1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Komplettsysteme
  8. >
  9. HPEs Spaceborne Computer-2 fliegt zur ISS (Update)

HPEs Spaceborne Computer-2 fliegt zur ISS (Update)

Veröffentlicht am: von

hpeIn wenigen Tagen soll HPEs Spaceborne Computer-2 (SBC-2) mit der 15. Versorgungsmission (Northrop Grumman Resupply Mission NG-15) zur International Space Station (ISS) fliegen. Seit 2017 umkreiste der SBC-1 die Erde und bietet eine Rechenleistung von 1 TFLOPS. Die erste Generation war gut ein Jahr im All und sollte vor allem ersten Tests dienen. Der SBC-2 soll nun zwei bis drei Jahre auf der ISS verbleiben und dort seine Dienste verrichten.

Nicht bekannt ist, welche Hardware im Spaceborne Computer-2 verbaut ist. HPE spricht allerdings von GPUs, welche die Berechnungen beschleunigen sollen. Da HPE von einer doppelt so hohen Rechenleistung spricht, dürften hier 2 TFLOPS vorhanden sein, wobei unbekannt ist, um welche Genauigkeit es sich handelt.

Die Rechenleistung soll verwendet werden, um Daten aus Experimenten und Sensoren nicht mehr zur Erde senden und dort verarbeiten zu müssen, sondern um dies direkt auf der ISS tun zu können. Dies soll die Datenmenge reduzieren, die von der ISS übertragen werden muss, aber auch latenzsensitive Anwendungen profitieren natürlich davon. Bildanalysen sollen direkt über die GPUs erfolgen, sodass die Rohdaten nicht mehr zur Erde gesendet werden müssen. Als Edge-Computing entstehen die wissenschaftlich interessanten Daten direkt im Server auf der ISS.

Der Spaceborne Computer-2 besteht aus einem HPE-Edgeline-Converged-EL4000-Edge-System und einem ProLiant-DL360-Server. Die genaue Konfiguration ist wie gesagt unbekannt. Die Strahlung im Low Earth Orbit (LEO) mit einer Höhe von 400 km soll keine Probleme machen, dies haben die Tests mit dem SBC-1 ergeben. Bei Missionen tiefer in das Sonnensystem hinein spielt die Strahlung dann wiederum eine wichtigere Rolle. Hinzu kommt, dass es aufgrund der enormen Strecke zwischen zum Beispiel Erde und Mars zu Signallaufzeiten kommt, die bei etwa 20 Minuten liegen. Hier wird eine Echtzeit-Berechnung gewisser Daten noch entscheidender.

Computersystem auf der ISS sind aus mehreren Gründen nicht einfach im Handling. So sind bereits einige Tablets und Notebooks (ThinkPads) in der Umlaufbahn, diese sind jedoch nicht direkt an das Internet angebunden. Über Remote-Software wird auf Rechner zugegriffen, die sich auf der Erde befinden und die ans Internet angeschlossen sind. Intern wird über VPNs und der Remote-Software gearbeitet. Weitere Sicherheitsebenen, wie Firewalls, dürften hinzukommen, sodass die Systeme auf der ISS dem geringstmöglichen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind.

Der Spaceborne Computer-2 soll am 20. Februar zur ISS starten.

Update: Technische Daten

Inzwischen kennen wir auch einige der technischen Daten der beiden Server. So ist der HPE Edgeline Converged EL4000 Edge mit einer nicht näher genannten x86-CPU mit niedriger Leistungsaufnahme ausgestattet – gleiches gilt für die GPU. Hinzu kommen 64 GB an Arbeitsspeicher und 4x 240 GB an SSDs. Der ProLiant DL360 Gen10 bietet zwei sparsame x86-GPUs nebst 192 GB an Arbeitsspeicher für beide. Hier kommen noch 10x 240 GB SSD hinzu. Untereinander verbunden sind die beiden Server über 10-Gigabit-Ethernet.

Die Spannungsversorgung erfolgt über 28 V. Gekühlt wird das System offenbar mittels einer Wasserkühlung.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Intel NUC 9 Extreme im Test: Core i9-9980HK und RTX 2070 im 5-Liter-Gehäuse

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-NUC-9-EXTREME-KIT

    Intel bietet die NUCs in den verschiedensten Formfaktoren an – vom kleinen Next Unit of Computing mit den NUC-Elements, bis zum NUC 9 Extreme Kit, das im Vorfeld unter dem Codenamen Ghost Canyon entwickelt wurde. Wir haben uns das NUC 9 Extreme Kit einmal genauer angeschaut... [mehr]

  • Turm-Workstation: Corsair One Pro i200 mit Core i9-10940X und RTX 2080 Ti im...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_ONE_PRO_I200_REVIEW

    Auch leistungsstarke Workstation-Systeme können vergleichsweise kompakt ausfallen und mit einem edlen Design auf sich aufmerksam machen – das versucht Corsair zumindest mit seinem neusten Flaggschiff der One-Pro-Familie zu beweisen. Trotz des kompakten 12-Liter-Gehäuses befinden sich ein... [mehr]

  • 10 US-Dollar-Platine: Schneller als ein Raspberry Pi

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/81VMKQ7GSQL_C926E79A38D0440B826886BE40C58CFC

    Wer einen günstigen Einplatinencomputer sucht, denkt im ersten Augenblick sicherlich unweigerlich an einen Raspberry Pi der britischen Raspberry Pi Foundation. Bereits seit Jahren erfreut sich der Minirechner großer Beliebtheit, nicht nur in der Maker-Szene. Für rund 60 Euro lässt sich aktuell... [mehr]

  • Corsair One a100 im Test: Auch mit AMD-Ryzen-CPU sehr gut

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_ONE_A100_REVIEW-TEASER

    Seit diesem Jahr gibt es den leistungsstarken Corsair One auch mit AMDs Ryzen-Prozessoren – bislang setzte man ausschließlich auf Intel-Plattformen. Das stylische Turm-Gehäuse, die zweiseitige Wasserkühlung und eine vollwertige Desktop-Grafikkarte der Highend-Klasse sowie natürlich... [mehr]

  • Raspberry Pi wird mit vier Festplatten zum NAS

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/RASPBERRY3BPLUS

    Der Bastelrechner Raspberry Pi lässt sich vielseitig einsetzen. Ob für die Hausautomation in den eigenen vier Wänden oder im Einsatz bei einem Smart-Mirror, Grenzen gibt es dabei in der Regel keine. Allerdings eignete sich der scheckkartengroße Rechner bislang nicht zwangsläufig für die... [mehr]

  • ZOTAC ZBOX Magnus One im Test: Schicker Mini-Gamer mit hoher Leistung

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ZOTAC_ZBOX_MAGNUS_ONE_REVIEW-TEASER

    Bei seiner neuen ZBOX Magnus One macht ZOTAC vieles anders, setzt jedoch weiterhin auf richtig potente Hardware, die nun ausschließlich der Desktop-Klasse entstammt und bis hin zum Intel Core i7-10700 sowie einer NVIDIA GeForce RTX 3070 reicht. Wie sich der trotzdem noch sehr kompakte Mini-PC im... [mehr]