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Vodafone darf nach Entscheidung der EU Unitymedia übernehmen

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vodafone logoVodafone darf den Kabelnetzbetreiber Unitymedia übernehmen. Dies hat die EU-Kommission heute bekannt gegeben. Allerdings darf Vodafone das Unternehmen nur unter Einhaltung bestimmter Auflagen übernehmen. So muss Vodafone weiterhin sicherstellen, dass die Preise für schnelle Internetanschlüsse über Kabel einem Wettbewerb unterstehen. Vodafone hat deshalb zugesichert, auch anderen Anbietern den Zugang zum Kabelnetz zu gewähren. Telefónica Deutschland hat bereits Interesse gezeigt, künftig Kabelanschlüsse zu vermarkten. Das Unternehmen würde dann ähnlich wie bei DSL die Leitung von Vodafone mieten und wäre damit Vertragspartner gegenüber dem Kunden.

Durch die Zusage der Übernahme werden außerdem Kunden von Unitymedia automatisch Kunden von Vodafone. Allerdings wird es sicherlich noch einige Zeit dauern, bis die Zusammenführung beider Unternehmen erfolgt. Da beide Unternehmen unterschiedliche Preisstrukturen haben, bleibt abzuwarten, wie Vodafone die Verträge zusammenführen möchte. Hierzu gibt es aktuell noch keine Stellungnahme von Vodafone.

Vodafone wird für die Übernahme von Unitymedia einen Kaufpreis von rund 18,4 Milliarden Euro an den Mutterkonzern Liberty Global überweisen. Mit diesem Schritt ist Vodafone gleichzeitig der größte Kabelnetzbetreiber in Deutschland. "Wir schaffen nach fast zwei Jahrzehnten der Trennung wieder ein vereinigtes Kabelnetz", so Vodafone-CEO Hannes Ametsreiter.

Insgesamt wird Vodafone zukünftig damit 25 Millionen Haushalte mit seinem Kabelnetz erreichen. Aktuell können bei dem Anbieter Anschlüsse mit bis zu 1 Gbit/s gebucht werden, allerdings soll die Geschwindigkeit mithilfe von DOCISIS 3.1 in Zukunft noch weiter erhöht werden.