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Intels Optane SSD DC P4800X bekommt zweiten Port

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intel-optane-ssd-900pIntels Datacenter-Strategie zeigt sich nicht nur in den neuen Xeon-Prozessoren auf Basis der Cascade-Lake-Architektur, sondern im Optane DC Persistent Memory in den DIMM-Steckplätzen neben den Xeon-Prozessoren. Auch die Tatsache, dass Intel das komplette Speicher-Subsystem eines Servers unter seiner Kontrolle hat, ist ein fester Bestandteil der Strategie.

Wir haben die L1- bis L3-Caches innerhalb der Prozessoren, der besagte Optane DC Persistent Memory, die schnellen Optane-DC-SSDs und Intels neue 3D-NAND-SSDs – alles kann von Intel bezogen werden. Zur Strategie gehören auch die SSDs im Ruler-Format, die als Intel SSD D-5 P4326 (E1.L / Ruler) bis zu 1 TB in einem 1U-Server ermöglichen.

Ein kleines Detail gibt es zur Optane SSD DC P4800X: Um die Leistung und vor allem eine nahezu perfekte Verfügbarkeit gewährleisten zu können, bietet Intel einige Datacenter-SSDs bereits seit einiger Zeit mit zwei Ports an. Dies ist nun auch für die Optane SSD DC P4800X in der U.2-Variante der Fall.

Die Geschwindigkeit spielt dabei weniger eine Rolle, denn die Optane SSD DC P4800X erreicht in der PCI-Express-Variante bereits mehrere Gigabyte pro Sekunde für das Lesen und Schreiben von Daten. Als 2,5-Zoll-SSD mit U.2-Anschluss werden auch hier zur Anbindung bis zu vier PCI-Express-Lanes verwendet. Theoretisch müssen die Controller also erst einmal etwa 4 GB/s erreichen, um durch die vier PCI-Express-Lanes limitiert zu werden. Für einige SSDs ist dies bereits der Fall, für die Optane SSD DC P4800X in der Dual-Port-Version stellt dies aber nicht den entscheidenden Faktor dar.

Die Verwendung von zwei Ports hat an anderer Stelle aber große Vorteile. So gibt es zwei getrennte Wege an die Daten auf der SSD zu gelangen. Fällt eine der U.2-Verbindungen aus, sind die Daten über die zweite noch immer verfügbar. Da U.2-Anschlüsse Hot-Swappable sind, kann eine der Verbindungen im laufenden Betrieb gewechselt werden.

Je nach Anwendung ist die Optane SSD DC P4800X mit Dual-Ports also ein wichtiges Update für die Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten.

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17702
Zitat
Als 2,5-Zoll-SSD mit U.2-Anschluss werden auch hier zur Anbindung bis zu vier PCI-Express-Lanes verwendet. Theoretisch müssen die Controller also erst einmal etwa 4 GBit/s erreichen, um durch die vier PCI-Express-Lanes limitiert zu werden.
Nicht GBit/B sondern GB/s (Gigabyte/s), aber die sind ohne jeglichen Overhead abzuziehen, praktisch sind bei PCIe 3.0 x4 etwa 3,5GB/s. Pro Richtung, da PCIe vollduplex ist.
#2
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 31342
Danke für den Hinweis!
#3
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Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1192
Ich kapier das Produkt bis heute nicht. Entweder ich habe ein besonders kritisches Anwendungsgebiet, wo ich die Latenzen der Optane nutzen kann, aber eine RAM-Disc nicht möglich ist - oder ich brauchs nicht und fahre mit einer Evo plus genauso gut/besser. Mir fällt auf Anhieb kein Anwendungsgebiet ein, welches nicht durch andere Produkte mindestens genauso gut abgedeckt wird.
#4
Registriert seit: 26.07.2018

Obergefreiter
Beiträge: 128
Ja, Optane ist extrem speziell.
Nicht mal im "normalen" Hochleistungsbereich wird man großartig Verwendung dafür haben.
Die Szenarien sind sehr eng abgesteckt, dort aber ist Optane mit gewaltigem Abstand ohne Konkurrenz. Außerhalb dieser Nische ist eigentlich jedes andere Produkt besser geeignet oder zumindest (deutlich) kosteneffizienter.
#5
Registriert seit: 14.01.2010

keinmitleidfürdiemehrheit
Beiträge: 176
Storage Spaces Direct Cluster sind das perfekte Spielfeld für diese Technik.
Und das ist alles ander als nur eine Nische!
#6
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17702
Shevchen, die Optane stehen nicht wirklich in Konkurrenz zu einer 970 Evo Plus, dafür sind sie zu unterschiedlich. Die Optane sind vor allem für Serveranwender, die eben die hohen DWPD und die extrem hohe Performance bei gleichzeitigen Lese- und Schreibvorgängen sowie "im Steady State", die Optane kennt ja keinen Steady State, deren Performance bleibt auch nach Tagen des Dauerschreibens gleich, brauchen. Beides fällt bei Heimanwendern wohl in aller Regel flach, die hohen Schreibvolumen brauchen sie allenfalls bei der Nutzung als Cachelaufwerk, in den Steady State bekommen sie ihre SSD im Alltag auch nicht und daher können Heimanwender eigentlich nur von der geringen Latenz beim Lesen profitieren. Da ist der Vorteil aber bei den meisten Anwendungen dann am Ende so gering, dass sich die wenigsten Heimanwender wirklich eine Optane kaufen werden, da deren Preise eben leider sehr hoch sind.
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