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Twitter-Deal: Generalstaatsanwalt von Texas schaltet sich ein

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Elon Musk sorgte mit seiner geplanten Twitter-Übernahme für reichlich Aufsehen und ließ den Aktienkurs der Social-Media-Plattform in ungeahnte Höhen schnellen. Mittlerweile liegt der Deal jedoch auf Eis und die Twitter-Wertpapiere sind von rund 47 Euro am 6. Mai 2022 auf 36,27 Euro gefallen. Es wäre sogar möglich, dass der Deal platzen könnte. Laut Aussagen von Musks Anwälten weigert sich Twitter, die genaue Anzahl von Spam- und Fake-Accounts offenzulegen. Ob die Verantwortlichen überhaupt in der Lage sind verlässliche Zahlen zu nennen ist unklar. Bislang schätzt Twitter die Fake-Accounts auf weniger als 5 %. Eine konkrete Angabe ist dies jedoch nicht.

Mit Hilfe des Generalstaatsanwalts des Bundesstaates Texas, Ken Paxton, soll sich dies jetzt ändern. Mittels einer offiziellen Untersuchung will Paxton nun selber überprüfen, ob die Schätzung der Realität entspricht oder ob es bei Twitter weitaus mehr Bots gibt, als sich der Dienst eingestehen will. Twitter hat nun drei Wochen Zeit entsprechende Zahlen zu liefern.

Die Anzahl der echten Nutzer hat signifikante Auswirkungen auf den Verkaufspreis. Sollte sich herausstellen, dass 15 % der Twitter-Nutzer keine echten Menschen sind, sondern Bots, wird Musk versuchen, den Preis von 44 Milliarden US-Dollar zu drücken. 

Twitter soll über rund 229 Millionen aktive Nutzer verfügen. Zuletzt löschte Twitter aufgrund von Kriegspropaganda rund 75.000 Accounts. Im Jahr 2018 sollen allein in den Monaten Mai und Juni mehr als 70 Millionen Konten gelöscht worden sein. Twitter-CEO Parag Agrawal gab zudem bekannt, dass man täglich rund 500.000 Accounts blockieren würde, bevor diese überhaupt von anderen Nutzern gesehen werden. Des Weiteren sind sämtliche Schätzungen der Fake-Accounts durch andere Unternehmen falsch. Lediglich Twitter selbst kann dies seriös beurteilen.

Bis zur finalen Übernahme von Twitter, sollte diese denn überhaupt wie geplant über die Bühne gehen können, wird es also noch etwas dauern.