> > > > Modulbauweise: Microsoft will den All-in-One-PC aufrüstbar machen

Modulbauweise: Microsoft will den All-in-One-PC aufrüstbar machen

Veröffentlicht am: von

Microsoft2012Trotz rückläufiger Absatzzahlen gibt es im Bereich der PCs Segmente, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. Dazu gehören verschiedenen Herstellern zufolge vor allem All-in-One-Systeme. Auch wenn es bezüglich der Aufrüstbarkeit zuletzt kleinere Fortschritte wie beispielsweise beim MSI Gaming 27XT AiO mit seiner extern untergebrachten Grafikkarte gegeben hat, sind die Rechner weitaus weniger anpassungsfähig als der klassische Tower-PC. An einer Lösung des Problems arbeitet Microsoft.

In Unterlagen des US-Patentamtes wird ein „modulares Computer-Gerät“ gezeigt, bei dem es sich auf den ersten Blick um einen gewöhnlichen All-in-One-Rechner handelt. Text und Grafiken machen aber deutlich, dass sich das namenlose Gerät dank Modulbauweise binnen Minuten umbauen lässt. Das zentrale Element ist das Display mitsamt Scharnieren, die an einer Basiseinheit münden. Was konkret in dieser stecken soll, gibt der Antrag nicht preis, auch die Abbildungen selbst sind nicht sonderlich auskunftsfreudig; angedeutet werden die üblichen Ein- und Ausgänge für Zubehör.

Das Display bildet mitsamt dem ersten Modul den zentralen Baustein
Das Display bildet mitsamt dem ersten Modul den zentralen Baustein

Unterhalb des ersten Moduls sollen weitere verbaut werden können, die über eine nicht beschriebene Schnittstelle miteinander kommunizieren können. Dabei kann es sich um vorgefertigte Bausteine handeln, explizit vorgesehen sind aber auch leere Gehäuse, die der Nutzer den eigenen Vorlieben entsprechend bestücken kann. Wie viele Module das System insgesamt verwalten kann und ob es andere Einschränkungen gibt, ist ebenfalls offen. Microsoft macht im Text jedoch klar, dass der einfache Wechsel der Module ohne Werkzeug und besondere Kenntnisse ein wichtiger Bestandteil des Systems sei.

Die Module sollen beliebig gestapelt und auch frei bestückt werden können
Die Module sollen beliebig gestapelt und auch frei bestückt werden können

Ob sich hinter dem im Sommer 2015 eingereichten Patentantrag der ernsthafte Versuch verbirgt, einen massentauglichen All-in-One auf den Markt bringen zu wollen, lässt sich derzeit nicht sagen. Gegenüber Ansätzen wie bei Acers Revo Build sticht bei dieser Idee vor allem das leere Modul hervor, das frei konfiguriert werden kann. Damit würde Microsoft weniger eigene Ressourcen für die Entwicklung der Bausteine binden und Nutzern gleichzeitig mehr Freiheiten einräumen.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Kommentare (4)

#1
Registriert seit: 16.06.2013

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 396
In der Theorie sollte man so eigentlich einen top Rechner haben können. Ist halt die Frage, ob Hardware sich auch im Display befinden wird. Aber selbst wenn nicht, sollte es natürlich reichen(?). Zumindest für nen aio könnte es dann wirklich beste Hardware enthalten.

Das größte Manko heutzutage ist ja eigentlich nur noch die Grafikkarte und die Aufrüstung. Insgesamt ist aber das Design mit am wichtigsten.
#2
Registriert seit: 19.01.2013

Bootsmann
Beiträge: 608
Ein AiO mit Standardkomponenten (somit fast alles tauschbar): https://www.originpc.com/landing/2016/omni/

Und mit dem Stapeln ist in meinen Augen so einen Sache. CPU + RAM ein Modul, GPU ein Modul und der Rest (HDD, ODD) je ein Modul. CPU und GPU direkt übereinander mit PCIe und der Rest per Thunderbold an CPU angeschlossen, so würde ich es zumindest machen. Aber dann sind alle Module wieder Spezialanfertigungen die mehr kosten. zudem müsste man vor dem PC stehen, wenn man mehrere HDDs verbaut^^
#3
Registriert seit: 16.06.2013

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 396
Der ist aber leider 32" und gebogen und damit auch sehr speziell. Aber es ist abzusehen, dass die Hersteller in Richtung kompakt tendieren.

