden neuen Modellen der TS-x51A-Serie zwei leistungsfähige NAS für den Heimbereich vorgestellt, in welchen ein schneller Intel Celeron N3060 zum Einsatz kommt. Dank HDMI-Ausgang plus Fernbedienung... [mehr]

Fünf Mesh-Systeme von ASUS, AVM, Devolo, Google und Netgear im Test

Logo von IMAGES/STORIES/2017/MESH-AUFBAU

Nachladende YouTube-Videos, schlechte Streaming-Qualitäten und einige andere Auswirkungen machen dem Smartphone- und Tablet-Nutzer eine schlechte WLAN-Abdeckung schnell deutlich - eine gute Abdeckung in den eigenen vier Wänden ist daher heute für viele Anwender eine elementare Voraussetzung -... [mehr]

ASUS DSL-AC 87VG im Test – eine Alternative zur FRITZ!Box?

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/ASCHILLING/2016/ASUS-DSL-AC-87VG-LOGO

Die Öffnung des deutschen Marktes für DSL-Router sorgt für etwas Bewegung in dem Segment. Das Angebot an DSL-Routern ist recht überschaubar und den meisten dürfte AVM hier als erster Hersteller einfallen. Es gibt natürlich auch noch weitere Anbieter wie TP-Link, Netgear, ZyXEL und auch ASUS,... [mehr]

Mit 802.11ad und 10-Gigabit-Ethernet – Netgear Nighthawk X10 im Test

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/ASCHILLING/2017/NETGEAR-NIGHTHAWK-X10-LOGO

Die Leistung von WLAN-Hardware hat inzwischen Dimensionen erreicht, die in vielen Fällen den Einsatz von Ethernet unnötig macht. Immerhin sprechen wir von theoretischen 1.733 MBit/s und damit sind zumindest in der Theorie bereits Datenübertragungsraten möglich, die weit über jeder normalen... [mehr]

Synology DiskStation DS1517+ im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SYNOLOGY_DS1517PLUS_REVIEWTEASER

Synology hat zur CeBIT 2017 mit der DiskStation DS1517+ eine überarbeitete Version der auch bei Enthusiasten beliebten 5-Bay-NAS DiskStation DS1515+ vorgestellt, welche nun mit einem integrierten PCIe-Slot punkten möchte, über welchen sich wahlweise eine 10-Gigabit-Netzwerkkarte oder ein... [mehr]