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Livescribe 3 Smartpen arbeitet nun auch mit Android-Geräten zusammen

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livescribeDer Livescribe 3 Smartpen war bislang lediglich zu einigen iPhone- und iPad-Modellen kompatibel. Eine App für Android- oder gar Windows-Phone-Geräte fehlte bislang noch gänzlich. Im Januar aber versprach man, demnächst auch eine App für Googles mobiles Betriebssystem zu veröffentlichen. Nach einer längeren Betaphase mit zahlreichen Preview-Versionen stellte man diese heute offiziell vor. Der Livescribe 3 Smartpen wird damit zu Millionen von Android-Smartphones und -Tablets kompatibel.

Über die neue Livescribe+-App können nun auch Android-Nutzer ihre handschriftlichen Notizen digitalisieren, durchsuchen und teilen. Livescribe setzt dabei auf das neue Material-Design von Android, womit sich die Anwendung nahtlos an die Design-Richtlinien des Google-Systems anfügt. Kompatibel ist der Livescribe 3 Smartpen zu allen Geräten, die mindestens mit Android 4.4.2 „KitKat“ arbeiten und Bluetooth Smart bzw. Bluetooth 4.0 Low Energy unterstützen. Bis zu vier iOS- und Android-Geräte können mit smarten Stift gekoppelt werden. Die Koppelung erfolgt wie auch schon unter iOS direkt über die App – die Eingabe eines Pin-Codes ist nicht erforderlich. Ob das eigene Gerät mit dem Livescribe 3 Smartpen zusammenarbeitet, kann über die separat erhältliche „Link“-App überprüft werden. Sie übernimmt aber auch die zentrale Verwaltung des Stifts. In Zukunft sollen über Livescribe Link die Verknüpfungen mit Apps von Drittanbietern, die die Livescribe-Android-SDK nutzen, gesteuert werden können.

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Der Livescribe 3 Smartpen ist ab sofort auch zu Android-Geräten kompatibel

Großer Feature-Umfang

Die Haupt-Anwendung, Livescribe+, hält zum Start so ziemlich jedes Features aus der iOS-Anwendung bereit. Über sie können die Handschriften nicht nur digitalisiert und in Schreibmaschinen-Schrift umgesetzt werden, auch die sogenannten Pencasts können erstellet werden. Das sind Dokumente, die Audioaufnahmen mit der digitalisierten Handschrift synchronisieren und die später über das mobile Endgerät jederzeit wieder abgespielt werden können, um Meetings oder Vorträge nachbearbeiten zu können. Die Umwandlung in Maschinen-Schrift funktioniert genauso gut wie unter iOS. Selbst unsaubere Handschrift wird gut erkannt und umgewandelt. Hier und da aber werden einzelne Wörter nicht korrekt umgesetzt, ein nachträgliches Redigieren über den umgewandelten Text ist damit noch immer notwendig, sofern man diesen weiterschicken möchte.

Dies kann entweder direkt als PDF-Datei geschehen, oder aber als Bild- und Text-Datei. Zudem können die Notizen in vielen verschiedenen Apps und Diensten abgespeichert werden, dazu zählen unter anderem Evernote, Microsoft OneNote, Dropbox und Google Drive. Wer einen Audiocast per E-Mail von einem Android-Gerät zu einem iOS-Device verschickt, kann seine Notizen auch direkt in der Livescribe-App weiter bearbeiten – die Android- und iOS-Versionen sind untereinander voll kompatibel.

Derzeit noch exklusiv für die Android-App ist die Suchfunktion. Darüber kann in allen Notizbüchern und auf allen Seiten noch bestimmten Schlagwörtern gesucht werden – egal ob die Handschrift schon umgewandelt wurde, oder nicht. Die Auto-Send-Funktion für Evernote und Microsoft OneNote, welche aus der Livescribe+App der iOS-Version bekannt ist, wird es aber erst in naher Zukunft für die Android-Version geben. Die will man über ein späteres Update nachliefern.

