> > > > Audi Aicon: Concept Car zeigt autonome Zukunft ohne Lenkrad, Pedale und Scheinwerfer

Audi Aicon: Concept Car zeigt autonome Zukunft ohne Lenkrad, Pedale und Scheinwerfer

Veröffentlicht am: von

Audi selbst spricht nur von einem Concept Car. Doch der auf der IAA in Frankfurt gezeigte Aicon dürfte klare Hinweise darauf geben, wie die vollautonome Zukunft des Automobils aussehen wird. Interessant ist deshalb vor allem das, was nicht zu sehen ist. Denn nicht nur Lenkrad und Pedale fehlen, sondern auch Sicherheitsgurte und Airbags. Selbst auf klassische Scheinwerfer verzichtet man.

Letzteres dürfte dann auch das Erste sein, was irgendwann Einzug in die Serie halten wird. Anstelle der klar definierten Scheinwerfer an Front und Heck gibt es bei Aicon hunderte von Leuchteinheiten - Audi spricht von 3D-Pixeln. Die fungieren als Displays, die in der Theorie mit beliebigen Inhalten versehen werden können. Neben der Darstellung von Blinker, Rücklicht und Fahrtlicht ist auch die Darstellung von Informationen eine der Aufgaben. So könnten Außenstehende mit Symbolen oder Text vor Gefahren gewarnt oder auf Fahrmanöver hingewiesen werden. Wurden Fußgänger oder andere Verkehrsteilnehmer vom Fahrzeug erkannt, wird dies durch zwei Leuchtsegmente rechts und links des Grills angezeigt. Audi spricht in diesem Zusammenhang von Augen, die Blickkontakt aufnehmen.

Möglich soll der Verzicht auf klassische Scheinwerfer vor allem durch den autonomen Ansatz gemäß Level 5 werden. Dank Laser und Radar soll der Aicon Hindernisse rechtzeitig erkennen, was auch klassische Sicherheitssysteme wie Gurt und Airbag überflüssig macht. Unfälle sind nicht mehr vorgesehen.

Weitaus futuristischer wirkt allerdings der Innenraum. Der bietet Platz für vier Personen in Form einer Rückbank und zwei Einzelsitzen. Letztere lassen sich in Längsrichtung um 50 cm verschieben, was nicht nur für viel Platz, sondern auch einfaches Ein- und Aussteigen sorgen soll. Die Bedienung des Fahrzeugs erfolgt über mehrere Tochscreens, deren Position sich teilweise verändern lassen soll. Allerdings sollen Fahrgäste im Idealfall Befehle gar nicht per Finger erteilen. Stattdessen soll bereits vor Fahrtbeginn Audis elektronische Fahrzeugassistenz PIA die wichtigsten Einstellungen wie Temperatur und Sitzposition vornehmen. Andere Eingaben, beispielsweise für das Navigationssystem, können per Sprache erfolgen, eine Eye-Tracking-.Technik kommt ebenfalls zum Einsatz.

Sehr viel greifbarer erscheint das Antriebskonzept. Jedes der vier Räder ist mit einem eigenen Elektromotor verbunden, was in erster Linie Effizienz und damit auch die Reichweite verbessern soll. Die Gesamtleistung des 5,44 m langen und 2,10 m breiten Aicon gibt Audi mit 260 kW an, das maximale Drehmoment mit 550 Nm. Zwischen den Achsen speichert ein Festkörperakku die elektrische Energie, die für eine Reichweite von 700 bis 800 km genügen soll. Das Wiederbefüllen kann mit bis zu 800 V erfolgen, nach 30 Minuten soll ein Ladestand von 80 % erreicht werden können.

Was und wann einzelne Teile des Aicon Einzug in die Serie halten werden, ist noch völlig unklar. Die besten Chancen dürften Antrieb und Akku haben. So hat die Audi-Schwester Porsche erst vor wenigen Wochen eine 800-V-Ladesäule vorgestellt, mit dem E-Tron ist zudem für nächstes Jahr ein vollelektrischer Audi geplant.

Social Links

Kommentare (9)

#1
Registriert seit: 30.06.2007
bei Stuttgart
01010101
Beiträge: 815
Haben will ! :drool:
#2
Registriert seit: 09.12.2006
NRW
Flottillenadmiral
Beiträge: 5786
Solche Studien werden eh nie umgesetzt

Wenn ich kein Auto fahren will oder kann, dann rufe ich mir ein Taxi
#3
customavatars/avatar13256_1.gif
Registriert seit: 07.09.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 4926
Das Hauptproblem bei dieser Art Fahrzeugen wird eher sein, dass sich diese niemand wird leisten können (was den Preis noch weiter treibt...).

Machbar ist das alles schon jetzt, aber auf der Strasse wird es keiner von uns erleben.
#4
Registriert seit: 12.06.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1365
Da täuscht du dich aber gewaltig ;)


Ingenieur vom Advanced Computing Systems Division of IBM, 1968, zum Microchip

"Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt."

