> > > > Musik-Streaming und Mobilfunk: Eine Übersicht

Musik-Streaming und Mobilfunk: Eine Übersicht

Veröffentlicht am: von

hardwareluxx news newMit O2 gesellt sich nun der dritte große Mobilfunkanbieter in den Kreis derer, die Musik-Streaming und Handy-Verträge miteinander verknüpfen. Der erste Anbieter, der ein solches Paket bündelte, war vor gut einem Jahr die Deutsche Telekom, im September folgte dann Vodafone. Doch so unterschiedlich schon die Verträge der drei Anbieter sind, so deutlich weichen auch die Streaming-Optionen voneinander ab.

Grund genug also, die Angebote einmal genauer miteinander zu vergleichen. Denn in Zeiten steigender Nutzerzahlen bei Spotify, Napster und Co., können attraktive Bundles durchaus entscheidend bei der Wahl eines Providers sein.

Deutsche Telekom und Spotify

Die Deutsche Telekom nennt ihre Kooperation mit Spotify schlicht Music-Option. Für monatlich 9,95 Euro können Mobilfunkkunden des Bonner Konzerns auf rund 20 Millionen Titel zugreifen und zahlreiche Radiostationen nutzen. Darüber hinaus lassen sich die Stücke auch auf dem Endgerät speichern, auf diesem Wege steht dem Musikgenuss auch ohne Internet-Verbindung nichts im Wege. Für das Paket der Deutschen Telekom sprechen mehrere Punkte: So wird das durch das Streaming entstehende Datenvolumen nicht mit dem im Vertrag enthaltenen Inklusivvolumen verrechnet, zudem verfügt das Unternehmen derzeit über das beste Mobilfunknetz; ohne UMTS ist das Streaming mit längeren Wartezeiten zwischen den einzelnen Titeln verbunden.

Allerdings gibt es auch Dinge, die die Konkurrenz besser macht. So fällt die Mindestvertragslaufzeit mit 3 Monaten vergleichsweise lang aus, Prepaid-Kunden können das Angebot darüber hinaus nicht nutzen. Zu beachten ist, dass das Herunterladen von Musik anders als das Streaming Auswirkungen auf das Inklusivvolumen hat. Für die Wiedergabe auf Smartphones oder Tablets wird eine entsprechende Applikationen benötigt, die unter anderem für Android, iOS und Windows Phone verfügbar ist.

Deutsche Telekom/Spotify: Datenvolumen bliebt unangetastet und App für Windows Phone, aber lange Mindestlaufzeit

O2 und Napster

Der Neuling unter den Paketen ist O2 mit seiner Napster Music-Flat. Auch hier stehen dem Nutzer etwa 20 Millionen Titel zur Verfügung, hinzu kommen Radiostationen sowie als Besonderheit Hörbücher. Auch die Napster-Software, die nur für Android und iOS bereit steht, kann Musik offline verfügbar machen. Auf der Haben-Seite des Angebots steht der günstigste Preis des gesamten Vergleichsfeldes, denn verlangt werden monatlich nur 7,99 Euro. Im Vergleich zum regulären Napster-Preis können so knapp 2 Euro gespart werden. Aber auch die mit einem Monat kurze Mindestvertragslaufzeit spricht für O2. Allerdings sind Kunden mit Prepaid-Vertrag von der Nutzung ausgeschlossen, zudem wird das Streaming mit dem Inklusivvolumen des Vertrags verrechnet.

O2/Napster: Niedriger Preis und Hörbücher, aber Anrechnung auf Datenvolumen

Vodafone und Ampya

Das gleiche gilt für Vodafones Kooperation mit Ampya. Wie bei beiden Konkurrenzprodukten locken auch hier circa 20 Millionen Titel sowie Radiostationen, hinzu kommen mehr als 50.000 Musikvideos. Nutzer müssen hierfür 9,99 Euro pro Monat zahlen und können dafür Titel auch lokal speichern. Die Vorteile gegenüber den anderen Angeboten: Nicht nur Kunden mit Laufzeitvertrag, sondern auch Prepaid-Nutzer können Ampya hinzubuchen, das monatliche Inklusivvolumen wird um 500 MB erweitert und mit einem Monat fällt die Mindestvertragslaufzeit angenehm kurz aus. Negativ wirkt sich hingegen aus, dass das Streaming zulasten des - erweiterten - Inklusivvolumens geht und lediglich für Android- und iOS-Applikationen angeboten werden.

