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AMDs Project Quantum - ein exotischer Kompakt-PC mit zwei Fiji-GPUs

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AMDs taufrische Fiji-GPUs versprechen eine hohe Performance - und dass AMD willens ist, die neuen GPUs kreativ einzusetzen, hat schon die winzige Radeon R9 Nano bewiesen. Miniaturisierung ist auch das Thema für ein weiteres Fiji-Produkt - den Mini-PC Project Quantum.

Dass AMD Hoffnungen in das Thema Virtual Reality setzt, ist keine neue Erkenntnis. Mit LiquidVR wird sogar eine eigene VR-Technologie entwickelt. Doch VR-Berechnungen setzen ein leistungsstarkes System voraus. AMD hat sich hingesetzt und einen PC geschaffen, der leistungsstark und futuristisch sein soll. Entstanden ist Project Quantum, AMDs eigener Mini-PC. AMD geht offenbar davon aus, dass der PC der Zukunft kompakt ausfallen wird. Dadurch wird es aber schwieriger, leistungsstarke Hardware ausreichend zu kühlen. Project Quantum begegnet dieser Herausforderung mit einem außergewöhnlichen Aufbau. Das Gehäuse des Mini-PCs unterteilt sich in zwei Hälften. Die untere Hälfte nimmt ein spezielles Mini-ITX-Mainboard mit AMD-Prozessor und gleich zwei Fiji-GPUs auf. Die GPUs sollen nicht in Form von zwei Grafikkarten, sondern in Form einer Dual-GPU-Platine verbaut werden - das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass eine Dual-GPU-Lösung mit Fiji-GPUs erwartet werden kann. Die genauen Spezifikationen dieser Grafiklösung sind noch nicht bekannt, die Performance sollte aber extrem ausfallen. In diesem unteren Segment werden hitzige Komponenten mit Wasser gekühlt.

Das zweite, optisch scheinbar schwebende Obersegment nimmt den Radiator und weitere Bestandteile für die Wasserkühlung auf. Hier wird die Wärme der GPUs und des Prozessors an die Umgebungsluft abgegeben. Dass AMD Project Quantum als Premiumlösung konzipiert, wird auch an dem Aluminiumgehäuse deutlich. Äußerlich wird das Leichtmetall schwarz lackiert. Die Innenflächen zwischen den Segmenten bleiben aber silbern glänzend und reflektieren so das Muster, dass rote LEDs durch das Lüftergitter werfen. 

Wie genau sich AMD die Vermarktung von Project Quantum vorstellt, ist noch unklar. Auch sind viele Fragen zum Innenleben noch offen. Bemerkenswert ist der Dual-GPU-Mini-PC aber auch so schon. Sollte AMD tatsächlich eigene, leistungsstarke Mini-PCs für Spieler bzw. auch die VR-Berechnung auf den Markt bringen, wäre das eine ganz neue und so auch überraschende Entwicklung.  

Update: Im Netz kursieren bereits Bilder der mutmaßlichen Dual-GPU-Grafikkarte. Zur Stromversorgung der Grafikkarte dienen neben der PCIe-Schnittstelle zwei 8-Pin-PCIe-Anschlüsse. Innerhalb des Project Quantum dürfte die Grafikkarte per Riserkarte mit dem Mainboard verbunden werden.

AMD Fiji X2

 

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Kommentare (18)

#9
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Registriert seit: 12.05.2013

Vizeadmiral
Beiträge: 6675
Naja keine AMD CPU reicht und die 2 Fijis zu befüttern, und Zen Prozessoren sind für den Prototypen wohl nicht nicht vorhanden!^^
Ist natürlich schon etwas...

Aber das Kühldesign sieht interessant aus!
#10
Registriert seit: 12.05.2010
@ Home
Matrose
Beiträge: 18
Sieht interessant aus…. Aber:
Video bei 2:11 – 2:19 min sind der Kühler und die Simulation doch nur für eine GPU? Wäre für mich bei einer FuryX nicht so schlimm.
Videos bei 1:44 min mit dem riesen Klotz als externes Netzteil? Das wäre allerdings schlimm.
Auch halte ich es für unwahrscheinlich das der 180mm Radiator reicht um alle Komponenten bei annehmbarer Lautstärke ausreichend zu kühlen.
Möchte aber hinzufügen das ich mich hoffentlich irre und das System leise, gerne auch mit "nur" einer Grafikkarte und internem Netzteil zu einem vernünftigen Preis kommt.
#11
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11471
Lautstärke wird sich zeigen...
Das NT bekommt man da aber natürlich nicht rein. Es muss ja mindestens 500W bei einer GPU und ~700-800W bei zweien liefern!