Nur mal als Beispiel was in 50 Jahren alles passiert. In spätestens 50 Jahren wird mindestens jeder Neuwagen autonom fahren und Autos ohne diese Technologie werden dann sowieso verboten.
#5
customavatars/avatar13256_1.gif
Registriert seit: 07.09.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 4926
Keine Ahnung wie lange du leben willst, aber in 50 Jahren bin ich sicher tot...

Ändert aber auch nichts daran, dass das Einkommen in der Breite bestenfalls stagniert und diese Fahrzeuge noch teurer werden als die derzeitigen.

Kannst aber gerne eine Umfrage machen wer hier ein Auto für >80.000€ fährt und dieses in Bar bezahlt hat...
#6
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12573
Zitat Robo;25809334
Das Hauptproblem bei dieser Art Fahrzeugen wird eher sein, dass sich diese niemand wird leisten können (was den Preis noch weiter treibt...).

Machbar ist das alles schon jetzt, aber auf der Strasse wird es keiner von uns erleben.

Wie kommst du auf sowas?
Das schöne an Software ist ja dass man sie kostenlos kopieren kann und was Hardware angeht: Selbst das sau teure LIDAR von Google kostet "nur" 30k. Also wäre es für eine A Klasse denkbar, sollte es wirklich nicht mit Kameras und anderen Techniken die z.B. Tesla nutzt, gehen.

Nee, sobald die ersten tauglichen Systeme exisitieren, wird der Preisfaktor ziemlich schnell sinken. Wahrscheinlich schneller als von E-Autos.
#7
customavatars/avatar13256_1.gif
Registriert seit: 07.09.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 4926
Zitat DragonTear;25809705
Wie kommst du auf sowas?


Gemeint war das aus der Studie und nicht das was derzeit da ist, damit also voll elektrisch, >700km Reichweite, kein Lenkrad usw.
Dass man dafür auch die Infrastruktur benötigt lasse ich mal weg.
#8
Registriert seit: 12.01.2013

Bootsmann
Beiträge: 664
Ja ja Audi wo ist euer Vorsprung durch Technik?
Macht mal wider was Tesla ist euch 1000 Meilen Voraus.
#9
Registriert seit: 15.06.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2124
Pfui Deibel ist der häßlich. Ist bei dem auch wieder "Vorsprung durch Beschiss" drin?
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Mehr als 400 km Reichweite: Der Audi e-tron fährt noch 2018 ab

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AUDI_E-TRON

    Gut drei Jahre nach der ersten Studie hat Audi sein erstes Elektro-SUV vorgestellt. Das e-tron getaufte Modell soll in erster Linie mit Tesla, Jaguar und Mercedes-Benz konkurrieren, dürfte aber auch als Wegbereiter für diverse weitere Elektrofahrzeuge aus Ingolstadt fungieren. Zum Start, der noch... [mehr]

  • Tesla musste 80 Roadster an Kunden verschenken

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/TESLA_MOTORS

    Nach der gestrigen Streichung der Umweltprämie durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, folgt nun der nächste Wegfall einer Prämie für Tesla-Kunden. Allerdings in diesem Fall durch den Elektroautobauer selbst. So gab das 2003 von Elon Musk gegründete Unternehmen bekannt, dass... [mehr]

  • Model 3 Performance Dual Motor AWD: Tesla zielt auf BMWs M3

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/TESLA_MODEL_3

    Lange vor dem Erreichen des eigenen Produktionsziels hat Tesla zwei weitere Varianten des Model 3 angekündigt. Beide werden preislich über den bisher verfügbaren Modellen liegen, aber über keine größere Reichweite verfügen. Stattdessen sollen sie sportlich ambitionierte Fahrer locken.... [mehr]

  • Hypermiling-Rekorde mit einem Tesla Model S und autonomen Model 3

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/NEXTMOVE

    Beim Hypermiling geht es darum, mit einem gefüllten Tank oder im Falle eines Elektrofahrzeugs mit einem gefüllten Akku eine möglichst große Strecke zurückzulegen. Das Unternehmen NextMove hat sich auf das Verleihen von Elektrofahrzeugen spezialisiert und auf der DEKRA-Teststrecke im... [mehr]

  • Umweltprämie für Teslas Model S muss zurückgezahlt werden

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/TESLA_MOTORS

    Wie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) jetzt bekannt gab, wird die Förderprämie für das Tesla-Model-S-Elektrofahrzeug ersatzlos gestrichen. Wer diese bereits erhalten hat, muss die Prämie laut Aussagen des Bundesamtes zurückzahlen. Nachdem das US-amerikanische... [mehr]

  • Kaufprämie für Elektrofahrzeuge wird immer seltener beantragt

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BMW_I3S

    Das Interesse an Elektrofahrzeugen und Plug-in-Hybriden sinkt, zumindest wenn die Elektroprämie als Maßstab genutzt wird. Denn bis Ende April gingen beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nur 60.412 Förderanträge an - gerade einmal 2.863 mehr als im Vormonat.... [mehr]