> > > > Intel Optane 800: 3D-XPoint-Speicher kommt in den Consumer-Bereich

Intel Optane 800: 3D-XPoint-Speicher kommt in den Consumer-Bereich

Veröffentlicht am: von

intel-optaneIntel möchte seinen 3D-XPoint-Speicher nun auch im Consumer-Bereich anbieten und hat deshalb die neue SSD-Serie Optane 800P vorgestellt bzw. diese erweitert. Die neue Baureihe soll die bisherige Optane-Serie 900P nach unten hin ausbauen. Die SSD wird nur im M.2-Format erhältlich sein. Bei den Kapazitäten kann der Käufer zwischen 60 und 120 GB entscheiden. Im Vergleich zu heutigen SSDs fällt die Speicherkapazität damit deutlich geringer aus, doch dadurch könne Intel auch einen entsprechend günstigen Preis realisieren. 

Die Optane 800P wird über das PCI-Express-3.0-Interface an das System angebunden. Darüber sollen laut Intel beim Lesen bis zu 1.450 MB/s erreicht werden. Geschrieben werden die Daten hingegen mit 640 MB/s. Damit bietet die SSD-Serie keine Bestwerte, doch der 3D-XPoint-Speicher zeichnet sich auch vor allem durch eine geringe Latenz aus. Intel spricht beim Lesen von einer Latenz von 6,75 µs. Beim Schreiben gibt der Chipriese 18 µs an. Zufällige 4K-Zugriffe erledigt die Serie mit 340.000 IOPS beim Lesen und 140.000 IOPS beim Schreiben von Daten.

Sowohl der Speicher als auch der Controller stammen von Intel. Bei diesem Zusammenspiel soll eine garantierte Schreibleistung von 365 TB möglich sein. Intel gibt auf die Optane 800P deshalb auch eine Garantie von 5 Jahren. Der Preis für die 60-GB-Version liegt bei etwa 100 Euro. Für die doppelte Kapazität mit 120 GB müssen hingegen rund 190 Euro berechnet werden.  

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (10)

#1
customavatars/avatar128299_1.gif
Registriert seit: 29.01.2010
CH
Fregattenkapitän
Beiträge: 3051
Hab mir schon überlegt, eine Optane als Systemplatte zu holen zu der PM961. Aber "lohnt" sich das denn überhaupt? Ich meine, sind die Vorteile der schnellen Zugriffszeit und der hohen Übertragungsrate bei kleinen Blöcken und kurzer QD überhaupt relevant für "Normalo"Anwendungen wie Photoshop/Lightroom, Gaming etc?
#2
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17913
Schau Dir die Reviews an, da gibt es ja verschiedene, auch bei Anandtech, bei Tomshardware.com und bei TheSSDReview. Die Werte bei PCMark 8’s Storage test suite bei TheSSDReview sind beeindruckend, nur die 960 Pro 2TB schafft es von allen NAND basierten SSDs knapp vor die 800P 118GB.

Wie viel davon am Ende wirklich bzgl. der Start- und Ausführungszeit der Programme übrig bleibt, ist eine andere Sache, wenn das Laden sowieso nur 0,2s dauert und die Abarbeitung des Programmcodes oder die Verarbeitung der Daten (z.B. Entpacken) 1s, dann kann natürlich selbst eine Halbierung der Ladezeit auf 0,1s die Gesamtzeit nur von 1,2s auf 1,1s reduzieren, was dann kaum spürbar oder zumindest nur wenig beeindruckend sein wird. Ist es umgekehrt und das Laden dauer 1s aber die CPU braucht nur 0,2s um die Daten zu verarbeiten, dann wäre eine Halbierung der Ladezeit auf 0,5s eine Senkung der Gesamtzeit auf 0,7s und damit sehr deutlich spürbar. Es hängt also sehr vom System und der Nutzung ab was eine so schnelle SSD bringt.

Dazu muss man dann aber gerade bei den 800P sehen, dass diese nur in sehr kleinen Kapazitäten verfügbar sind, da werden also z.B. kaum viele Spiele drauf passen und da Du ein AM4 System hast und nur eine PCIe SSD voll anbinden kannst, wirst Du den Rest sonst wohl auf einer SATA SSD lassen müssen. Da wäre eine große PCIe SSD dann wohl die bessere Wahl.
#3
customavatars/avatar39948_1.gif
Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3038
Ne große Sata SSD reicht für Spieleinstallationen mehr als aus.
#4
Registriert seit: 22.07.2017

Korvettenkapitän
Beiträge: 2113
Mit der Optane 800P werde ich mich wohl nicht anfreunden können.
#5
customavatars/avatar178670_1.gif
Registriert seit: 20.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4885
@OSL Wayne ?
@TopiC Für ein paar VM ist die Kapazität zu klein. Dafür finde ich die Optane generell Interessant.
#6
Registriert seit: 01.08.2017
ganz im Westen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1330
Also kommt 3dXPoint doch endlich im M.2 Format.
Dass das so spät passiet ist,wundert mich. Der weltweite Verkauf dürfte da höher ausfallen, als bei der 900P.
Wo soll aber der Einsatzbereich sein, bei 58gb und 118gb?
#7
Registriert seit: 22.07.2017

Korvettenkapitän
Beiträge: 2113
Zitat butcher1de;26216349
@OSL Wayne ?