Keine Änderungen an der Hardware

Der Stift selbst bleibt hingegen unverändert. Wer ihn bereits unter iOS eingesetzt hat, kann ihn ab sofort auch unter Android nutzen. Ein neuer Smartpen muss also nicht gekauft werden. Der Livescribe 3 Smartpen besitzt an der Mine eine winzige Kamera, die ständig erfasst, was der Anwender auf dem Papier skizziert oder schreibt. Zwar kann er auch jedes herkömmliche Papier beschreiben, damit die Skizzen, Notizen und Texte aber digitalisiert werden können, benötigt man weiterhin ein spezielles Schreibpapier, welches dem Stift wahlweise in Form eines Spiralblocks oder aber in Form eines gebundenen Notizbuches beiliegt. Sind diese jedoch vollgeschrieben, muss neues Papier her. Vier DinA5-Blöcke mit jeweils 50 Seiten kosten derzeit etwa 18 Euro. Dieses spezielle „Dot Paper“ ist ein fein gepunktetes Papier, über das der Stift den geschrieben Text ohne Probleme erkennen kann und über das sich auch zusätzliche Funktionen, wie die Audio-Aufnahme, steuern lassen. Ton-Aufnahmen werden über ein eingebautes Microsoft mitgeschnitten.

Eine ständige Verbindung zum Smartphone oder Tablet ist nicht notwendig. Der integrierte Flashspeicher kann bis zu 20.000 Seiten abspeichern. Bei der nächsten Verbindung werden diese automatisch auf das Android- oder iOS-Gerät übertragen. Ist die Verbindung hingegen aufgebaut, werden die Daten fast live an das Gerät gesendet. Neben der Mine, der Kamera, dem Speicher, dem Bluetooth-Chip und einem ARM9-Prozessor gibt es auch einen integrierten Lithium-Akku. Dieser soll eine Laufzeit von bis zu 14 Stunden ermöglichen.

Bei Amazon kostet die Standard-Version derzeit knapp 160 Euro. Die Pro-Version mit hochwertigem und dickerem Notizbuch sowie einem einjährigen Premium-Abo von Evernote kostet dort etwa 200 Euro.

Warum die Android-App so lange auf sich warten ließ, lag im Übrigen an Bluetooth 4.0 LE, das in der Anfangszeit vor allem von Apple vorangetrieben wurde. Erst jetzt rüsten die meisten Android-Hersteller ihre Geräte auf die neue Schnittstelle um. Hier musste man laut Livescribe-CEO Gilles Bouchard zunächst abwarten, wie man uns in einem persönlichen Gespräch zu Beginn des Monats in München verriet. Eine App für Windows Phone oder später Windows 10 könnte man sich ebenfalls vorstellen, zunächst aber läge der Fokus auf der finalen App-Version von Android sowie weiteren Updates mit neuen Funktionen.

Download der Apps:

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 11.07.2007
Köln
Bootsmann
Beiträge: 620
Das Problem an den Stiften ist und bleibt, dass die Minen (Sonderformat) einfach unverschämt teuer sind... Für die Kohle kann man sich gleich einen Mont Blanc Kugelschreiber kaufen. Die Minen für diesen sind vermutlich günstiger.
#2
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Registriert seit: 18.10.2012

Oberbootsmann
Beiträge: 949
achso
Zitat
Ton-Aufnahmen werden über ein eingebautes Microsoft mitgeschnitten.
Beeindruckend und auch irgendwie erschreckend, was alles heute so in einem Stift stecken kann.

Da wurde der Autor wohl kurz abgelenkt...
#3
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Registriert seit: 26.08.2012
Bayern
Kapitän zur See
Beiträge: 3387
Zitat Saeftchen;23474824
Die Minen für diesen sind vermutlich günstiger.


Die Minen sind weniger das Problem an dem Stift und mit 11,08€ für 5 Stück auch ziemlich günstig. Im direkten Vergleich kostet 1 Montblanc Mine um die 8.90€. Dafür hat man dann ein um einiges wertigeres Schreibgerät und braucht vor allem nicht das teure Spezialpapier. Da liegt mMn der größte Nachteil an dem Stift.
#4
customavatars/avatar67954_1.gif
Registriert seit: 11.07.2007
Köln
Bootsmann
Beiträge: 620
Das Problem an den Livescribe-Minen ist, dass die für das Geld einfach auch sauklein sind.
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