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12V-2x6

MSIs Stecker rutschen raus, Dell sorgt für Verriegelung

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MSIs Stecker rutschen raus, Dell sorgt für Verriegelung
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Beinahe täglich ließe sich über neue Fälle überlasteter 12VHPWR/12V-2x6-Anschlüsse berichten. Der X-Account von UNIKO's Hardware sammelt die Meldungen aus dem Netz in regelmäßigen Abständen bzw. ebenfalls beinahe täglich.

Eine Fehlerquelle neben der mangelhaften Auslegung des Steckers selbst ist eine fehlerhafte Installation seitens der Nutzer. Der Stecker muss korrekt und ausreichend weit in die Buchse eingesteckt werden. Zwar besitzt der Stecker auch eine Arretierung bzw. eine Verriegelung, diese ist aber nicht in jedem Fall ein ausreichender Indikator dafür, dass der Stecker korrekt eingesteckt wurde. Einige Hersteller behelfen sich mit einer farblichen Markierung. So wählt MSI eine auffällig gelbe Farbe für die Pins (siehe Bilder im Test der MSI GeForce RTX 5090 Lightning Z), die in die Buchse sollen. Das Gelb muss vollständig verschwinden und darf nicht mehr sichtbar sein. Dann sollen Stecker und Buchse korrekt miteinander verbunden sein.

Nun aber gibt es einige Berichte dazu, dass die Stecker von MSI nicht dauerhaft in dieser Position verbleiben. Sie sollen über den Betrieb, womöglich durch leichte Vibrationen und Temperaturzyklen, langsam aus dem Stecker wieder herausrutschen. Schäden in Form einer Überhitzung oder dergleichen soll es aber noch nicht gegeben haben.

Um ein Herausrutschen des Steckers zu verhindern, geht Dell offenbar neue Wege. Ein Test eines Komplettsystems von Dell durch die japanische Webseite Chimolog offenbart, dass der Hersteller hier auf einer GeForce RTX 5070 Ti ein Adapterkabel von 12V-2x6 auf 2x 8-Pin verwendet, welches über eine mechanische Verriegelung verfügt. Das Adapterkabel samt Verriegelung stammt vom PC-Zulieferer Amphenol.

Der Amphenol-Adapter setzt auf eine mechanische Verriegelung, die sich über eine groß ausgeführte Lasche wieder lösen lässt. Diese Lösung wirkt konstruktiv robuster als die bislang üblichen Stecker. Die zwölf Leitungen für die Stromversorgung werden einzeln zur Seite herausgeführt, sodass die als potenzielle Fehlerquelle identifizierten großen Biegeradien starrer Kabelbündel gar nicht erst entstehen. Eine definierte Verriegelung des Kabels kann zudem dazu beitragen, Beschädigungen beim Transport zu reduzieren.

Die Problematik rund um die 12V-2x6-Anschlüsse wird uns so lange begleiten, wie es Grafikkarten gibt, die nahe an der Auslegung des Standards von 600 W betrieben werden. Die Wahrscheinlichkeit eines Defekts nimmt mit der Leistungsaufnahme der Grafikkarte zu. Selbst Karten mit nur 300 W haben schon Probleme mit dem 12V-2x6-Anschluss bekommen. Allerdings ist die Häufigkeit hier geringer, als bei Karten, die 500 oder gar 600 W verbrauchen.

Alles, was nun an Lösungen zur Arretierung oder als Indikator zur Anzeige des korrekten Einsteckens angeboten wird, sind nur Pflaster auf das Problem der falschen Auslegung. Zudem hat sich ein Markt an Zusatzhardware entwickelt, welche der Überwachung dient. Mit dem Aqua Computer Ampinel und dem Thermal Grizzly WireView Pro II schauen wir uns aktuell zwei dieser Lösungen etwas genauer an.

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