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Samsung: 3-nm-Prozess ermöglicht deutlich effizientere Chips

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samsungSamsung hat einen Ausblick auf seine künftige Chipproduktion gegeben und ist dabei auch näher auf das Fertigungsverfahren 3GAE eingegangen. Unter der Bezeichnung 3GAE versteht der Hersteller die Produktion von 3-nm-Chips und erhofft sich dadurch einen großen Sprung bei Leistung und Effizienz.

Samsung spricht davon, dass der 3-nm-Prozess den größten Schritt bei der Chipproduktion seit Jahren darstellen würde. Zwar reduzierte man bereits in den vergangenen Jahren die Strukturbreite immer weiter, doch beim 3-nm-Prozess kommen gleich mehrere Neuerungen zum Einsatz. So wird der Hersteller nicht nur die Strukturbreite verringern, sondern bei den Transistoren auch nicht mehr auf Finfets zurückgreifen. Stattdessen nutzt man Transistoren mit Nanosheets, um den Kanal komplett vom Gate zu umschließen.

Durch diese Technik soll sich die Fläche der Chips im Vergleich zum aktuellen 7-nm-Prozess um bis zu 45 % verringern. Dies bedeutet, die Chiphersteller können auf der gleichen Fläche deutlich mehr Transistoren platzieren und damit die Leistung der Chips erhöhen. Konkret sei mit einem Geschwindigkeitszuwachs von 30 % zu rechnen. Gleichzeitig soll die Effizienz ansteigen, denn die Chips sollen nur noch 50 % der Energie benötigen als dies bei heutigen Modellen der Fall ist.

Diese Vorteile sollen vor allem für die Produktion von mobilen Prozessoren für Smartphones genutzt werden. Einerseits wird damit die Leistung ansteigen und andererseits gleichzeitig der Akku geschont und die Laufzeit der Geräte erhöht. Samsung verteilt bereits seit April das Process Design Kit (PDK) v0.1 für den 3-nm-Prozess, womit die Chipentwickler bereits an ihren neuen Modellen arbeiten können. Zudem habe man schon den Tape-Out gefeiert und damit erste funktionierende Chips vom Band laufen lassen.

Die Umstellung auf den 3-nm-Prozess wird laut Samsung für 2021 geplant. Da die bisherigen Werkzeuge und Maschinen kompatibel sind, soll die Umstellung schnell und auch preiswert möglich sein.

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1213
Ja, find ich richtig gut wie Samsung die Technologiekurve nach oben treibt. Leider sind sie halt auch extrem teuer. HBM2+/3 von Samsung ist nahezu unbezahlbar für den Konsumenten - und auch die RAM-Preise versuchen sie wieder in die Höhe zu treiben.

Schöne Technologie, stabile Chips mit viel Luft nach oben und mit unter den Top-Performern in der Ausbeute - wo nur TSMC mithalten kann. Aber bei den Preisen muss Samsung aufpassen, dass deren Investitionen nicht im Sande verlaufen.

Wenn ich 4 Micron HBM-Speicher mit 2$ Mehrkosten auf dem Interposer für die gleiche Performance wie 2 Samsung Stacks erhalte und dabei noch Geld spare, dann stimmt da was in der Preisgestaltung nicht.

Davon ab: Ich warte darauf, dass diese Technologie auch im high-performance Bereich adaptiert wird.
#2
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Registriert seit: 01.01.2016

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1505
Naja, Qualität hat ihren Preis.
Billiger ist immer toller, aber auf wie viel Qualität man dafür verzichtet muss schon jeder selber entscheiden.

So ziemlich alles wo Samsung draufsteht, ist Top-Tier.
Bester VRAM auf Turing? Samsung.
Beste Ram Chips? Samsung.
Beste SSDs? Samsung.
Beste NVME SSDs? Samsung.
Beste Displays für Handys? Samsung.
Beste TV Displays? Samsung.

