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TSMC: Corona-Pandemie nicht Alleinschuldiger der Halbleiter-Krise

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tsmc2020

Die Halbleiter-Krise zieht sich durch diverse Industriezweige, ob Automobil-, Gaming- oder allgemein die Elektronikbranche - aktuell kann die massive Nachfrage nach Chips nicht ansatzweise befriedigt werden. Als Schuldiger wurden bislang die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Lieferschwierigkeiten beziehungsweise die Veränderungen beim Kaufverhalten der Konsumenten verantwortlich gemacht. Ob Notebooks, Webcams, Videospielkonsolen oder Grafikkarten: Es gibt sicherlich zahlreiche Beispiele von Produkten, bei denen die Pandemie für eine verstärkte Nachfrage gesorgt hat. Allerdings scheint es noch ganz andere Gründe für die Halbleiter-Krise zu geben. Laut dem Auftragsfertiger TSMC würden aktuell in der Lieferkette Chips gehortet.

Wie Mark Liu, Executive Chairman des Unternehmens, in einem Interview mit dem Time Magazine anführte, werden mehr Chips an die Hersteller geliefert, als fertige Produkte die Fabrik verlassen. Ursache könnte hier der ungewisse Ausgang des derzeitigen Handelskonflikts zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China sein. Bei TSMC habe man nun begonnen Aufträge zu priorisieren. Des Weiteren beabsichtigt die US-Regierung unter Präsident Joe Biden 50 Milliarden US-Dollar zu investieren, um die eigene Halbleiterindustrie voranzutreiben. Zudem sorgt das US-Gesetz für Innovation und Wettbewerb für weitere 52 Milliarden US-Dollar. 

Trotz der immensen Investitionssummen wird es noch einige Zeit dauern, bis genügend Halbleiter verfügbar sein werden. Insbesondere mit Blick auf die Vereinigten Staaten und China könnte eine Verschärfung des Disputs zu weiteren Hortungen bei den Unternehmen führen. Durch die Priorisierung sollten zumindest einige Versuche unterbunden werden können. Nichtsdestotrotz fehlen derzeit zahlreiche Chips, somit ist mit einer Entspannung der derzeitigen Situation frühestens im kommenden Jahr zu rechnen.

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