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Q1 2019: Hersteller verkaufen ein Fünftel weniger Festplatten

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wd100efaxWie jetzt bekannt wurde haben diverse Festplattenhersteller im ersten Quartal des aktuellen Jahres knapp ein Fünftel weniger Festplatten verkauft als noch im Vorjahr. Somit fiel der Absatz um knapp 19 %. Insgesamt ist es Seagate, Toshiba und Western Digital gelungen, 77 Millionen HDDs an den Mann, bzw. die Frau zu bringen. Allerdings zeigte der Vergleich mit dem Vorjahr, dass Western Digital den größten Rückgang beklagen musste. Der US-amerikanische Festplattenhersteller verzeichnete inklusive der verkauften Einheiten von HGST einen Rückgang von 25 %. Insgesamt verkaufte das Unternehmen 27 Millionen Festplatten.

Der japanische Hersteller Toshiba hingegen beklagte lediglich ein Minus von 9,3 %. Insgesamt konnten die Japaner 18,7 Millionen Einheiten unter die Leute bringen. Spitzenreiter bleibt weiterhin Seagate. Das älteste und größte Unternehmen der unabhängigen Festplattenhersteller verkaufte jedoch 13,4 % weniger Festplatten als noch im Vorjahr. Der Marktanteil von Seagate liegt somit bei 41 %. Western Digital beherrscht 35 % des Marktes und Toshiba erreicht einen Marktanteil von 24 %. 

Des Weiteren wurden insgesamt im Desktop-Bereich vier Millionen und im mobilen Bereich sogar sechs Millionen Festplatten weniger verkauft. Somit scheint die Nachfrage im 2,5-, bzw. 3,5-Zoll-Bereich rückläufig zu sein. Allerdings beziehen sich diese Zahlen nur auf den Privatkundenmarkt. Im Enterprise-Sektor konnten die Verkaufszahlen um eine Million gesteigert werden.

Somit scheinen die Preise gerade im Privatkundenmarkt weiter zu fallen. Da die RAM-Preise aktuell ebenfalls kontinuierlich sinken, dürfte das eine oder andere Upgrade an der eigenen Hardware kostengünstiger werden als zuerst angenommen. Ob die Festplattenpreise ein Allzeittief erreichen werden, bleibt abzuwarten. Sollten die Verkaufszahlen jedoch weiter rückläufig bleiben, dürfte es aufgrund des Überangebots der Hersteller zu Preisreduzierungen kommen.

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Kommentare (12)

#3
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Admiral
Altweintrinker
Beiträge: 25502
Ich bräuchte mehr Speicherplatz und kenne viele, denen es so geht. Nur geht denen, wie mir auch, die Stagnation bei der Preisentwicklung tierisch auf die Nerven.
8TB extern von WD mit HGST White drin (He10 basierend) kostet mal eben die Hälfte, als ein vergleichbares Laufwerk so gekauft. Was soll das denn?

Es nervt einfach nur unglaublich, was da am Markt los ist. Heute ist externe HDDs auffrickeln und PINs abkleben wohl der einzige Weg, einigermaßen gute HDD Preise & Ware zu bekommen.

An all die Großen wird der Kram dann verschleudert. Welch Wunder das der Absatz bei Privatkunden zurück geht ...
#4
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Lesertest-Fluraufsicht
Beiträge: 6548
An Speicherplatz komme ich kaum vorbei. Würde ich den Speicherplatz den ich habe auf SSDs migrieren müsste ich da definitiv zu viel investieren. Ich denke das Platten für puren Storage (Ext. Platten, NAS usw.) die nächsten Jahre einfach nicht wegzudenken sind.
#5
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Korvettenkapitän
Beiträge: 2221
Nachdem mir jetzt bestimmt schon die 10. externe HDD kaputt gegangen ist, habe ich jetzte auch mal in eine größere SSD investiert.

Nie wieder mechanischer Speicher...
#6
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Flottillenadmiral
Beiträge: 4217
Ich habe schon viele Jahre keine mechanische Platte mehr im PC verbaut, die sind für mich so antiquiert wie Disketten. Mich wundert dieser verlauf ganz und gar nicht, vor allem da ich kein Datenmessie bin.
#7
Registriert seit: 07.04.2017

Obergefreiter
Beiträge: 68
Für Datengräber oder Datenarchive eignen sich noch die Festplatten der Konventionellen art.
Es war aber auch abzusehen denn die Preise bei SSD sinken und werden irgendwann das Niveau der Konventionellen Platten erreichen.
Die Hersellung wäre dann so kostengünstig das Mechanische (Konventionelle) HDD sich nicht mehr Lohnen diese Herszustellen. Ich denke mal das wir das dann 2020 sehen werden.
Noch ist der Markt nicht fähig.
Preise für Speicher sinken insofern weil die Herstellung der Speicherchips mit denen der Chips für die SSD ähnlich bzw. verwandt sind.
Da können kosten in der Produktion eingespart werden und je mehr SSD auf dem Markt sind und Produziert wurden können so auch die folgenden Modelle günstiger Hergestellt werden.
Aber das Prozedere kennen wir in ähnlicher form bei den Pc Systemen seit Jahren.
Etwas setzt sich durch und schwupps das davor wird auf einmal sehr sehr billig Angeboten bis es vom Markt verschwindet.
Als Letztes noch zu den HDD modellen.
Wenn man viele Daten hat die man speichern will ,so ist eine Konventionelle immer noch billiger als eine SSD.
Brauche nicht zu erwähnen was eine 10 TB SSD oder 14 TB SSD kostet im Vergleich zu einer Konventionellen !

