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Neue Berichte aus der Hardware-Szene liefern weitere Hinweise auf die technische Ausrichtung der nächsten PlayStation-Generation. Demnach plant Sony für die PlayStation 6 eine deutlich leistungsstärkere Plattform, die vorwiegend bei Speicherarchitektur, Prozessor und Grafik gegenüber der aktuellen Generation spürbar zulegen soll. Die Informationen stammen von dem als gut vernetzt geltenden Insider KeplerL2, der Details in einem Fachforum veröffentlicht hat.
Im Zentrum der Leaks steht der Hauptprozessor der PlayStation 6, der unter dem Codenamen "Orion" entwickelt wird. Dieser SoC soll mit Zen-6-CPU-Kernen und einer Grafikeinheit auf Basis der RDNA-5-Architektur ausgestattet sein. Ziel dieser Kombination soll es sein, sowohl klassische Spieleberechnungen als auch moderne Workloads wie KI-gestütztes Rendering und komplexe Physiksimulationen effizient verarbeiten zu können. Die Architektur soll dabei gezielt auf kommende Game-Engines und steigende Anforderungen bei Auflösung, Bildrate und Detailgrad ausgelegt sein.
Besonders auffällig ist aber die genannte Speicherlösung. Denn Sony soll bei der PlayStation 6 insgesamt 30 Gigabyte GDDR7-Arbeitsspeicher vorsehen. Anstelle eines klassischen 128- oder 256-Bit-Speicherinterfaces kommt dabei laut den Berichten ein 160-Bit-Interface zum Einsatz. Dieses soll durch den Einsatz von GDDR7-Modulen mit einer Kapazität von jeweils drei Gigabyte realisiert werden. Bei einer angenommenen Datenrate von 32 Gigabit pro Sekunde ergibt sich daraus eine theoretische Speicherbandbreite von rund 640 Gigabyte pro Sekunde.
Im Vergleich zur PlayStation 5 Pro würde die Speicherbandbreite damit um etwa elf Prozent steigen, während die verfügbare Speichermenge deutlich zunimmt. Der vergleichsweise schmale Speicherbus wird dabei durch die hohen Taktraten des GDDR7-Standards ausgeglichen. Diese Konfiguration erlaubt es, große Datenmengen schnell bereitzustellen, was insbesondere für hochauflösende Texturen, Raytracing und KI-gestützte Effekte relevant ist.
Parallel zur stationären Konsole soll Sony auch an einem neuen Handheld arbeiten, der technisch enger an die PlayStation-6-Plattform angebunden ist. Für dieses mobile Gerät werden 24 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher genannt. Eine solche Speicherausstattung wäre für ein tragbares System ungewöhnlich hoch und würde es ermöglichen, aktuelle Spiele mit umfangreichen Assets lokal auszuführen, ohne stark auf Streaming oder Cloud-Berechnungen angewiesen zu sein.
Ob die kolportierten Spezifikationen in dieser Form umgesetzt werden, ist noch offen. Insbesondere die Preisentwicklung auf dem globalen Speichermarkt könnte Einfluss auf die finale Ausstattung haben, da GDDR7 als kostenintensive Komponente gilt. Branchenbeobachter rechnen derzeit nicht mit einem Marktstart der PlayStation 6 vor 2028. Bis dahin dürfte Sony die technische Auslegung weiter anpassen, um Leistung, Produktionskosten und Verkaufspreis in ein wirtschaftlich tragfähiges Verhältnis zu bringen.