1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Allgemein
  6. >
  7. Wirtschaft
  8. >
  9. Intels Mega Fab soll in Deutschland entstehen

Intels Mega Fab soll in Deutschland entstehen

Veröffentlicht am: von

intel-2020Noch in dieser Woche wollte Intel bekanntgeben, wo in Europa eine milliardenschwere Mega Fab entstehen soll. Im Rennen waren zahlreiche Länder Europas, wenngleich Deutschland von Anfang an recht große Chancen eingeräumt wurden. Dem französischen LeFigero zufolge ist die Wahl nun offenbar tatsächlich zu Gunsten eines Standardorts in Deutschland gefallen.

"Intel soll sich bereits dafür entschieden haben, seine zukünftige europäische Fabrik in Deutschland zu errichten. (...) Die Entscheidung soll in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden, damit die Produktion 2024 anlaufen kann."

Woher der LeFigero die Informationen hat, ist nicht bekannt. Intel wollte zunächst keiner Statement dazu abgeben.

10 Milliarden US-Dollar sollen in die Mega Fab gesteckt werden – ein üblicher finanzieller Aufwand für die Errichtung einer Halbleiterfabrik in den modernsten Strukturgrößen. 2024 sollen dann die ersten Chips vom Band laufen. Insgesamt will Intel 100 Milliarden über zehn Jahre investieren.

Was den genauen Standort betrifft, scheint man noch nicht festgelegt zu sein. Intel habe "seine Wahl noch nicht vollständig getroffen". Er soll "zwischen Dresden, was am wahrscheinlichsten ist, und München schwanken".

Dresden wäre als Standort der offensichtlichste, weil sich GlobaFoundries und Bosch hier schon angesiedelt haben und es auch das notwendige Ökosystem für eine solche Fabrik in Teilen bereits gibt. München ist jedoch ebenso ein noch immer heißer Kandidat. Letztendlich wird es bei der Entscheidung für einen Standort aber auch um weitere Faktoren gehen. Hinzu kommt die Notwendigkeit, genügend Arbeitskräfte zur Verfügung zu haben, ohne andere Unternehmen in der Branche "auszutrocknen".

Aber der Aufbau einer High-End-Fertigung ist keine Frage nach einem einzigen Standort. In Frankreich soll ein großes R&D-Center entstehen. In Italien eine Fabrik für das Packaging und Assembly der jeweiligen Chips, denn auch rein mit der Fertigung der Chips ist es nicht getan. Europäische Fördergelder sollen ebenso verteilt werden, wie solche von Bund, Land und den Kommunen.

Erst vor wenigen Wochen machte sich Intel im Rahmen einer Präsentation eines Reports dafür stark, dass Europa und die Länder sich finanziell stärker einbringen. In Asien ist dieser Anteil von Investitionen und weiteren Anreizen weitaus größer, als hierzulande. Subventionen und weitere Anreize machen den Hauptunterschied in den Kosten der Chipherstellung aus. Zwischen 20 und 30 % kann der Anteil dieser Zuwendungen in einem Zeitraum von zehn Jahren sein. Wir sprechen hier von fünf bis acht Milliarden Euro über den gleichen Zeitraum.

Ob tatsächlich Deutschland der Standort für die neue Mega Fab von Intel werden wird, werden wir vermutlich erst in der kommenden Woche offiziell wissen.

Update: Intel will Bericht nicht bestätigen

Intel will die im Bericht gemachten Angaben weder bestätigen, noch dementiert man diese:

"Intel executives are having constructive investment conversations with government leaders in multiple EU countries. While we are encouraged by the many possibilities to support the EU’s digital agenda and 2030 semiconductor ambitions, current negotiations remain ongoing and confidential. We plan to make an announcement as soon as possible."

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Kurios und besorgniserregend: American-Megatrands-Sticker in High-End-Switches

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMERICAN-MEGATRANDS

    In den USA ist man seit einigen Jahren und vor allem nach den Veröffentlichungen von Edward Snowden sehr bedacht darauf, eine sichere Lieferkette innerhalb seiner IT-Infrastruktur gewährleisten zu können. Dass die eigenen Geheimdienste allerdings ein großer Bestandteil dessen sind, dass... [mehr]

  • Checkout with Crypto: PayPal schaltet Bezahlfunktion für Kryptowährungen frei

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PAYPAL

    Im Oktober gab PayPal bekannt, künftig auch Bezahlungen über verschiedene Kryptowährungen ermöglichen zu wollen. Die Plattform sollte ab ab 2021 zur Handelsplattform für Bitcoin und Co. werden. Nachdem US-Kunden bereits seit Ende des letzten Jahres verschiedene Kryptowährungen direkt über... [mehr]

  • Ethereum: Gesamthashrate mit starkem Rückgang

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ETHEREUM

    Insbesondere der Kryptowährung Ethereum und dessen Minern wurde in der Vergangenheit immer wieder nachgesagt, verantwortlich für die schlechte Verfügbarkeit von Grafikkarten zu sein. Schaut man sich aktuell bei eBay-Kleinanzeigen um, tauchen dort immer mehr Anzeigen mit Mining-Rigs auf. Zudem... [mehr]

  • Sennheiser trennt sich von seiner Kopfhörer-Sparte

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SENNHEISER

    Der deutsche Hersteller Sennheiser hat jetzt bekanntgegeben, sich von der eigenen Kopfhörer- sowie Soundbar-Sparte für Endverbraucher zu trennen. In Zukunft wird besagter Bereich von dem schweizerischen Unternehmen Sonova übernommen. Dies lässt sich der Produzent von Hörgeräten insgesamt 200... [mehr]

  • Super Mario als Fruchtgummi: Nintendo und Haribo schließen Kooperation

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/HARIBO

    Nachdem Nintendo am Dienstagabend während der E3 2021 seine kommenden Spiele-Highlights für die nächsten Monate präsentierte und unter anderem neue Spielsszenen zum nächsten Zelda-Abenteuer zeigte, oder einen neuen Ableger der klassischen Mario-Party-Reihe ankündigte, war man nun für... [mehr]

  • Neuer Krypto-Hack: Liquid-Exchange wurde um über 90 Millionen US-Dollar beraubt

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/BITCOIN

    In jüngster Vergangenheit sorgte ein Hackerangriff auf das US-amerikanische Unternehmen Poly Network für Aufsehen. Dem Angreifer ist es dabei gelungen, 600 Millionen US-Dollar an Kryptowährungen zu erbeuten. Allerdings scheint es sich bei dem Dieb um einen sogenannten White-Hat-Hacker zu... [mehr]