Seite 2: UltraPixel 2, Lautsprecher, erster Eindruck

Über allem schwebt aber das Thema Kamera. Auch die Taiwaner haben erkannt, dass viele Smartphone-Käufer vor allem in diesem Punkt Wert auf eine hohe Qualität legen. Also legt man erneut ein frisches Konzept vor, dass nun aber endlich das beste aller Welten vereinen soll – der Oberbegriff lautet UltraPixel 2. Die rückwärtige Kamera bietet 12 Megapixel und wird von einem Laser-Fokus, einem Dual-LED-Blitz und einem optischen Bildstabilisator unterstützt. Dank 1,55 Mikrometer großen Pixeln und Blende f1.8 sollen vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos und Videos entstehen. Abheben will man sich aber auch mit der Frontkamera. Hier warten 5 Megapixel nebst optischem Bildstabilisator und Autofokus auf Selfies, die Pixel sind mit 1,35 Mikrometern auch hier größer als bei anderen Smartphones. Wie gut die beiden Kameras tatsächlich sind, muss ebenfalls der Test zeigen. Der erste Eindruck ist jedoch vielversprechend.

Große Pixel, große Blende: Mit der Hauptkamera soll das 10 punkten
Große Pixel, große Blende: Mit der Hauptkamera soll das 10 punkten

Abgesehen von den Lautsprechern wurde die weitere Ausstattung kaum oder gar nicht angesprochen. Erneut sind zwei Lautsprecher verbaut, von denen allerdings nur einer auf der Front sitzt. Der zweite sitzt am unteren Ende, ähnlich wie beim Huawei P9 Plus gibt es zwei verschiedene Betriebsmodi. Im Porträt-Modus ist der obere Lautsprecher für die die hohen Frequenzen zuständig, der zweite hingegen für die mittleren und tiefen. Im Landscape-Modus arbeiten beide dann als Stereo-Lösung. HTC verspricht eine höhere Audio-Qualität als bei anderen Smartphones, tatsächlich dürfte dies sogar stimmen. Auch hier war der erste Eindruck gut.

Der erste Eindruck ist gut: Das HTC 10 könnte Kritiker verstummen lassen
Der erste Eindruck ist: Das HTC 10 könnten die Kritiker verstimmen lassen

Die restliche Technik entspricht dem, was man derzeit in der Oberklasse erwarten darf. Dem SoC stellt man 4 GB RAM zur Seite, der interne Speicher nimmt in Europa 32 GB auf, erweitert werden kann per microSD-Karte. Schnelles WLAN (802.11ac) und Bluetooth (4.2) werden ebenso wie NFC unterstützt, einen Infrarotsender gibt es nicht mehr.

Insgesamt wirkt das 10 stimmig und erfrischend eigenständig. Im Vergleich mit einem Huawei P9 oder Samsung Galaxy S7 erscheint das Gehäuse massiver, strahlt aber dennoch eine gewisse Eleganz aus. Die neuen Ansätze bezüglich der Software gefallen, die Kamera ist vielversprechend. Große Fragezeichen stehen aber unter anderem noch hinter der Laufzeit. Die gestiegene Auflösung könnte in Verbindung mit dem LC-Panel ein gravierender Nachteil sein. Sollte sich alles optimal zusammenfügen, bekommt das Galaxy S7 einen weiteren ernsthaften Konkurrenten. Fehler darf sich HTC aber vor allem auch aufgrund des Preises nicht erlauben. Denn zum Verkaufsstart in der ersten Maihälfte wird man unverbindliche 699 Euro verlangen.

In diesem Punkt bleibt man sich dann wieder treu: Über den Preis will man es dann doch nicht schaffen.