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Bundesregierung erlaubt Nutzung von E-Scootern unter bestimmten Auflagen

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bundesnetzagenturIn Deutschland ist es aktuell noch nicht erlaubt, mit einem sogenannten E-Scooter, wie wir ihn erst kürzlich von IconBit ausprobiert haben, auf öffentlichen Straßen unterwegs zu sein. Doch dies soll sich noch im laufenden Jahr ändern. Die Bundesregierung möchte bis zum Frühsommer 2019 den Weg frei machen, damit die E-Scooter legal auf deutschen Straßen genutzt werden können. Allerdings wird die Erlaubnis gleichzeitig an bestimmte Bedingungen geknüpft sein.

Demnach muss ein E-Scooter eine Mindestanforderung bei den Bremsen und beim Licht erfüllen. Es muss also jederzeit sichergestellt sein, dass der Scooter auch bei Dunkelheit gesehen wird und auch die Möglichkeit eines Abbremsens gehört zu den Bedingungen. Zudem ist eine Klingel Pflicht, während ein Blinker nicht gefordert wird. Damit orientieren sich die Anforderungen an den Auflagen eines Fahrrads. 

Zudem sei eine Altersbeschränkung vorgesehen. Fahrzeuge mit bis zu 12 km/h dürfen erst im Alter ab zwölf Jahren verwendet werden. Ab der Vollendung des 14. Lebensjahres dürfen dann auch E-Scooter mit mehr als 12 km/h gefahren werden. Die Geschwindigkeit soll auf zwischen 6 und 20 km/h begrenzt werden.

Hinzu kommt, dass für die Fahrzeuge über eine Versicherungspflicht nachgedacht wird. Durch eine Haftplicht werden versursachte Schäden von der Versicherung übernommen und müssen nicht aus eigener Tasche bezahlt werden. Die Kosten sollen hierfür zwischen 60 und 90 Euro pro Jahr liegen.

Noch ist das dazugehörige Gesetz nicht verabschiedet. Doch laut aktuellem Stand ist sich die Regierung einig, womit das Gesetz schon bald auf den Weg gebracht werden könnte.

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Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 16.06.2015
Ingolstadt
Stabsgefreiter
Beiträge: 371
Wie ich dieses Kleinkarierte in Deutschland hasse. Jeder Radler ist schneller unterwegs, aber irgend n kleiner Scooter, der dann unter realen Straßenverhältnissen vielleicht 15km/h schafft muss natürlich erst mal verboten werden. Wahrscheinlich muss dann auch noch n Kennzeichen ran.
#3
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Registriert seit: 17.06.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1553
Der Unterschied besteht darin, daß ein Fahhrad durch eigene Muskelkraft angetrieben wird. Einen Tretroller darfst Du jetzt schließlich auch fahren.

Worum es bei diesen Regelungen geht sind Kraftfahrzeuge. Also Fahrzeuge, die mit Motorkraft angetrieben werden und sich alleine mit Motorkraft vorwärts bewegen. Fahrräder mit Hilfsmotor (Pedelec), welche ohne ein in die Pedale treten nicht fahren, fallen deswegen auch nicht unter diese Regelungen und benötigen kein Versicherungskennzeichen.

Diese Regelungen sind absolut sinnvoll in dieser Art und Weise der Unterscheidung.
#4
Registriert seit: 12.06.2015

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1363
finde ich prinzipiell auch richtig.. aber 69 bis 90 Euro?? wtf.. geht das nicht schon Richtung kleine Motorräder von den kosten??
#5
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Registriert seit: 23.04.2009
Erlangen
Admiral
Beiträge: 10021
Zitat majus;26853795
finde ich prinzipiell auch richtig.. aber 69 bis 90 Euro?? wtf.. geht das nicht schon Richtung kleine Motorräder von den kosten??


Nicht nur kleine, so viel kosten nichtmal viele große Motorräder in der Haftpflicht.
#6
Registriert seit: 10.03.2005

Kapitänleutnant
Beiträge: 1676
mMn bremst das alles erheblich die verkehrswende. warum gibt es keine Fahrräder mit Dach wie dieser BMW Roller?
Weil sie nur 25 fahren dürfen ohne Versicherung bzw dann entstehenden hohen Kosten ist sicher ein Grund...

wäre mMn DAS Verkehrsmittel für den Stadtverkehr der Zukunft. Auf hochstrassen in NS OW Richtung getrennt vom sonstigen Verkehr.

