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Großbritannien baut neuen Supercomputer für die Atomwaffenforschung

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Aktuell scheint es für den US-amerikanischen Chip-Entwickler AMD gut zu laufen. Nachdem das Unternehmen im vergangenen Monat bereits den höchsten Umsatz seit 14 Jahren vermelden konnte, sicherte sich AMD jetzt einen weiteren Großauftrag. Der vom britischen Atomic Weapons Establishment (AWE) entwickelte Supercomputer Vulcan soll mit tausenden AMD Epyc-7542-Prozessoren bestückt werden. Die angepeilte Rechenleistung soll insgesamt 7 PetaFLOPS betragen. Man entschied sich beim AWE zudem bewusst für die 32-Kern-Variante der Epyc-CPU und nicht für die 48- beziehungsweise 64-Kern-Variante.

Das AWE beabsichtigt mit dem neuen Superrechner Vulcan unter anderem Berechnungen zur Entwicklung von Nuklearwaffen durchzuführen. Momentan verwendet das zum britischen Verteidigungsministerium gehörige Unternehmen für die Berechnungen den aus dem Jahr 2017 stammenden Supercomputer Damson. Besagter Superrechner nutzt aktuell insgesamt 6324 Xeon E5-2697v4-CPUs des Halbleiterherstellers Intel. Besagte Prozessoren verfügen über 18 Kerne mit 36 Threads. Die Spitzenleistung des Supercomputers Damson beträgt 3,8 PetaFLOPS. Somit wäre der Vulcan-Supercomputer fast doppelt so schnell wie sein Vorgänger. Verantwortlich für den Bau des Superrechners ist die HPE-Tochter Cray. 

Des Weiteren hat auch das US-amerikanische Department of Energy (DOE) einen neuen Supercomputer angekündigt. Insgesamt beabsichtigt die DOE über 600 Millionen US-Dollar in das Projekt zu investieren. Neben CPUs sollen beim US-amerikanischen Supercomputer auch GPUs für die passende Rechenleistung sorgen. Welche Hardware hier allerdings genau verwendet wird ist bis dato nicht bekannt.