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Bosch baut eigene Chipfabrik für Automobilbereich in Dresden für 1 Milliarde Euro

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boschBosch ist in vielen Geschäftsbereichen tätig und erweitert nun sein Engagement um ein weiteres. Wie das Unternehmen mitteilt, hat Bosch heute damit begonnen, eine neue Chipfabrik in Dresden zu bauen. Diese soll bereits ab 2021 ihre Arbeit aufnehmen. 

In der Produktion sollen vor allem Halbleiter für die Automobilindustrie von den Bändern laufen. Bosch zählt auch heute schon zu einem der größten Zulieferer der Automobilbranche und möchte diese Position wohl auch mit Blick auf die Digitalisierung beibehalten. "Halbleiter sind eine Schlüsseltechnik für die vernetzte Welt", so Jens Fabrowsky von Bosch.

Den Bau der Fabrik soll sich Bosch etwa 1 Milliarde Euro kosten lassen, womit dies laut Unternehmensangaben die größte Einzelinvestition seit der Gründung sei. Gleichzeitig erhält das Unternehmen etwa 200 Millionen Euro an Fördergeldern vom Bund sowie nochmals 100 Millionen Euro vom Bundesland Sachsen. Durch die Investition sollen insgesamt 700 neue Jobs in Dresden geschaffen werden.  

Bosch plant für die Produktion der Chips auf 300-mm-Wafer zurückzugreifen. Damit sei es möglich, besonders effizient und günstig Chips zu produzieren. Welche Strukturbreite der Hersteller dabei nutzen wird, hat man allerdings nicht verraten. 

Update:

Golem.de hat bei Bosch nachgefragt und ihnen wurde mitgeteilt, dass im Werk vorerst ASICs für Automotive im 130-nm-Verfahren produziert werden. Vermutlich erst nach 2021 wird Bosch die Größe der Wafern steigern und die Fertigung damit anfahren.

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 26.04.2006
Basel
Bootsmann
Beiträge: 660
Schön, dass auch mal etwas grösseres in D aufgemacht wird und nicht immer nur im asiatischen Raum!
#2
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Registriert seit: 06.11.2004
Hannover
Flottillenadmiral
Beiträge: 5141
Klasse! Ein Grund mehr Bosch Produkte zu kaufen.
#3
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12472
700 Jobs bei 300Mio Investition vom Staat ist ein eher bescheidenes Argument - schließlich könnte man damit jeden bis zum Lebensende versorgen, wenn er/sie das Geld (~420k) nicht gleich verprasst.
Aber gut, der erwartete, langfristige Umsatz ist sicher eher ausschlaggebend und spült die Steuereinnahmen wieder rein.
Die Fabrik dürfte auf I4.0 ausgerichtet sein, was Deutschlands größte chance in den nächsten Jahrzehnten ist.
#4
Registriert seit: 05.12.2010

Flottillenadmiral
Beiträge: 5297
So viel Wiese auf den Dächern. Da kann man auch schön Fußball spielen. :banana:

Ich frage mich, ob nicht vielleicht bald KI verwendet wird, um Fußball zu spielen. -> neue Motivation für bessere KI-Entwicklung XD
#5
Registriert seit: 30.04.2008
Civitas Tautensium, Agri Decumates
Leutnant zur See
Beiträge: 1095
Die Ansiedlung von AMD wurde in den 90ern auch stark unterstützt. War jeden Pfennig wert, AMD und GloFo haben im Laufe der Jahre 12 Mrd.$ investiert, weitere 1,5 Mrd.$ sind für den weiteren Ausbau beschlossen. Auch bei Bosch wird es sicher nicht bei der 1 Mrd.€ bleiben.

@DragonTear
Primäre Industriearbeitsplätze bedingen üblicherweise zwei, drei weitere und die Fab wird nicht nur einen Tag betrieben werden. Die 300 Mio.€ werden alleine die Einkommenssteuern locker wieder reinbringen, von Gewerbesteuern ganz abgesehen...
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