Vlt gibts ja in USA bald ein Startup dass das macht und wir setzen dass dann 2040 um :)
#7
Registriert seit: 13.02.2006
Koblenz
Admiral
Beiträge: 10752
Zitat majus;26853795
finde ich prinzipiell auch richtig.. aber 69 bis 90 Euro?? wtf.. geht das nicht schon Richtung kleine Motorräder von den kosten??


Jop, das ist ziemlich unsinnig. Zumal man die Mofa Versicherungsschilder bereits für ~40€/Jahr bekommt. Warum man die motorisierten Kick/Tretroller nicht einfach da mit hinzusteckt? Das wäre wohl zu einfach :D

Zitat Chasaai;26853870
wäre mMn DAS Verkehrsmittel für den Stadtverkehr der Zukunft.


Nicht nur für die Zukunft. Ich sehe den Sinn solch kompakter Gefährte vorallem darin, das man die locker in Öffis mitnehmen kann. Fahrradmitnahme in Bus und Bahn ist ja mitunter problematisch, son Roller ist zusammengeklappt aber eher eine größere Aktentasche. Heisst ich kann hier locker die 4km zum Bahnhof fahren, mit dem Zug zum Zielbahnhof und dort nochmal die 3km zum eigentlichen Ziel. Zu Fuß wäre das zwar machbar, aber zeitraubend. Und Fahrrad geht zwar, bekomme ich aber nicht in den Zug :D
#8
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Registriert seit: 24.05.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1897
Was ein Bullshit, viel zu langsam! Fahr ich halt weiter mit meinem Diesel Smart durch die Fußgängerzone und "liefer" was.
Vor allem musst du da für DE extra drosseln bauen, da sich der Rest der Welt auf 25 km/h geeinigt hat, sind wir neuerdings die USA?
Würden die mit Braunkohle laufen dürfte man bestimmt schneller damit fahren....
#9
Registriert seit: 17.09.2009

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 390
Eine Versicherung für ein Gefährt das langsamer ist als jedes Fahrrad und auch noch weniger Masse hat.
Da war die Versicherungslobby aber sehr erfolgreich.
#10
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Registriert seit: 27.07.2008
Nahe München
Vizeadmiral
Beiträge: 6941
Zitat Chasaai;26853870
wäre mMn DAS Verkehrsmittel für den Stadtverkehr der Zukunft. Auf hochstrassen in NS OW Richtung getrennt vom sonstigen Verkehr.


Die Frage ist halt: Wo fahren die?
Mit so einem Roller würde ich nicht auf der Straße fahren wollen und der Gehsteig ist mit einer Person auf so einem Ding schon voll - eine Armada an Leuten die um 8 in der früh damit zur Arbeit dingeln würde also auch alles verstopfen.

Mehr Öffis + Mietstationen für solche E-Roller, da sähe das alles schon anders aus denke ich.


Und die Versicherung... bis 90€ für so ein SPielzeug

Mein 110PS 240km/h Motorrad kostet knapp über 100€ mit Ganzjahreskennzeichen, ein 125ccm Roller mit 15PS und 110km/h kostet 30€ rum
#11
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Registriert seit: 07.03.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2077
Zitat TheBigG;26854607
Was ein Bullshit, viel zu langsam! Fahr ich halt weiter mit meinem Diesel Smart durch die Fußgängerzone und "liefer" was.


Das macht meiner Meinung nach schon Sinn. Ich halte die Scooter um einiges gefährlicher als ein Pedelec, wo man anständig drauf sitzt. Ich will mit so einem Teil mit über 20km/h keine Vollbremsung machen müssen. Das wird mitunter auch der Grund sein, wieso die Versicherung so teuer angesetzt ist.

Ich selbst habe keine Erfahrung mit so einem Scooter, fahre aber seit Jahren Pedelec. Von den Unterhaltskosten her sind die zusätzlichen EUR 60-90 für die Versicherung pro Jahr ein Klacks, so ein Gefährt verusacht ganz andere Kosten. Rein von den Reparaturkosten gerechnet wär ich bei gleicher Kilometerleistung wohl Deinen Smart gefahren. Kann sein, dass ich Pech hatte. Kann sein, dass so ein Scooter günstiger ist im Unterhalt, da das Ding weniger Teile dran hat. Aber günstig ist anders, hatte nicht mit den ganzen Kosten gerechnet. Generalüberholung und neuer Akku steht auch an btw. :-[

Aber egal, das grinsend rechts am Stau und den ÖV vorbeidüsen macht das mehr als wett. Die ÖV sind bei uns in der Schweiz auch nicht gerade günstig: 10km Weg, Luftlinie 5km, hin und zurück CHF 10.-...
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