Vodafone/Ampya: Auch für Prepaid-Kunden und erweitertes Datenvolumen, aber nur Android und iOS werden berücksichtigt

Kein klarer Sieger

Einen klaren Erstplatzierten gibt es nicht. Die Deutsche Telekom lockt mit der Nichtanrechnung des Streamings, O2 mit dem günstigsten Preis, Vodafone hingegen mit der Berücksichtigung von Prepaid-Nutzern sowie dem Erweitern des Inklusivvolumens. Ausschlaggebend dürfte am Ende sein, auf welchen mobilen Plattformen der Dienst genutzt werden soll und welche Erfahrungen man mit der Netzqualität gemacht hat.

  Deutsche Telekom O2 Vodafone
Musikanbieter Spotify Napster Ampya
Verfügbar mit Laufzeitverträgen
(außer Call)
Laufzeitverträgen Laufzeitverträgen
(Red)
Prepaid-Verträge (Fun)
monatliche Zusatzkosten 9,95 Euro
(Spotify Premium, regulär 9,95 Euro)
7,99 Euro
(regulär 9,95 Euro)
9,99 Euro
(Ampya Premium Plus, regulär 9.99 Euro)
Mindestlaufzeit 3 Monate 1 Monat 1 Monat
Auswirkungen auf Inklusivvolumen Streaming wird nicht angerechnet Streaming wird angerechnet Streaming wird angerechnet,
Inklusivvolumen wird um 500 MB je Monat erweitert
Nutzbar auf Smartphone, Tablet, PC, kompatiblen Audio-Geräten Smartphone, Tablet, PC, kompatiblen Audio-Geräten Smartphone, Tablet, PC
Umfang ca. 20 Millionen Titel
Radiostationen
Offline-Nutzung
ca. 20 Millionen Titel
Radiostationen
Hörbücher
Offline-Nutzung
ca. 20 Millionen Titel
Radiostationen
Musikvideos
Offline-Nutzung
Besonderheiten 30 Tage kostenlos 30 Tage kostenlos -

Social Links

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Spotify Hi-Fi: Neues Premium-Abo mit CD-Qualität in Planung

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2015/SPOTIFY_2013

Der Streaming-Anbieter Spotify scheint ein neues Abo-Modell vorzubereiten. Einige Android-Nutzer berichten von einem Pop-Up, das auf Spotify Hi-Fi hinweist. Das Abo werde laut der Beschreibung den Nutzer die Songs in CD-Qualität liefern, womit die Musikerfahrung laut dem Anbieter noch weiter... [mehr]

Bose arbeitet am Nachfolger des Bluetooth-Kopfhörers QC35

Logo von IMAGES/STORIES/2017/BOSE_LOGO

Der Bose QC35 gilt als einer der beliebtesten Bluetooth-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung. Wie nun der Hersteller per Newsletter bekanntgibt, könnte bald der Nachfolger in den Startlöchern stehen. Unklar ist dabei allerdings, ob die Ankündigung bewusst erfolgte. Der Hersteller... [mehr]

Multiroom-Audio: Yamaha stellt MusicCast Add WXAD-10 vor

Logo von IMAGES/STORIES/2017/YAMAHA

Yamaha hat mit dem MusicCast Add WXAS-10 eine Möglichkeit vorgestellt, um beliebige Audio-Geräte in eine MultiCast-Multiroom einzubinden. Laut Hersteller sei die einzige Voraussetzung, dass die Geräte einen analogen Audio-Eingang besitzen. Der Anwender hat dabei die Wahl zwischen dem Anschluss... [mehr]

Apple AirPods erhalten Firmware-Update 3.5.1

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/AIRPODS

Apple hat ohne Ankündigung seinen drahtlosen Kopfhörern AirPods eine neue Firmware verpasst. Ursprünglich wurden die kleinen Kopfhörer mit der Version 3.3.1 ausgeliefert, doch inzwischen steht Version 3.5.1 zur Verfügung. Da Apple das Update ohne Ankündigung verteilt, hat der Hersteller auch... [mehr]

Apple stellt iPod Nano und Shuffle ein

Logo von IMAGES/STORIES/2017/APPLE-LOGO

Vor dem iPhone war Apple vor allem für seine iPods bekannt. Das kalifornische Unternehmen hat mit dem mobilen MP3-Player viel Geld verdient und damit seine eigene Musik-Plattform iTunes aufgebaut. Diese Ära geht nun zu Ende, denn Apple stellt die beiden Produkte iPod Nano und Shuffle komplett... [mehr]

Spotify bietet neue Alben teilweise nur noch verzögert für Free-Nutzer an

Logo von IMAGES/STORIES/2017/SPOTIFY

Der Streaming-Anbieter Spotify wird einen Teil der neue Alben nur noch seinen Premium-Nutzern sofort bei der Veröffentlichung zur Verfügung stellen. Zumindest dann, wenn der Künstler bei Universal Music unter Vertrag steht. Wie die Schweden mitteilen, habe man sich auf diese Regelung mit... [mehr]