Die Preise sind ein valides Thema, ohne Frage. Aber wenn die Qualität wichtig ist, hat man wenig Alternativen. Und die brauchbaren Alternativen, sind dann auch nicht immer deutlich günstiger. Da spart man dann 10% für 10% weniger Qualität, kann man auch gleich wieder bei Samsung bleiben.
#3
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Registriert seit: 20.01.2011

Leutnant zur See
Beiträge: 1213
Na ja - nicht ganz. Bei den NVMe SSDs gibts welche, die Samsungs Chips egalisieren, aber nur die Hälfte kosten.

SATA-SSDs laufen reihenweise ins Limit, da isses so langsam egal was du kaufst.

Beim RAM sind sie klar vorne, jupp.

Displays... das Panel ist gut, die Software ist mistig. Flackern bei Sync-Technologien ist ein Dealbreaker. Evtl. haben die das mit der nächsten Generation behoben, aber derzeit kämpfen die noch arg mit Kinderkrankheiten ihrer Q-Dot Technologie.

Bei Handy-Displays isses was anderes, da zockt man aber normalerweise auch nicht drauf.

Ansonsten klar: Ich hab mir auch B-Die geholt. :D
#4
Registriert seit: 24.05.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4408
Zitat Shevchen;26948499


Displays... das Panel ist gut, die Software ist mistig. Flackern bei Sync-Technologien ist ein Dealbreaker. Evtl. haben die das mit der nächsten Generation behoben, aber derzeit kämpfen die noch arg mit Kinderkrankheiten ihrer Q-Dot Technologie.


Er sprach ja auch nur rein von den Handy-Displays. Finde Samsung im PC-Monitor-Markt auch nicht besonders toll. Die machen zwar die besten LCD-Fernseher und mit großem Abstand die besten mobilen (Handy und Tablet) OLEDs.
Aber die PC-VA-Panels sind wie alle anderen PC-Monitore im direkten Vergleich zu den anderen Geräteklassen echt schwach. Zumindest wenn man die Kernaspekte der Bildqualität, also Helligkeit, Kontrast und Entspiegelung anguckt.

Gaming ist dann ein anderes Thema, aber da würde ich aktuell ohnehin einfach nur ein günstiges TN kaufen. Das was IPS/VA da liefert für den Preis, finde ich nicht gerechtfertigt. Fürs Gaming finde ich Bildqualität ohnehin nicht so wichtig, flüssig und schlierenfrei soll es sein. Das kann TN am besten und günstigsten.
#5
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Registriert seit: 10.08.2005
Düsseldorf
Vizeadmiral
Beiträge: 7901
"Gaming ist dann ein anderes Thema, aber da würde ich aktuell ohnehin einfach nur ein günstiges TN kaufen. Das was IPS/VA da liefert für den Preis, finde ich nicht gerechtfertigt. Fürs Gaming finde ich Bildqualität ohnehin nicht so wichtig, flüssig und schlierenfrei soll es sein. Das kann TN am besten und günstigsten."

Man muss etwas Ausschau nach angeboten halten. Meinen ASUS 27" mit 165HZ und IPS habe ich für 550€ erworben inklusive 3 Jahre Garantie mit vor Ort Service und Black Ops 4 gab es auch noch oben drauf. Ok hatte "Flecken" im Panel aber mir wurde ein Ersatzgerät zugeschickt und das nutze ich immer noch seit mittlerweile einigen Monaten.

Was Displays angeht - im TV Bereich sehe ich OLED vorne und von der Bildqualität Sony und Panasonic. Samsung ist im LCD Bereich aber King, was auch daran liegt, dass alle anderen keine highend LCD TVs mehr herstellen sondern auf OLED gewechselt sind.
#6
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3039
Also ich finde gerade fürs Gaming sollte man sich kein hässliches TN antun. Da gibt man massig Geld für CPU und GPU aus um ein paar Effekte mehr zu haben und tut seinen Augen dann so eine Flimmerglotze an? Naja, jeder wie er will...

PS: Ich bereue jeden Tag mir damals das günstigere Modell mit TN geholt zu haben (Laptop)...
#7
Registriert seit: 08.05.2018

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1300
Deshalb kauft man eben nicht das günstigste.
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