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Plastc ist pleite: All-In-One-Bezahlkarte erscheint nie

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Crowdfunding, eingedeutscht auch als Schwarmfinanzierung bekannt, kann eine feine Sache sein: Im Bereich der Spieleentwicklung etwa wurden auf diese Weise am Ende in den Kritiken gelobte Spiele wie „Wasteland 2“, „Pillars of Eternity“ oder auch „Torment: Tides of Numenera“ finanziert und auch erfolgreich veröffentlicht. Doch auf der anderen Seite gibt es auch viele Projekte, die erst unter großem Rummel viel Geld einsammeln, aber am Ende aus den unterschiedlichsten Gründen scheitern. Häufig ist die Ursache, dass die Ersteller des Projekts schlecht finanziell kalkuliert haben, die ursprüngliche Projektidee zu sehr aufblasen oder schlichtweg ein Betrug vorliegt und die Ersteller sich mit dem Geld aus dem Staub machen. All das hat es schon des Öfteren gegeben. Nun kommt ein neuer, großer Fall hinzu, in dem ein zunächst gefeiertes Crowdfunding-Projekt ohne Ergebnis scheitert. Das Geld der Backer ist weg und ein Produkt wird es nie geben. Die Rede ist von Plastc.

Plastc plante eine Art All-In-One-Bezahlkarte, über die wir bereits 2014 berichtet hatten. Ziel war es, mehrere Karten in einer zu vereinen: EC-Karten- und Kreditkarteninformationen sollten gebündelt über die eine Plastc-Karte zur Verfügung stehen. Jene sollte auch für NFC-Zahlungen gerüstet sein. Laut Unternehmen hatte man auch bereits voll funktionsfähige Muster, doch da jüngere Investitionsrunden ergebnislos verliefen, müsse man nun in die Insolvenz gehen. Der Betrieb des Unternehmens sei de facto bereits eingestellt worden. Kundenservice könne man nicht mehr bieten und die Social-Media-Kanäle würden nicht mehr betreut, mahnt die Website des Herstellers.

Als Ursache der Pleite nennt Plastc, das man im Februar weitere Gelder in Höhe von 3,5 Mio. US-Dollar erhalten sollte, welche in die Massenproduktion der Karten fließen sollten. Doch die Investoren verzögerten erst das Abkommen und zogen sich dann ganz zurück. Ein zweiter Anlauf, in dem es sogar um 6,75 Mio. US-Dollar ging, sollte letzte Woche abgeschlossen werden. Auch hier habe sich der Investor aber in letzter Minute zurückgezogen. Nun habe man keine Wahl gehabt, als zu kapitulieren. Man sei selbst frustriert, dass man die Backer enttäuschen müsse, es gebe aber keine andere Möglichkeit mehr. Vorbestellungen der Plastc-Karte könne man entsprechend nicht ausliefern.

Was für Backer bleibt, ist erneut die Lektion, das Geld vorsichtig in Crowdfunding-Projekte zu finanzieren und die Erkenntnis, das auch große Projekte mit viel medialem Hype nicht vor einem Scheitern gefeit sind.

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Kommentare (5)

#1
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11854
Traurig zu hören :/

Crowdfunding hat in der Tat viel tolles gebracht, aber ein Risiko ist bei einigen Projekten auf jeden Fall dabei.
#2
customavatars/avatar24005_1.gif
Registriert seit: 17.06.2005

Leutnant zur See
Beiträge: 1149
Viel tolles ist sehr sehr relativ, denn die meisten Crowdfunding Projekte gehen den Bach runter.
#3
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Registriert seit: 15.10.2007

Stabsgefreiter
Beiträge: 292
Ob die "meisten" keine Ahnung. Aber die Erfolgsquote ist mit Sicherheit recht ähnlich zu der bei "normalen" Start-Up-Investments.

Dazu kommt eben der Umstand das die privaten Investoren (Crowdfunder) weder die Erfahrung noch die Möglichkeiten eines professionellen Investors haben, eine Geschäftsidee und den Hintergrund der handelnden Personen zu untersuchen und zu beurteilen.
#4
Registriert seit: 10.04.2008

Obergefreiter
Beiträge: 102
Zitat jrs77;25491098
Viel tolles ist sehr sehr relativ, denn die meisten Crowdfunding Projekte gehen den Bach runter.


Quelle?
#5
customavatars/avatar206123_1.gif
Registriert seit: 14.05.2014
Hamburg
Kapitänleutnant
Beiträge: 1908
Zitat Biedermeyer;25501604
Quelle?

Eigene Erfahrung. Gilt jedenfalls für mich.
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