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AMD mit profitablem Jahr 2018 und schwächelt dennoch

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amdAMD hat seine Zahlen für das vierte Quartal 2018 veröffentlicht und damit das Gesamtjahr in finanzieller Hinsicht abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Umsatz von 1,653 auf 1,419 Milliarden US-Dollar. Im Jahresvergleich geht es jedoch von 1,34 auf besagte 1,653 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn liegt mit 38 Millionen US-Dollar gerade so im positiven Bereich, allerdings wurde vor einem Jahr noch ein leichter Verlust geschrieben.

Der gewohnt starke Bereich "Computing and Graphics" bliebt mit einem Umsatz von 986 Millionen US-Dollar der wichtigste Sektor bei AMD. Allerdings zeigen sich hier auch die derzeitigen Schwächen im wirtschaftlichen Umfeld und auch AMD muss sich selbst eingestehen, dass der Mining-Boom vorbei ist. Dennoch macht diese Sparte einen Gewinn von 115 Millionen US-Dollar.

Deutlich zurückgegangen ist der Umsatz für "Enterprise, Embedded, and Semi-Custom". Dieser liegt hier bei nur noch 433 Millionen US-Dollar und damit deutlich hinter den 715 Millionen US-Dollar im Quartal zuvor. Im Jahresvergleich kann AMD zu 432 Millionen US-Dollar aber einen stabilen Umsatz verbuchen. Das Geschäft aus diesem Segment schreibt einen Verlust in Höhe von 6 Millionen US-Dollar.

Für das Gesamtjahr 2018 kann AMD einen Umsatz von 6,48 Milliarden US-Dollar schreiben. 2017 waren es noch 5,25 Milliarden US-Dollar und 2016 4,27 Milliarden US-Dollar. Entsprechend haben sich auch die Gewinne entwickelt. 2016 musste AMD noch einen Verlust von 497 Millionen US-Dollar verbuchen, 2017 dann nur noch in Höhe von 33 Millionen US-Dollar und 2018 kam ein Gewinn von 337 Millionen US-Dollar zusammen.

AMD ist wirtschaftlich auf gutem Wege – es werden allerdings auch einige Probleme offensichtlich. Zwar kann AMD Marktanteile bei den Desktop- und Serverprozessoren gewinnen, allerdings sprechen wir im Falle der Ryzen-Prozessoren vom recht kleinen Markt der PC-Bastler, die Masse wird weiterhin über das OEM-Geschäft verkauft und hier kann AMD noch immer nur geringe Zuwächse verbuchen. Gleiches Bild bei den Serverprozessoren, auch wenn der Marktanteil sich weiter wachsend im einstelligen Prozentbereich bewegt.

Bei den Grafikkarten kämpft AMD mit den fehlenden Umsätzen durch das Mining-Geschäft. Hinzu kommt das fehlende Vorhandensein von Neuigkeiten. Die Radeon VII bedient nicht den Massenmarkt und "nur" eine neue Radeon RX 590 kann die Absätze sicherlich nicht weiter steigern.

Im Semi-Custom-Segment konnte sich AMD bisher auf die Verkäufe der PlayStation und Xbox verlassen. Doch auch diese sind langsam rückläufig und bis die nächste Generation für steigende Umsätze sorgen wird, wird es noch etwas dauern. Den Ausblick auf das erste Quartal 2019 wählt AMD also etwas konservativ. Der Umsatz soll bei nur 1,25 Milliarden US-Dollar liegen. Große Erwartungen hat AMD natürlich an die Ryzen-Prozessoren der dritten Generation und die EPYC-Prozessoren der zweiten Generation – beides auf Basis der Zen-2-Architektur.

Neues Wafer Supply Agreement mit GlobalFoundries

Zudem gibt AMD bekannt, dass man ein neues neues Wafer Supply Agreement (WSA) mit GlobalFoundries geschlossen habe. Darin hat man eine Vereinbarung zum Kauf von Wafern und Fertigungskapazitäten bis ins Jahr 2021 geschlossen. Darin eingeschlossen ist zudem, dass AMD andere Hersteller mit der Fertigung von Produkten in 7 nm und weniger beauftragen kann, ohne GlobalFoundries Lizenzgebühren oder Einmalzahlungen leisten zu müssen. Das neue WSA klärt auch auf, wie AMD weiter verfahren wird, denn aktuell lässt man bereits einige GPUs und CPUs in 7 nm bei TSMC fertigen, andere Bereiche aber in 12 und 14 nm von GlobalFoundries.

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