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Biostar präsentiert Mainboard mit Bitcoin-ASICs

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biostarEnde letzten Jahres präsentierte Biostar zwei Mainboards, auf denen sich per Riser-Karten bis zu sechs Grafikkarten unterbringen ließen. ASRock startete kurz zuvor ebenfalls mit solchen Platinen. Vorrangiger Verwendungszweck einer solchen Konfiguration sollte das Mining von Bitcoins über die GPUs der Grafikkarten sein. Allerdings hat die Krypto-Währung Bitcoin inzwischen eine Schwierigkeit erreicht, bei der sich das Errechnen der Hash-Werte über GPUs kaum noch lohnt. FPGAs (Field Programmable Gate Array) und ASICs (Application Specific Integrated Circuit) erreichen deutlich höhere Rechenwerte, im Folgenden angegeben in Mega- oder Gigahashes pro Sekunde (MH/s bzw. GH/s). Dazu einmal ein paar Vergleichswerte:

  • Intel Core i7-2600K: 18,6 MH/s 
  • 4x AMD Opteron 6174: 115 MH/s
  • NVIDIA Tesla K20: 135 MH/s
  • AMD Radeon HD 7970: 685 MH/s
  • AMD Radeon HD 7990: 1200 MH/s

Dedizierte Systeme erreichen hier Werte von 10 GH/s bis zu 600 GH/s. Das BTC-24GH von Biostar besitzt neben den üblichen Mainboard-Features noch 24 ASICs, die eine Rechenleistung von 24 GH/s erreichen sollen. Dies entspricht der Rechenleistung von etwa 20 AMD Radeon HD 7990. Biostar sieht für das BTC-24GH besonders Kunden im Fokus, die neben dem Mining von Bitcoins auch noch Office-Arbeiten erledigen wollen. Die 24 ASICs sind vermutlich per USB angebunden - ähnlich wie vergleichbare dedizierte Systeme.

Derzeit ist das Biostar BTC-24GH noch nicht im Handel erhältlich, soll aber in Kürze verfügbar sein. Somit fehlen uns auch noch Angaben zum Preis.

Hintergrund zu Bitcoins

Bitcoins sind eine 2009 entwickelte virtuelle Währung, die immer wieder durch extreme Kursentwicklungen oder Einbrüche bei den Währungsbörsen auffällig wird. Zentraler Punkt der Bitcoins ist die Tatsache, dass sie nicht zentral verwaltet werden, sondern dies durch ein Netzwerk der Nutzer geschieht, welche die dazugehörigen Clients verwenden. Wer sich etwas genauer mit den Bitcoins beschäftigen möchte, dem legen wir den dazugehörigen Wikipedia-Artikel nahe. Geschöpft werden Bitcoins durch sogenanntes "Mining". Dabei wird ein Hashwert berechnet, der sich einem Zielwert annähert. Ist der Hash korrekt berechnet werden, entspricht dies einem Block oder 25 Bitcoins. Der Rechenaufwand für die Berechnung eines Blocks erhöht sich alle 210.000 Blöcke, so dass es immer schwieriger wird diesen Hashwert zu berechnen.

Genügten zu Beginn des Bitcoins-Booms noch einige CPU-Kerne um die Arbeit zu verrichten, stellten sich schnell GPUs als die ideale Hardware-Basis zur Berechnung der Hashwerte heraus. Besonders die Radeon-HD-5000-Serie von AMD war durch ihre Architektur dazu prädestiniert. Mit steigender Schwierigkeit aber wurde der Rechenaufwand derart hoch, dass selbst mehrere Grafikkarte in einem System nicht ausreichten, um den korrekten Hashwert schnell genug zu berechnen. Die Stromkosten überstiegen den Wert der gewonnen Bitcoins. Im nächsten Schritt taten sich "Mining-Pools" zusammen, in denen die Berechnung des Hashwertes auf mehrere Rechner verteilt wurde. Doch der fallende Bitcoin-Kurs sorgte dafür, dass auch diese Methode immer unrentabler wurde.

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Kommentare (7)

#1
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Lohnt sich das überhaupt noch? Zur Zeit sieht es eher so aus, als ob der Kurs eher am sinken ist (da der Hype so langsam vorbei ist).
#2
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irgendwo im Nirvana...
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naja, selbst mit 24Ghash wirft das Ding ohne Strom keine 2€ am Tag ab
#3
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Ob man diese ASCI auch für Falten nehmen kann *mhh* - wäre sehr interessant.
#4
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Ein ASIC kann man für ALLES nehmen, man muss ihn nur bauen (lassen) - Application Specific eben ;)
#5
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Ok ich muss Hardwareseitig es umbauen oder ..???.. , weil beim Xeon Phi kann ich es entsprechend drauf programmieren, was mit [email protected] sehr gut geht.

Wenn das auch mit den ASIC geht wäre das ein super Schritt fürs Falten, die Mobos sind billiger und "schneller" als ein PureSystem oder ein nVdia Grid
#6
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Ein ASIC macht genau das, wofür er vorgesehen wurde. Das kann die Ablaufsteuerung einer Waschmaschine sein, ein Steuergerät im Auto, irgendwelche Längen- und Winkelmessysteme, oder eben Mining.
Wenn du einen ASIC umprogrammieren willst, muss er dafür gemacht sein und das würde wohl bedeutet, dass hier ein uC oder sowas implementiert wurde.
Vorteil von einem ASIC ist außerdem, dass man Digitaltechnik und Analogtechnik auf einem Chip kombinieren kann. Das geht z.B. bei einem FPGA nicht. Und außer ein paar Exoten (PSoCs), bei denen die Ressourcen stark begrenzt sind, ist da ein ASIC die letzten Möglichkeit um eine Funktion kompakt umzusetzen...

ASIC ist also ein Überbegriff für jeden erdenklichen Schaltkreis, der für einen bestimmten Zweck entwickelt wurde - eine pauschale Aussage zum umprogrammieren kann man da also nicht machen, nur weil es ein ASIC ist.

Ich vermute mal, dass die hier verwendeten ASICs nur und ausschließlich zum Minen entwickelt und gebaut wurden. Da wird also keine große Intelligenz drin sein geschweige denn eine Möglichkeit, die Boards anderweitig zu missbrauchen.

Entweder du findest einen Weg die Interfaces und die Logik der ASICs so für deine Aufgabe zu verwenden, dass es funktioniert, oder es geht nicht ;)

Hier kommt es ja auf Energieeffizienz und Kosten an - jede weitere Konfigurationsmöglichkeit ist immer ein weiterer Kompromiss zwischen beiden oder mehreren Funktionen.
Wenn man also eine weitere Verwendung vorsehen will, kostet das Chipfläche und Strom. Beides steht im Gegensatz zu Energieeffizienz und niedrigen Kosten ;)
#7
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Beiträge: 15219
Ok - *mhh* nun werde mich da mit genauer beschäftigen - das gute an der Forschung ist, das der Verbrauch eher 2. Rangig ist.

Hier stehen einige GPU/Co-Prozessoren, die "fressen" Strom aber ich weiß das es was bringt^^ -> HIT in Heidelberg, sowie div andere Forschung laufen da mit drauf.
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