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Antminer F3 als Ende des Ethereum-Mining mit Grafikkarten

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bitmainNoch immer sind die Preise bei den Grafikkarten recht hoch. Eine Radeon RX Vega 56 kostet 750 Euro und mehr, für die größere Radeon RX Vega 64 werden sogar weiterhin fast 900 Euro aufgerufen. Auch wenn die Preise sich leicht entspannt haben, so setzten sie sich auch in der Mittelklasse und im Low-End in dieser Weise fort und liegen deutlich über den Einführungspreisen. Gleiches gilt natürlich auch für Grafikkarten mit NVIDIA-GPU und so liegt eine GeForce GTX 1080 Ti bei 900 Euro und eine GeForce GTX 1060 mit 6 GB GDDR5 kostet etwa 350 Euro – fast 100 Euro mehr als bei der Einführung dieser Karte.

Eine der wenigen guten Nachrichten für alle Spieler, die eine Anschaffung einer neuen Grafikkarte planen, kommt nun aus dem Bereich der ASIC-Miner. Offenbar soll der Antminer F3 von Bitmain mit ASICs ausgestattet sein, die Ethereum schürfen können. Bisher ist kein solcher ASIC bekannt, zumal das Ether noch immer recht effektiv von Grafikkarten geschürft werden kann. Ein ASIC (Application Specific Integrated Circuit) könnte dies ändern – wenn die Angaben, die aus China stammen, denn stimmen.

Diesen zufolge soll der Antminer F3 mit 18 ASICs ausgestattet sein. Jedem ASIC stehen 4 GB an DDR3-Arbeitsspeicher zur Verfügung, so dass der Antminer F3 auf insgesamt 72 GB Speicher kommt. Bei einer Leistungsaufnahme von 800 W sollen eine Rechenleistung von 200 MH/s für Ethereum erreicht werden. Dies entspricht genau 4 W/MH und damit läge der Antminer F3 auf einem Niveau, welches auch mit einer optimierten Radeon RX Vega 64 zu erreichen ist. Eine GeForce GTX 1060 und 1070 verbraucht optimiert sogar nur etwas mehr als 3 W/MH – ist demnach effektiver. Um 200 MH/s zu erreichen, benötigt man allerdings auch fünf Radeon RX Vega 64 bzw. fast sieben GeForce GTX 1070. Der Effizienz auf der einen Seite, steht demnach die Leistung des Miners auf der anderen entgegen. Wie immer spielt dann natürlich der Preis für die Anschaffung eine Rolle. Fünf Radeon RX Vega 64 kosten hierzulande mehr als 4.000 Euro, wie teuer der Antminer F3 sein wird, ist derzeit nicht bekannt.

Es ist aber fraglich, ob man einen solchen dedizierten Hardware-Miner überhaupt in die Finger bekommt. Nach Einführung sind sie häufig erst nach Monaten lieferbar und dann könnte die Kostenrechnung schon wieder eine ganz andere sein – weil sich die Preise der Kryptowährung anders als erwartet entwickelt haben oder weil die Schwierigkeit des Algorithmus für das Mining angestiegen ist.

Ob die Preise für Grafikkarten sich durch die Einführung eines ASIC-Miners für Ethereum ändern werden, bleibt abzuwarten. Bitmain soll die ASICs seit Februar bei TSMC fertigen lassen, wo man inzwischen in größerem Umfang bestellt, als dies beispielsweise NVIDIA tut. Der Antminer F3 soll ab April verfügbar sein. Änderungen im Ethereum-Netzwerk bzw. der Art und Weise wie die Blockchain behandelt wird, könnten Bitmain aber einen Strich durch die Rechnung machen.