Und ein so schönes System wie nen iMac, aber mit ner echten Grafikkarte und sogar fast komplett Auswechselbar? Ich finde es interessant. Und in der Theorie sieht man ja einem Mac mini etc die eigentlich vollwertig sind, abseits der Grafikkarte - so was dann als Standfuß für den Bildschirm? Finde es nen guten Ansatz.

Ist halt die Frage, wie es aussieht, aber sieht es gut aus und man kann seine Sachen einbauen, dann werden durchaus ein paar Leute, die keine 3 980 ti brauchen eventuell umschwenken.
#4
Registriert seit: 17.09.2009

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 387
Wo ist da jetzt der patentierbare Teil? Ich sehe einen Monitor mit einem erweiterbaren Gehäuse darunter.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Gigabyte GB-BNi7HG6-1060: Kleiner Schreihals mit Kaby Lake und GeForce GTX 1060...

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2017/GB-BNI5HG6-1060/GIGABYTE_BRIX_VR_1060-TEASER

Müssen Kleinstrechner tatsächlich Abstriche bei der Spieleleistung machen und ein trostloses Dasein mit trister Optik hinter dem Monitor auf dem Schreibtisch fristen? Nein, hat sich Gigabyte gedacht und erst kürzlich das GB-BNi7HG6-1060 vorgestellt. Dieses setzt auf einen quaderförmigen Aufbau,... [mehr]

Buyer's Guide 2017: Bauvorschlag für einen 3.300-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/BUYERS_GUIDES17_HIGHEND-TEASER

Nach unseren beiden ersten Buyer's-Guide-Rechnern für 750 und 1.650 Euro, legen wir eine weitere Schippe obendrauf und verdoppeln unser Budget abermals. Im dritten und letzten Teil dieser Artikelserie bauen wir einen Spielerechner für rund 3.300 Euro und prüfen in unseren Benchmarks, was mit... [mehr]

Buyer's Guide 2017: Bauvorschlag für einen 1.600-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/BUYERS_GUIDES_2017_MITTELKLASSE-TEASER

Nach dem ersten Teil unserer diesjährigen Buyer's Guides, welchen wir gestern veröffentlichten, erhöhen wir nun das Budget von 750 auf rund 1.600 Euro um mehr als den Faktor 2 und verbauen noch einmal deutlich schnellere Komponenten. Statt eines Ryzen-Prozessors von AMD verwenden wir nun einen... [mehr]

Dubaro Gamer PC XXL MSI Edition im Test: Günstiger als im Eigenbau

Logo von IMAGES/STORIES/2017/DUBARO_GAMER_PC_XXL_TEST

Gaming-PCs von der Stange kommen für einen Großteil unserer Leser nicht in Frage. Zu gering ist die Auswahl der Komponenten, um sie auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden einzelnen anpassen zu können, zu teuer ist der Aufpreis für den Zusammenbau und den etwaigen Support im Falle... [mehr]

MSI Nightblade MI3: Erster Gaming-PC mit Intels Optane-Technik im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/2017/MSI-NIGHTBLADE-MI3-OPTANE/MSI_NIGHTBLADE_MI3_OPTANE-TEASER

Als einer der ersten Hersteller überhaupt verbaut MSI in einem seiner kompakten Gaming-PCs Intels Optane-Technik, welche herkömmliche SSDs durch eine Kombination aus schnellem 3D-XPoint-Speicher und einer Festplatte sowie einer intelligenten Software-Lösung verdrängen soll. Ob das gelingt und... [mehr]

Buyer's Guide 2017: Bauvorschlag für einen 750-Euro-Rechner

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2017/BUYERS_GUIDES_2017_MITTELKLASSE-EINSTEIGER

Zum dritten Mal in Jahresfolge und damit mit einer gewissen Regelmäßigkeit präsentieren wir im Rahmen unserer diesjährigen Buyer's Guides wieder drei Spielerechner für unterschiedliche gefüllte Geldbeutel, welche mit Komponenten bestückt sind, die von der Hardwareluxx-Redaktion für gut und... [mehr]