1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Festplatten und SSDs
  8. >
  9. Kaum Änderungen für den privaten Nutzer: NVMe 2.0 macht dennoch alles anderes

Kaum Änderungen für den privaten Nutzer: NVMe 2.0 macht dennoch alles anderes

Veröffentlicht am: von

nvm-expressDie finalen Spezifikationen für NVM Express 2.0 (NVMe) wurden veröffentlicht. Gut zwei Jahre nach NVMe 1.4 bedeutet die Version 2.0 vor allem eine große Reorganisation des Protokolls, wenngleich es einige neue Funktionen gibt. Große Änderungen für den Endkunden einer SSD wird es nicht geben und bis wir erste SSDs sehen, die NVMe 2.0 unterstützen, wird es noch einige Zeit dauern. Alle SSDs mit Controllern, die PCI-Express 5.0 unterstützen, werden bis auf weiteres per NVMe 1.4 mit dem Host-System kommunizieren.

Eine große Erweiterung durch NVMe 2.0 betrifft das Erstellen von NVM Sets und Endurance Groups. Zwar ist dies schon Bestandteil von NVMe 1.4, kann dort jedoch nicht dynamisch angepasst und muss in der Firmware hardcodiert festgelegt werden. NVMe 2.0 bietet dahingehend mit Flexibilität zur Erstellung der NVM Sets und Groups, was vor allem dann eine Rolle spielt, wenn massive Datenspeicher per NVMe over Fabrics (NVMeoF) angebunden werden, die dann nicht als einzelnes Laufwerk behandelt werden sollen. NVMeoF funktioniert über eine direkte PCI-Express-Verbindung, aber auch per TCP und RDMA.

Darüber hinaus erweitert NVMe 2.0 die Command Sets. Die Controller nach NVMe 1.4 hatten zwar noch einige freie Commando-Blöcke, die vom Hersteller verwendet werden konnten, im Grunde aber war der Funktionsumfang von NVMe bereits ausgeschöpft.

Vor allem im Hinblick auf den Datacenter-Einsatz der SSDs bietet NVMe 2.0 einen nun erweiterten Funktionsumfang. Das 16 Bit CRC wird auf 32 und 64 Bit erweitert. Erweiterungen in der Kontrolle von mehreren Namespaces halten mit NVMe 2.0 ebenso Einzug.

NVMeoF kommt innerhalb von NVMe 2.0 eine wichtigere Rolle zu. Firmware-Updates, Zugriffe über mehrere Controller und das Power Management per NVMeoF sind hier einige wichtige Punkte, wie ein verbessertes Speichermanagement mehrerer Laufwerke im Datacenter.

Die NVM-Express-Spezifikationen teilen sich in eine Base-Spezifikation und zahlreiche Unter-Spezifikationen für die Transport-Protokolle, Command Sets und Namespace Command Sets auf. Allesamt sind diese auf https://nvmexpress.org zu finden.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Samsung SSD 980 PRO im Test: Mehr EVO als PRO

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/IMG_7578B

    Auch wenn die ersten SSDs mit PCIe4-Interface schon lange erhältlich sind, war vor allem Samsungs Veröffentlichung eines entsprechenden Massenspeichers mit Spannung erwartet. Der Branchenprimus, der durch insgesamt drei Versionen der SSD 970 (PRO, EVO, EVO Plus) immer noch als state of the art... [mehr]

  • Samsung SSD 870 QVO im Test: QLC überzeugt immer noch nicht

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_870QVO_02B

    Als vor knapp zwei Jahren mit der Samsung SSD 860 QVO eine der ersten QLC-SSDs den Hardwareluxx-Testparcours meisterte, war das Fazit noch sehr verhalten und wir mussten festhalten: QLC überzeugt noch nicht! Jetzt schickt Samsung die 870 QVO ins Rennen, um vieles besser zu machen und um auch mehr... [mehr]

  • Crucial P5 im Test: Crucials bisher schnellste SSD

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CRUCIAL_P5_01_504E6A975BA442AAA62BDCA85643D28A

    Geht es in unserem Storage-Forum um Empfehlungen für SSDs, fällt meist auch der Name Crucial: Gerade die MX500 für SATA oder die P1 mit QLC-Speicher können sich in ihren Segmenten einer gewissen Beliebtheit erfreuen. Dabei steht bei beiden Laufwerken ein gutes Preisleistungsverhältnis im... [mehr]

  • Synology ändert die Richtlinie zur Verwendung von Festplatten

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SYNOLOGY

    Mit der Markteinführung eigener Festplatten, unter der Artikelbezeichnung HAT5300, hat Synology eine Änderung ihrer Richtlinien zum Betrieb der größeren Enterprise-Produkte bekannt gegeben. Bisher war es bekanntermaßen so, dass Synology – ähnlich wie andere Hersteller – eine... [mehr]

  • Western Digital WD_Black SN850 im Test: Back in Black

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WD_SN850_100

    Zwar konnte uns die WD_Black AN1500 zuletzt noch etwas besänftigen, doch seit der gemeinsamen Ankündigung einer vollwertigen PCIe4-SSD aus dem Hause Western Digital war natürlich vor allem die SN850 das Objekt der Begierde. Nachdem die ebenfalls lang ersehnte Samsung SSD 980 PRO nicht unbedingt... [mehr]

  • Synology DSM 7.0: Ein erster Überblick

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SYNOLOGY-DS1621+

    Advertorial / Anzeige: Ein NAS ist nur so gut wie sein Betriebssystem - das mussten wir in Tests schon oftmals feststellen. Vorreiter der Integration von Funktionen und Optimierung seines Betriebssystems ist Synology. Längere Zeit musste auf eine Aktualisierung des DiskStation Manager (DSM)... [mehr]