> > > > ASRock kündigt das X99 WS-E/10G an

ASRock kündigt das X99 WS-E/10G an

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

asrock logo 2010Erst am letzten Mittwoch wurde mit dem X99-WS/IPMI ein neues Workstation-Mainboard für die Haswell-E-Plattform von ASUS gezeigt und heute kündigt auch ASRock einen neuen Workstation-Ableger an. ASRock gibt dieser Platine die Bezeichnung "X99 WS-E/10G" und hat das E-ATX-Format vorgesehen. In diesem Fall steht die Erweiterung "10G" für den 10-GBit/s-Netzwerkstandard. Als Besonderheit beherbergt der Workstation-Unterbau nämlich gleich zwei 10-GBit/s-Netzwerkports, die beide über Intels X540-BT2-Controller arbeiten. Eine entsprechende Erweiterungskarte mit zwei 10G-Netzwerkports über den genannten Intel-Controller kosten selbst 300 Euro und mehr.

Der Intel-X540-BT2-Controller wird anstelle von acht PCIe-2.0-Lanes entweder mit vier oder acht PCIe-3.0-Lanes an die CPU angebunden und erhält in der Theorie mit 3,94 GB/s bzw. 7,88 GB/s genügend Bandbreite, um die beiden Netzwerk-Anschlüsse ordentlich zu befeuern. Für die ausgewählte Haswell-E-CPU halten sich 12 Phasen bereit. Rechts und links neben dem Sockel LGA2011v3 befinden sich dagegen jeweils vier DDR4-Speicherbänke, in denen insgesamt 128 GB Platz nehmen können.

Der Intel-X540-BT2-Controller ist nicht der Einzige, der mit an den insgesamt 28 oder 40 PCIe-3.0-Lanes hängt. Im Einzugsbereich des aktiven Chipsatzkühlers halten sich außerdem noch zwei PLX-PEX8747-Gen3-Switches auf. Jeder von ihnen kann mit 48 Lanes umgehen, muss jedoch bestenfalls mit 16 Lanes gefüttert werden, sodass noch zweimal 32 Lanes übrig bleiben. Somit wird ersichtlich, dass eine Haswell-E-CPU mit 28 Lanes, wie der Core i7-5820K, die beiden PLX-Chips nicht ausreichend versorgen kann. Die beiden PEX8747 kümmern sich um sieben mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze. Vier Grafikkarten mit einer Anbindung von jeweils 16 Lanes stellen für das ASRock X99 WS-E/10G demnach kein Problem dar. Selbst wenn es sieben Single-Slot-Karten wären, wird die oberste Karte mit 16 und die restlichen sechs mit acht Lanes versorgt. Um in diesem Fall gerüstet zu sein, sind zwei 4-Pin-Molex-Stromanschlüsse an der elektronischen Stabilisierung beteiligt.

Beim Storage-Bereich sind zehn SATA-6G-Ports zu sehen. Dazu eine SATA-Express-Schnittstelle, ein M.2-Slot, ein vertikaler SATA-Port und sogar ein eSATA-Anschluss. Der M.2-Slot ist mit vier Lanes angebunden, wobei unklar ist, ob die PCIe-2.0- oder 3.0-Spezifikation gemeint ist. Als USB-Schnittstellen zeigen sich in der Summe acht USB-3.0- und neun USB-2.0-Anschlüsse verantwortlich. Vier USB-3.0-Ports werden über zwei Header realisiert. Ein USB-2.0-Anschluss befindet sich als Typ-A-Ausführung mitten auf dem Board. Neben den beiden erwähnten 10-GBit/s-Netzwerkports existieren auch noch zwei Gigabit-LAN-Buchsen über zwei Intel-Controller. Die Soundausgabe erfolgt über das Purity-Sound-2-Feature, bestehend aus dem Realtek ALC1150 sowie einem Differential- und einem Kopfhörer-Verstärker.

Für etwas Komfort hat ASRock auch an einen Power-, Reset-Button und an einen BIOS-Switch gedacht. Der Preis dürfte für das ASRock X99 WS-E/10G alles andere als niedrig ausfallen. Verglichen mit dem X99 Extreme11 ist das Layout des X99 WS-E/10G ziemlich ähnlich. Schließlich wurde der LSI-SAS-Controller gestrichen und gegen den Intel-X540-BT2-Netzwerkcontroller und die beiden M.2-Slots gegen zwei mechanische PCIe-3.0-x16-Steckplätze getauscht. Es wäre daher nicht verwunderlich, wenn das X99 WS-E/10G ab etwa 800 Euro bis 900 Euro den Handel erreichen wird.