Habe diese im Focus Intel Optane SSD 900P 480GB Preisvergleich Geizhals Deutschland
#8
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17913
Mo3Jo3, schon die Optane Memory sind 3D XPoint SSDs im M.2 Formfaktor.
#9
Registriert seit: 01.08.2017
ganz im Westen
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1330
Ja, die sind aber wegen ihrer Größe kaum als traditionelles Laufwerk sinnvoll. Und HDD beschleuniger braucht heute kaum noch jemand. Selbst die 800p ist schon ziemlich knapp bemessen.
Die Optane M.2 waren glaube ich eher der Versuch, die Fertigung ohne zu großen Ausschuss zu optimieren. Als erstes Produkt in Massenfertigung mit der neuen Technologie.
#10
Registriert seit: 05.07.2010

Admiral
Beiträge: 17913
Die geringe Kapazität ist ein Problem, aber ich nutze eine 16GB (die hat in Wahrheit sogar nur 14,4GB und ich meine GB und nicht GiB) als Linux Systemlaufwerk in meinem Heimserver.
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Samsung SSD 860 QVO im Test: QLC überzeugt noch nicht

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_SSD_860_QVO

    Erst im Januar erneuerte Samsung sein Angebot an SATA-SSDs und sorgte so auch intern für Konkurrenz. Denn auch elf Monate später können die SSD 860 EVO und SSD 860 PRO noch mit vielen günstigen PCIe-Laufwerken mithalten, vor allem im Alltag. Nun reicht man mit der SSD 860 QVO ein... [mehr]

  • Intel SSD 660p im Test: Günstige SSD mit großen Schwächen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_SSD_660P

    Während die für den Massenmarkt konzipierten SSDs in Bezug auf die Transferraten nach und nach an die Grenzen des derzeit Machbaren stoßen, ging zuletzt auch der Preis pro Gigabyte zurück. Das lag vor allem an der inzwischen ausgereiften Fertigung von NAND-Flash mit 64 Schichten und... [mehr]

  • Intel SSD 760p 512 GB im Test: Dem Vorgänger klar überlegen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL_SSD_760P

    Intel und SSD bedeutete zuletzt in erster Linie hohe Preise in Verbindung mit fragwürdigem Nutzen für Privatanwender. Mit der SSD 760p richtet man sich aber endlich auch wieder dem Massenmarkt zu, der rund eineinhalb Jahre vom Vorgänger SSD 600p bedient worden ist. Die konnte seinerzeit im... [mehr]

  • Corsair Force Series MP510 im Test: Tempo trifft Haltbarkeit

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CORSAIR_MP510

    Im Januar 2017 sorgte Corsair mit der MP500 für eine kleine Überraschung. Denn die am Ende etwas zu teure SSD konnte es mit Samsungs seinerzeit aktuellen EVO- und PRO-Modellen aufnehmen. Rund eineinhalb Jahre später tritt die Force Series MP510 nun die Nachfolge an. Die soll abermals schneller... [mehr]

  • Toshiba OCZ RC100 im Test: Kleine SSD mit klaren Vorzügen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/TOSHIBA_OCZ_RC100_02

    Kompakt, nicht zu teuer, aber auch nicht zu langsam: Mit der OCZ RC100 bringt Toshiba eine NVMe-SSD in den Handel, die in vielerlei Hinsicht bewusst anders sein soll. Das ermöglicht dem Unternehmen zufolge das Ansprechen einer ganz bestimmten Zielgruppe. Denn so mancher wird nach wie vor von den... [mehr]

  • Seagate IronWolf ST14000VN0008 mit 14 TB im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/SEAGATE_IRONWOLF_14TB_REVIEWTEASER

    Nachdem seit kurzem erste Festplatten mit eine Kapazität von 14 TB von Western Digital und Toshiba auf dem Markt sind, hat nun auch Seagate nachgezogen und mit der IronWolf 14 TB sowie entsprechenden Modellen der Barracuda Pro, IronWolf Pro und SkyHawk-Serie gleich die ersten Modelle für den... [mehr]