#8
Registriert seit: 07.10.2009
Bochum
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 479
Ich würde gerne mein NAS erweitern, aber die Preisstagnation bei HDDs hält mich davon ab. Eine WD Red 10 Tb kostet jetzt genau so viel wie zum Release vor 2 Jahren. Bei Seagate ähnlich. Wettbewerb gleich null. Meiner Meinung nach ein Fall für die Kartellämter, da haben sich zwei Duopolisten drauf geeinigt, sich gegenseitig nicht weh zu tun.
#9
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17945
Zitat
Des Weiteren wurden insgesamt im Desktop-Bereich vier Millionen und im mobilen Bereich sogar sechs Millionen Festplatten weniger verkauft. Somit scheint die Nachfrage im 2,5-, bzw. 3,5-Zoll-Bereich rückläufig zu sein. Allerdings beziehen sich diese Zahlen nur auf den Privatkundenmarkt. Im Enterprise-Sektor konnten die Verkaufszahlen um eine Million gesteigert werden.
Anderer Formfaktoren als 2.5" und 3.5" gibt es ja auch gar nicht mehr. Der Rückgang ist ja nur im Consumerbereich, auch wenn die 2.5" Enterprise HDDs (also die mit 10 oder 15krpm) derzeit gerade aussterben weil sie von SSDs verdrängt werden, so ist der 3.5" Bereich mit hohen Kapazität weiterhin für Enterprisekunden extrem attraktiv und daher steigen die Verkaufszahlen dort auch. Wichtiger als die Zahl der HDDs wäre es die Gesamtkapazität der ausgelieferten HDDs zu betrachten. Die ist bei den Enterprise HDDs sogar gestiegen: Nämlich von 73EB auf 88EB und damit um über 20%, während die Zahl der HDDs nur von so 10,5 auf 11,5 Millionen und damit um weniger als 10% gestiegen ist.

Zitat VorauseilenderGehorsam;26914310
Ich brauch keinen Speicherplatz mehr, das Meiste wird gestreamt
Und wo stehen wohl die Daten die gestreamt werden? In der Cloud nur ist das eben keine echte Wolke, sondern Rechnenzentren und da stehen längst nicht alle Daten auf SSDs, sondern viele auf HDDs und da eben vor allem auf den 3.5" mit sehr hohen Kapazitäten, weshalb es eben das Rennen um die höheren Kapazitäten gibt, auch wenn die für die meisten Privatanwender zu groß und zu teuer sind.

Die Anzahl der verkauften HDDs wird weiter fallen, sie werden in den Notebook immer mehr von SSDs verdrängt, was schon wegen mechanischen Empfindlichkeit von HDDs ja auch sinnvoll ist. Auch der typische Heimanwender der mit einem oder maximal 2TB auskommt, wird diese immer öfter als SSD realisieren, da ist dann nur noch das Backup auf einer HDD, sofern man nicht so leichtsinnig ist auf Backups zu verzichten, selbst wenn diese HDD dann ggf. im Rechenzentrum des Cloud Anbieters für das Backup steht.

Surfer74, der Marktanteil von Toshiba von inzwischen 24% belegt doch, dass es eben kein Duopol gibt. Außerdem ist die Behauptung die Preise wäre in 2 Jahren nicht gefallen, einfach komplett falsch, wie die Preisentwicklung der Seagate IronWolf NAS HDD 10TB, SATA 6Gb/s (ST10000VN0004) zeigt. Vor 2 Jahren hat sie um die 370€ gekostet, jetzt ist sie für knapp unter 300€ zu haben und die Preisentwicklung der WD Red 10TB ging über die nicht ganz 2 Jahre die sie auf dem Markt ist, auch noch unten, vor 1½ Jahren, also im September 2017, hat sich noch durchweg über 355€ gekostet.
#10
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Korvettenkapitän
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@Holt: Danke für deine Ausführungen, wie in meinem Post schon geschrieben steht: ICH brauch keinen lokalen Speicherplatz mehr. Mehr hab ich damit nicht aussagen wollen.
#11
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
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Das wollte ich auch nur als Aufhänger nehmen, da viele denken nur weil sie keine HDDs mehr brauchen, würden diese gar nicht mehr gebraucht und damit überflüssig. Dies ist ein häufiger Irrtum, da eben die Daten in der Cloud letztlich doch in dem meisten Fällen auf HDDs liegen. Es erfolgt damit als eine Verschiebung von vielen eher kleinen HDDs bei den einzelnen Usern hin zu weniger HDDs mit hoher Kapazität bei den Unternehmen. Genau dies zeigen die Zahlen ja dann auch deutlich.
#12
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Da gebe ich dir natürlich recht. Wollte es auch nur noch einmal anmerken. :hail:
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