Social Links

Kommentare (3)

#1
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 13224
Es ist schön das sich 10Gbit Ethernet endlich mehr verbreitet, mit einem einem Gigabit ist ja der LAN Port schon einer der lahmsten Anschlüsse im ganze Rechner, manche HDDs, jedes größere RAIS und jede SSD könnte mehr schaffen als übers Netzwerk geht. Aber die Preise sind noch viel zu hoch, das wird sich erst ändern, wenn der erste Chipsatz damit rauskommt.
#2
Registriert seit: 28.10.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5082
ein guter Anfang. Ideal wäre noch, wenn es etwas Ähnliches mit nur einem 10GbE Port geben würde, dafür spürbar günstiger.
#3
Registriert seit: 31.10.2006

Leutnant zur See
Beiträge: 1170
Zitat romeon;22895319
ein guter Anfang. Ideal wäre noch, wenn es etwas Ähnliches mit nur einem 10GbE Port geben würde, dafür spürbar günstiger.


Das weglassen eines 10G Ports macht das Brett aber auch nur um 40€ günstiger.
Hat man 2 Ports kann man gleich noch ein Ring Token 10G Netz aufmachen um sich den Switch zu sparen.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

ASUS Prime Z270-A im Test - Das Flaggschiff mit sehr guter Effizienz

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_ASUS_PRIME_Z270_A_004_LOGO

Bei manchem Unternehmen kommt es vor, dass bekannte Produktlinien mit der Zeit umbenannt werden, um frischen Wind hineinzubringen. Darum wird aus Signature nun Prime. Mit dem Prime Z270-A schauen wir uns den ersten Vertreter der Serie an. Wie gut sich die neue Z270-Platine verkaufen kann, erfahrt... [mehr]

Gigabyte GA-Z270X-Gaming 9 im Test - Aorus-Flaggschiff mit 32 Gen3-Lanes für...

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_GIGABYTE_GA_Z270X-GAMING9_004_LOGO

Mit dem Gigabyte GA-Z270X-Gaming 7 aus der brandneuen Aorus-Mainboardserie haben wir die erste Platine mit Intels Z270-Chipsatz für die Kaby-Lake-Prozessoren durchleuchtet. Doch wie man es von Gigabyte gewohnt ist, hat das taiwanische Unternehmen auch noch viele weitere neue LGA1151-Bretter in das... [mehr]

Erster Ausblick auf die RYZEN-Mainboardpreise – ASUS-Preisgestaltung geleakt

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/ASUS

Die Diskussion über die Preise von AMDs RYZEN-Prozessoren ist bereits in vollem Gange. Doch für Endkunden sind die CPU-Preise letztlich nur ein Teil der Rechnung. Relevanter sind die Preise für die gesamte Plattform. Gerade die Preise der AM4-Mainboards werden eine wichtige Rolle spielen... [mehr]

Supermicro C7Z270-PG im Test - Trotz PEX8747 sehr effizient unterwegs

Logo von IMAGES/STORIES/NEWSBILDER/MNIEDERSTEBERG/ARTIKEL_2017/ARTIKEL_SUPERMICRO_C7Z270_PG_004_LOGO

Es ist schon eine Weile her, als wir zuletzt ein Mainboard von Supermicro durch unseren Mainboard-Parcours geschickt haben. Supermicro ist jedoch auch weniger im Desktop-Segment bekannt, sondern vielmehr im Server-Bereich. Nichtsdestotrotz versucht das US-Unternehmen unverändert im hart... [mehr]

Sieben AM4-Mainboards von Biostar für AMDs Ryzen aufgetaucht

Logo von IMAGES/STORIES/2017/BIOSTAR

Heute wurde die mit Spannung erwartete Ryzen-7-Prozessorserie von AMD offiziell vorgestellt, die aus den drei Modellen "Ryzen 7 1700", "Ryzen 7 1700X" und "Ryzen 7 1800X" besteht. Alle drei CPUs können ab heute Abend offiziell in einzelnen Shops - beispielsweise bei Caseking - vorbestellt werden.... [mehr]

Schneeweiß: MSI kündigt vier weiße Arctic-Mainboards für Kaby Lake an

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/MSI-ARCTIC-KABYLAKE

Zur Markteinführung der neuen Kaby-Lake-Prozessoren von Intel, wartete MSI mit einer Vielzahl passender Hauptplatinen auf und stellte insgesamt 36 neue Untersätze mit B250-, H270-, und Z270-Chipsatz in den Dienst. Darunter auch vier schneeweiße Modelle der Arctic-Reihe, die nun offiziell im... [mehr]