Interessantes Projekt!
#12
Registriert seit: 18.02.2013

Stabsgefreiter
Beiträge: 369
Eine wirklich exotische Kühllösung und ein interessantes Konzept. Allerdings sehe ich das Problem ganz klar im externen Netzteil! Damit ist das Volumen des Rechners wieder etwas groß.
Von der Kühlkonstruktion ist der Apple Mac Pro dennoch wesentlich eleganter: Keine Wasserkühlung und damit auf lange Zeit keine Zuverlässigkeitsprobleme und vor allem wesentlich günstiger herzustellen. Zudem ist das interne Netzteil wesentlich kleiner als hier das externe (logischerweise, da ein Gehäuse ebenfalls Volumen wegnimmt).
#13
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Registriert seit: 02.12.2004
Leipzig
[online]-Redakteur
Beiträge: 3821
Kurz zur Erklärung - die Angaben zum AMD-Prozessor und zur Dual-GPU-GraKa stammen von techpowerup und wccftech.com. Möglicherweise ist das auch das, was AMD anvisiert und der Prototyp wurde aus pragmatischen Gründen abweichend bestückt - wird man abwarten müssen, wie sich das entwickelt.
#14
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 964
Zitat Stefan 0815;23586858
Von der Kühlkonstruktion ist der Apple Mac Pro dennoch wesentlich eleganter: Keine Wasserkühlung und damit auf lange Zeit keine Zuverlässigkeitsprobleme und vor allem wesentlich günstiger herzustellen.
a) keine ahnung wie du auf die Idee kommst das eine Wasserkühlung längerfristig Zuverlässigkeitsprobleme bedingen soll. Und b) der Vergleich mit einem Mac Pro ist unsinnig das Ding hat hauptsächlich Notebookkomponenten verbaut und besitzt nur einen winzigen Bruchteil der Rechenleistung. Und einen noch winzigeren Bruchteil der potentiellen Abwärme. Das kann man nichtmal im Ansatz vergleichen.
#15
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Registriert seit: 09.11.2009
(Nord-)Baden
Kapitänleutnant
Beiträge: 1707
Seit wann sind im Mac Pro Notebook Komponenten? Glaube du verwechselst da mit dem Mac Mini.
Das Mac Pro besitzt immerhin zwei 280X und einen Xeon mit bis zu 12 Kernen...
#16
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11471
Zitat Stefan 0815;23586858
Eine wirklich exotische Kühllösung und ein interessantes Konzept. Allerdings sehe ich das Problem ganz klar im externen Netzteil! Damit ist das Volumen des Rechners wieder etwas groß.

Naja, dafür kann man es einfach unter dem Tisch oder sonstwo verstauen ;)
#17
Registriert seit: 22.11.2006
Giessen
Oberbootsmann
Beiträge: 964
Zitat Chiller3333;23587914
Seit wann sind im Mac Pro Notebook Komponenten? Glaube du verwechselst da mit dem Mac Mini.
Das Mac Pro besitzt immerhin zwei 280X und einen Xeon mit bis zu 12 Kernen...
Mein Fehler, ich hatte gedacht die verbauten Fire Pro seien Mobile Modelle die in dieses Ding geklatscht wurden. wie kommst du auf 280x? Weil die Fire Pro D700 die gleiche anzahl an Streamprozessoren besitzen? Haben die den auch den gleichen Takt etc?
#18
Registriert seit: 18.02.2013

Stabsgefreiter
Beiträge: 369
Es geht ja nicht direkt darum die einzelnen Komponenten miteinander zu vergleichen. Der Macpro ist vom Release ja schon ein alter Hase.
Mir ging es darum, dass der TDP des gesamten Macpro System hoch genug liegt, um viel Spielleistung zu erreichen und die Kühlung dennoch leise und effektiv und ebenso platzsparend zu gestalten. Ich meine dort ist ebenfalls ein 500W Netzteil verbaut.
Die G4 Serie von Apple hatte mal Wasserkühlungen verbaut, nach einigen Jahren sind viele davon korrodiert.
Auch in Workstations sind Wasserkühlung relativ selten anzutreffen obwohl dort mittlerweile die Lautstärke auch ein wichtiges Kriterium ist. In anderen Gebieten verwedet man Wasserkühlungen auch nur dann wenn es wirklich nötwendig ist.

Für die Zielgruppe des Systemes ist die Wasserkühlung aber einfach ein weiteres "non Plus Ultra" kaufargument, und das ist auch ok so!
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