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VR-Brille: Display-Erweiterung ermöglicht 2.200 ppi im direkten Sichtfeld

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Neben der noch immer notwendigen Kabelverbindung ist eines der größten Probleme der aktuellen VR-Headsets die geringe Auflösung der Displays. 1.920 x 1.080 Pixel verteilt auf zwei Augen sind einfach zu wenig. Das StarVR von Starbreeze soll mit 5.120 x 1.440 Pixel deutlich höher auflösen. Doch bei der aktuellen Umsetzung gibt es noch Probleme, vor allem ist die Rechenleistung aktuell noch nicht ausreichend, um solch hohe Auflösungen mit 90 Bildern pro Sekunde befeuern zu können.

Ein finnisches Startup aus ehemaligen Nokia-Mitarbeitern hat ein Unternehmen namens Varjo gegründet, die ein VR-Headset entwickeln wollen, welches im direkten Sichtfeld eine deutlich höhere Auflösung bietet. Der aktuelle Prototyp mit dem Namen 20|20 sieht zwei LED-Displays vor, welche rund ein Zoll groß sind und eine Auflösung von 1.920x 1.080 Pixel bieten. Pro Auge ist eines dieser Displays vorhanden. Über eine Spiegelkonstruktion wird das Bild des LED-Displays in das Sichtfeld des Trägers projiziert. Varjo verwendet eine Oculus Rift CV1, die entsprechend umgebaut wurde.

Oben auf der Brille sitzen die Display-Controller für die beiden LED-Displays. Diese müssen aktuell passiv gekühlt werden. Die Oculus-Brille verwendet noch ihr standardmäßig verbautes Display und stellt darauf die Umgebung dar. Die beiden LED-Displays sind nur in der Mitte eingeblendet und überlagern das niedriger aufgelöste Display der Oculus.

Bei einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel auf rund einem Zoll liegt die Pixeldichte bei 2.200 ppi. Damit ist es nicht mehr möglich die Pixel-Matrix des Displays zu erkennen und auch werden die dargestellten Inhalte klar und deutlich. Der Prototyp hat allerdings noch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. So sind die Bildwiederholungsraten des Displays der Oculus Rift und der beiden LED-Displays noch nicht immer aufeinander abgestimmt, sodass ein Flimmern entsteht. Auch ist die Projektion der kleineren LED-Displays in das Sichtfeld noch mit einem deutlichen Übergang zum Standarddisplay der VR-Brille versehen. Hinzu kommt, dass sich Helligkeit, Kontrast und Farbdarstellung unterscheiden, sodass das kleine Feld der LED-Displays immer klar heraussticht.

Bei der Darstellungsqualität hinsichtlich der Auflösung sind die Vorteile der beiden LED-Displays aber klar zu erkennen. Bereiche, die vorher unscharf waren, werden deutlich detaillierter dargestellt. Beschriftungen, die zuvor nicht lesbar waren, können nun gelesen werden.

Nach dem ersten Prototypen will Varjo eine Eye-Tracking-Technologie implementieren, welche die Darstellung des LED-Displays an die Blickrichtung des Trägers anpasst. Eine Vergrößerung des LED-Displays bei gleicher Pixeldichte ist kaum möglich, da dann wieder eine höhere Rechenleistung notwendig wird. Zweimal 1.920 x 1.080 der LED-Displays plus zweimal 960 x 1.080 Pixel sind schon herausfordernd genug. Die finale Entwicklerversion soll im 4. Quartal 2017 zur Verfügung stehen und eine effektive Auflösung von 70 Megapixel bei einem Sichtfeld von 100 ° ermöglichen.

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Kommentare (1)

#1
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
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Beiträge: 12451
Sehr interessanter Ansatz. Im Grunde eine Hardwareumsetzung des "foveated rendering" Prinzips das in Software bereits Rechenleistung einspart, aber die Schärfe bei gleichem Display halt nicht verbessern kann.
Die Farbabweichung dürfte allerdings wohl die Immersion erheblich stören... wäre jedoch genial wenn sie das in den Griff kriegen.
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