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NVIDIA verdreifacht die Prognose für sein Mining-Geschäft (Update)

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nvidiaIm Rahmen der GPU Technology Conference gibt NVIDIA immer einen Ausblick auf die eigenen Geschäftszahlen, bzw. informiert Anleger und Analysten auf einem eingebetteten Investor Day. Zunächst einmal hat man dabei angekündigt, den im Februar gegebenen Ausblick für das erste Quartal 2022 (NVIDIAs Zählweise ist dem Kalenderjahr hier ein Jahr voraus) korrigieren zu müssen. Statt eines Umsatzes von 5,3 Milliarden US-Dollar wird dieser womöglich deutlich höher ausfallen.

Als Grund nennt NVIDIA die anhaltend starke Nachfrage in allen Produktkategorien. "Wir erwarten, dass die Nachfrage weiterhin das Angebot für einen Großteil dieses Jahres übersteigen wird." – so Colette Kress, CFO von NVIDIA. Damit geht NVIDIA nicht davon aus, dass es eine Entspannung in der angespannten Liefersituation und den damit verbundenen hohen Preisen geben wird. Einige Hersteller hatten sich in jüngster Vergangenheit in dieser Hinsicht positiv geäußert und erwarteten ab dem zweiten Halbjahr eine leichte Entspannung der Situation. Bei NVIDIA schätzt man dies offenbar anders ein.

Zudem erhöht NVIDIA die Prognose für den Umsatz der Mining-spezifischen CMP-Produkte. Deren Umsatz wurde ursprünglich für das erste Quartal mit 50 Millionen US-Dollar erwartet. Nun geht NVIDIA von 150 Millionen US-Dollar aus. Diese 50 und nun 150 Millionen US-Dollar beziehen sich allerdings wie gesagt ausschließlich auf die CMP-Produkte.

Zur Bekanntgaben der Quartalszahlen für das Q4 im Februar äußerte sich NVIDIA im Hinblick auf den Mining-Anteil beim GeForce-Geschäft und sprach von etwa 100 bis 300 Millionen US-Dollar aus den insgesamt fast 2,5 Milliarden US-Dollar Umsatz. Zu den nun 150 Millionen US-Dollar für das erste Quartal kommen noch einmal mindestens die von NVIDIA genannten 300 Millionen US-Dollar hinzu. Der GeForce-Anteil am Mining-Geschäft dürfte jedoch nur schwer abzuschätzen sein, wenngleich es NVIDIA möglich sein sollte, hier einen groben Anteil abzuschätzen.

Insgesamt fällt NVIDIA mit einer deutlich offeneren Kommunikation und realistischeren Einschätzung der Situation auf. Dennoch wird es weiter Kritik geben, beispielsweise aufgrund der zu laschen Umsetzung einer Mining-Bremse bei der GeForce RTX 3060.

Update:

Bereits mehrfach betonte NVIDIA, dass der Start der GeForce-RTX-30-Serie in Stückzahlen deutlich über dem gelegen hat, was man für die vorherigen Generationen vorgesehen hat – und dennoch reicht es nicht aus, wie wir an der noch immer angespannten Situation sehen. Auf der Investoren-Konferenz, auf der der höhere Mining-Umsatz verkündet wurde, sprach NVIDIA auch über die Absatzzahlen der aktuellen Ampere-Generation.

Ohne konkrete Zahlen zu nennen, sprach der GPU-Hersteller von einer mehr als zweifachen Steigerung bei den Stückzahlen. Die Spanne zwischen Pascal und Turing zu Ampere soll sich sogar noch vergrößern, so dass die ausgelieferten Karten diesen Faktor zwei noch übertreffen dürften.

Aber wie oben erwähnt erwartet NVIDIA für dieses Jahr wohl keine merkliche Entspannung am Markt – egal wie hoch die ausgelierten Stückzahlen offenbar sind.