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Die Lenovo ThinkStation P320 Tiny kommt nach Deutschland

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Im Rahmen der Tech World Transform hat Lenovo im Juni mit der ThinkStation P320 Tiny die eigenen Angaben zufolge kleinste ISV-zertifizierte (Independent Software Vendor) Workstation der Welt vorgestellt. Sie ist mit Abmessungen von 183 x 179 x 35 mm und einem Gewicht von 1,32 kg nicht viel größer und schwerer als ein gedrucktes Buch. Wie man nun per Pressemitteilung bekannt gab, bringt man die kompakte Workstation auch in Deutschland in den Handel.

Die Lenovo ThinkStation P320 Tiny kann bis zu sechs Displays unabhängig ansteuern und soll genügend Rechenleistung für anspruchsvolle Profi-Aufgaben bieten. Dank der ISV-Zertifizierung sollen sich professionelle Nutzer darauf verlassen können, dass die für sie wichtigsten Anwendungen reibungslos auf der kleinen Workstation laufen. Zu den Unternehmen, die die ISV-Zertifizierung für das P320 Tiny erteilt haben, zählen unter anderem Autodesk, AVEVA, Bentley, Dessault, Nemetschek, PTC und Siemens.

Möglich wird dies dank eines aktuellen Kaby-Lake-Prozessors und einer sparsamen Quadro-Grafik. Je nach Modell verbaut Lenovo wahlweise einen Intel Core i5-7500T, einen Intel Core i7-7700 oder einen Intel Core i7-7700T, welcher sich mit sparsamen 35 W zufriedengibt. Erkauft wieder Sparsamkeit überwiegend durch niedrigere Taktraten. Während es ein gewöhnlicher Intel Core i7-7700 bei einer TDP von 65 W auf einen Basis- und Turbo-Takt 3,6 bzw. 4,2 GHz bringt, muss das sparsame T-Modell mit 2,9 bis 3,8 GHz auskommen. Die vier Rechenkerne mit SMT-Support und den 8 MB großen L3-Cache gibt es aber auch hier.

Dank der vPro-Technik können Administratoren per Remote auf die P320 Tiny zugreifen. Das macht Software-Updates deutlich einfacher. Zusätzlich verfügt die Mini-Workstation über einen Wireless-Power-Switch, womit sich das System auch aus der Ferne ein- und ausschalten lässt.

Dazu gibt es bis zu 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher, der sich in zwei SO-DIMM-Bänken mit einer Geschwindigkeit von 2.400 MHz unterbringen lässt. Um die Grafikbeschleunigung kümmert sich je nach Modell eine NVIDIA Quadro 600, welche in der ThinkStation P320 Tiny im Low-Profile-Format verbaut wird. Sie basiert auf der GP107-GPU, stellt 384 Shadereinheiten und einen 2 GB großen GDDR5-Videospeicher bereit, welcher über ein 128 Bit breites Interface angebunden wird. Bei einer maximalen Leistungsaufnahme von etwa 40 W soll es sie auf etwa 1,1 Teraflops bei einfacher Genauigkeit bringen. Beim Modell mit Intel Core i7-7700 muss allerdings mit der in der CPU integrierten Intel HD Graphics 630 vorliebgekommen werden. Ansonsten lässt sich die kleine Workstation mit bis zu 2 TB Festplattenspeicher ausrüsten und mit zusätzlichen M.2-SSDs samt NVMe bestücken.

Anschlussseitig stehen vier mini-DisplayPort-Ausgänge, zwei herkömmliche DisplayPort-Anschlüsse und eine Reihe von USB-Ports zur Verfügung. WLAN ist ebenfalls bereits integriert. Der Austausch der Komponenten ist dabei ganz einfach und funktioniert laut Lenovo völlig ohne Schraubenzieher. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes 135-W-Netzteil.

Die Lenovo ThinkStation P320 Tiny wird zunächst in drei verschiedenen Ausführungen in Deutschland erhältlich sein. Preislich sollen sie laut Hersteller bei 1.392 Euro starten. Der Straßenpreis liegt derzeit allerdings schon bei etwa 1.173 Euro.

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