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Bose Connect: Kopfhörerhersteller soll illegal Daten sammeln und weitergeben (Update)

Veröffentlicht am: von

Der Hersteller Bose, hierzulande für seine Lautsprecher, Kopfhörer und anderweitiges Audio-Equipment bekannt, wird in den USA in einer brisanten Angelegenheit verklagt: So sollen bei den drahtlosen Kopfhörern des Herstellers über die App Bose Connect unerlaubt Daten mitgeschnitten worden sein. Demnach habe Bose Nutzerdaten, z. B. zu den Hörgewohnheiten der Kunden, erfasst, gespeichert und sogar an andere Firmen weitergereicht. Das alles sei ohne Wissen und entsprechend auch ohne Zustimmung der Kunden geschehen. Jedenfalls ist das der Vorwurf einer Klage in Chicago. Bose habe durch seine Vorgehensweise zahlreiche Gesetze gebrochen und sich über die Audio-Historie der Anwender einen unerlaubten Blick in deren Leben verschafft.

In der Klage bringt man die Kritik auf den Punkt: „Die persönlichen Audio-Auswahlen eines Menschen, beispielsweise Musik, Radioübertragungen, Podcasts oder Hörbücher, gewähren unglaublich tiefe Einblicke in die Persönlichkeit, das Verhalten, politische Ansichten und die Identität.“ Auf den ersten Blick klingt das eventuell hoch gegriffen, in der Klage werden aber als Beispiele LGBT-Podcasts oder z. B. muslimische Gebetsaufrufe genannt. Konsumenten derartiger Beiträge werden womöglich bei der Datenauswertung kategorisiert. Kläger ist ein Mann namens Kyle Zak, welcher selbst die App für Bose Connect genutzt hatte. Ziel ist es, die Klage stellvertretend für alle ausspionierten Besitzer von Bose-Kopfhörern zu führen.

Bose habe mit der Hilfe der erhobenen Daten detaillierte Kundenprofile mit den Nutzungsgewohnheiten erstellt. Diese Profile habe Bose dann mit anderen Marketing-Unternehmen geteilt. Bose selbst hat die Vorwürfe bisher noch nicht kommentiert. Zwar sind die Kopfhörer des Unternehmens auch ohne die App Bose Connect nutzbar, doch jene schaltet erst viele Optionen frei – und führt dann zur unerwünschten Datensammlung. Neben den Bose QuietComfort 35 sollen laut der Klage beispielsweise auch die SoundSport Wireless, Sound Sport Pulse Wireless, QuietControl 30, SoundLink Around-Ear Wireless Headphones II und SoundLink Color II betroffen sein.

Ob die Vorwürfe nun der Wahrheit entsprechen, ist noch offen. Denn jetzt muss sich ein Gericht der Anschuldigungen annehmen. Offen ist auch, ob Bose eventuell auch in Europa und damit Deutschland ähnlich mit Kundendaten verfahren sein könnte.

Update:

Bose stellt ab sofort das Update seiner Connect-Software für iOS zur Verfügung, welche die Möglichkeit eröffnet, das Sammeln von Nutzerdaten in der App zu deaktivieren.

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Kommentare (16)

#7
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Registriert seit: 14.05.2008

Flottillenadmiral
Beiträge: 5110
Zitat eppic;25486518
Als ob es nicht schon genug Gründe gab um Bose einen Bogen zu machen...


Welche sind das denn?
#8
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Registriert seit: 29.01.2008
im Osten (TF)
Korvettenkapitän
Beiträge: 2457
Zitat salzCracker;25487409
Welche sind das denn?


Abgesehen vom Klang, Verarbeitung/Materialien, Preisgestaltung und Marketing?
#9
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Registriert seit: 03.04.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1733
Zitat eppic;25487416
Abgesehen vom Klang, Verarbeitung/Materialien, Preisgestaltung und Marketing?


Wollte ich gerade auch sagen. Bose ist wohl die überbewerteste HiFi Firma die man finden kann. Ich muss immer lachen wenn Autohersteller ganz stolz ihr "Bose Musiksystem" preisen und dafür auch noch mehr Geld wollen.
#10
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Registriert seit: 21.01.2016
NRW
Kapitän zur See
Beiträge: 3341
Mehrere Mikrofone, Kameras, GPS etc hat doch jeder am Mann ;) wenn irgendeine staatliche Einrichtung was wissen möchte, erfährt sie das auch. Nur das man heute keine Stasi mehr dafür braucht.

Es sollte auch jedem klar sein bei Dingen wie Cloud etc. Das auch wenn man es auf privat stellt, das in erster Linie gegenüber anderen normalen Bürgern gilt, nicht aber gegenüber Behörden oder den Firmen selbst.

Trotzdem ist es wichtig das gegen sowas öffentlich vorgegangen wird, sei es gegen die NSA oder im Falle wie hier Bose oder wen auch immer.

Die Firmen, Behörden etc können natürlich überall rein schauen, dadurch das dagegen aber vorgegangen wird und solche Dinge wie offizielle Lücken einbauen in Software für Behörde XY untersagt bleibt, sorgt man wenigstens dafür das diese Daten nicht im großen Stil ohne rechtliche Grundlage gegen einen Verwender werden können.
#11
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Registriert seit: 28.05.2006
Bremen
Bootsmann
Beiträge: 747
Bose ist auch nicht mein Fall, aber Produkte anderer Hersteller telefonieren bestimmt auch nach Hause.
#12
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Registriert seit: 11.10.2016

Matrose
Beiträge: 4
Zitat Pickebuh;25486840
Da sollte man mal 50 Millionen Euro Strafen lalalalala



Besser gleich 50 Millionen Milliarden :haha:
#13
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Registriert seit: 08.05.2006
Oberbayern
Flottillenadmiral
Beiträge: 5968
BOSE: Buy Other Sound Equipment.
Zitat
Bose stellt ab sofort das Update seiner Connect-Software für iOS zur Verfügung, welche die Möglichkeit eröffnet, das Sammeln von Nutzerdaten in der App zu deaktivieren.

Wieso eigentlich? Apple Nutzer sind doch gewohnt, ausspioniert zu werden und wenn nicht, dann ist die Cloud so "sicher" dass es andere tun können.
#14
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Registriert seit: 05.05.2014
Hessen
Bootsmann
Beiträge: 565
naja besser bose als apple :D
#15
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 13480
Zitat proggi;25522913
naja besser bose als apple :D


+1

Ausserdem gibt genug Alternativen zu BOSE :p
#16
Registriert seit: 10.04.2008

Obergefreiter
Beiträge: 115
Zitat eppic
Als ob es nicht schon genug Gründe gab um Bose einen Bogen zu machen...

*g
genau das war auch mein erster Gedanke - es gibt aber tatsaechlich Leute, die denken, Bose habe in irgendeiner Form etwas mit Qualitaet zu tun...
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