asus rog pg27vq frontDer Kauf eines Monitors wird hauptsächlich nach der Bildschirmdiagonale und Auflösung des verbauten Panels entschieden. Jedoch scheint in einigen Fällen ein anderes Panel verbaut zu sein, als der Nutzer glaubt. Nach den Recherchen von Prad.de verbauen Monitor-Hersteller in 27-Zoll-Modellen mit einer QHD-Auflösung teilweise ein 4K-Panel, um die Produktionskosten zu minimieren.

Der Käufer hat allerdings aufgrund der Firmware keinen Zugriff auf die höhere UltraHD-Auflösung und kann stattdessen im Betriebssystem lediglich eine QHD-Auflösung auswählen.

Nach Angaben der Panel-Hersteller sei es inzwischen günstiger, ein UHD-Panel mit 3.840 × 2.160 Bildpunkten bei einer Diagonalen von 27 Zoll zu produzieren als ein 27-Zoll-Panel mit 2.560 × 1.440 Bildpunkten. Dies führt gleichzeitig dazu, dass Hersteller je nach Nachfrage und Angebot die UHD-Panels einkaufen und diese per Firmware an das jeweilige Modell anpassen.

Unklar bleibt dabei, wie viele Modelle am Markt derzeit mit einem höherauflösenden Panel ausgestattet sind, als das Datenblatt angibt. Nutzer eines 27-Zoll-Monitors mit angegebener QHD-Auflösung könnten mit Blick in das Datenblatt eventuell trotzdem herausfinden ob ein UHD-Panel verbaut ist. Sollte die Pixelgröße mit 0,16 mm angegeben sein, ist die Wahrscheinlichkeit für ein UHD-Panel relativ hoch. Denn eigentlich beträgt die Pixelgröße bei QHD-Modellen 0,23 mm. 

Die höhere Auflösung kann auch nicht einfach durch ein Austauschen der Firmware freigeschaltet werden. Dies sei laut den Kollegen von Prad nicht ohne weiteres Umsetzbar, die Hersteller hätten gegen dieses Vorgehen entsprechende Maßnahmen getroffen. Nachteile sollen für die Nutzer durch ein UHD-Panel nicht entstehen. Zwar muss das Bild durch die niedriger Auflösung interpoliert werden, womit gleichzeitig Schärfe verloren geht, doch dies sei lediglich durch einen ganz genauen Blick erkennbar und fällt im Alltag zu keinem Zeitpunkt auf.