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EVGA: Peaks im RPM-Signal nicht das eigentliche Problem

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evga-rtx-3090-ftw3Vor etwas mehr als zwei Wochen sorgten diverse Meldungen für einiges Aufsehen, die von defekten Grafikkarten sprachen, nachdem oder während die Beta von Amazons New World gespielt wurde. Amazon sorgte schnell für einen Patch, der die FPS im Menü limitierte, was vermutlich der Grund für die Schäden an bestimmten Karten war. Besitzer der Varianten der GeForce RTX 3090 und auch GeForce RTX 3080 von EVGA waren am Ende die Leittragenden. Auch wenn es Meldungen zu Defekten an anderen Karten gab, sind diese wohl unter dem "normalen Verlust durch Defekte" zu verbuchen, die ständig auftreten.

Einige Tage später meldete sich EVGA zum Umfang und der Art und Weise, wie man mit diesem Problem umgeht. Für Europa gab es einen einstelligen Bereich an Fällen, in den USA sollen sich die Zahlen im niedrigen zweistelligen Bereich bewegt haben. In Anbetracht der Vielzahl an Karten, die EVGA verkauft hat, kann man also nicht von einem großflächigen Auftreten von Defekten sprechen. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ärgerlich, wenn Karten im Preisbereich von 1.500 bis 2.500 Euro durch einen unverschuldeten Defekt das Zeitliche segnen. Auch wenn EVGA versucht die wenigen Fälle schnell und möglichst unkompliziert zu bearbeiten, gab es hier offenbar auch so manches Problem.

Aber noch immer ist nicht bekannt, welcher Defekt an den Karten nun genau aufgetreten ist. Kollege Igor Wallossek vermutete eine fehlerhafte Lüftersteuerung und tatsächlich scheinen einige Modelle von EVGA unter bestimmten Bedingungen seltsame Signale zur Drehzahl der Lüfter zu vermelden. Programme wie GPU-Z und der MSI Afterburner vermelden entsprechend kurzzeitig RPMs von zig tausend Umdrehungen pro Minuten, was natürlich nicht sein kann.

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Entsprechend gibt es nun diverse Nutzer einer GeForce RTX 3090 und GeForce RTX 3090 von EVGA, die genau dieses RPM-Signal als möglichen Anzeichen für einen Defekt sehen und entsprechend Angst haben, dass ihre Karte ebenfalls in Kürze gänzlich aufgeben könnte.

Jacob Freeman, Product Management Director bei EVGA, äußerte sich nun dazu und gibt Entwarnung. Freeman zufolge ist ein Rauschen auf dem I²C-Bus die Ursache für das fehlerhafte RPM-Signal. Das hauseigene Precision-Programm filtere dieses fehlerhafte Auslesen heraus, andere Programme tun dies jedoch nicht und dementsprechend gibt es die Anzeigen mit mehreren tausend RPM an manchen Lüftern. Ein Firmware-Update für die Karten soll dieses Problem in Kürze beheben.

Die "Fehleranalysen" schlussfolgerte bislang, dass ein fehlerhafter oder im Design schlecht integrierter PWM-Controller das Problem für dieses Signal sein könnte und damit ließen sich auch die Defekte der Karten erklären. Aber noch einmal: Laut EVGA ist dies nicht der Fall. Dies kann das Rauschen auf dem Bus und das fehlerhafte Auslesen natürlich nicht entschuldigen. Beim Design sollte bereits darauf geachtet werden, dass so etwas nicht passiert. EVGA war das Problem bekannt, sonst hätte man es in der eigenen Precision-Software nicht herausgefiltert.

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Wir haben explizit nachgefragt, ob das Auslesen des hohen PWM-Signals ein Indikator für einen Defekt der Karten im Zusammenhang mit New World sein könnte. Freeman bestätigte uns gegenüber noch einmal, dass es sich ausschließlich um ein Problem mit dem RPM-Signal handele, welches keinerlei weitere Auswirkungen habe. Die Defekte im Zusammenhang mit New World analysiere man noch.

Berichte, extreme Peaks im RPM-Signal seien also die Ursache für die Defekte, sollten weiterhin mit Vorsicht genossen werden. Wir sind in Gesprächen mit EVGA und warten natürlich auch auf das Ergebnis der Analyse.

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