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StreamOn: Bundesnetzagentur droht Deutscher Telekom mit hohem Bußgeld

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Die Bundesnetzagentur hat den Druck auf die Deutsche Telekom erhöht. Nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche vor dem Verwaltungsgericht Köln unterlag, verlangt die Regulierungsbehörde nun endgültig Änderungen an der Option StreamOn. Wird dem nicht nachgekommen, drohen Bußgelder. Deren Höhe dürfte aber nicht einschüchternd wirken.

Lediglich 200.000 Euro muss die Deutsche Telekom zahlen, wenn sie der Aufforderung nicht nachkommt, wie heise online schreibt. Die Gesamtsumme besteht allerdings aus zwei Bestandteilen zu je 100.000 Euro, die an jeweils einen der beiden Kritikpunkte geknüpft sind. So verlangt die Bundesnetzagentur nicht nur die Aufhebung der Drosselung, sondern auch die Freigabe der Nutzung im EU-Ausland gemäß der geltenden Vorgaben. Eine Reaktion der Deutschen Telekom steht noch aus, ein Einlenken gilt allerdings als sehr unwahrscheinlich.

Schließlich hatte das Unternehmen kurze Zeit nach Bekanntgabe der Gerichtsentscheidung in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass es alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen werde, um Änderungen an StreamOn zu vermeiden. Ob allerdings inzwischen Beschwerde beim zuständigen Oberverwaltungsgericht Münster eingelegt wurde, ist nicht bekannt.

Das Oberverwaltungsgericht Köln folgte in seiner Entscheidung der Einschätzung der Bundesnetzagentur und stufte StreamOn in seiner jetzigen Form als rechtswidrig ein. So würde die Drosselung bei Verwendung einiger Dienste die Netzneutralität verletzten, auch wenn die Kunden dem freiwillig zustimmen. Darüber hinaus müsse die Option entsprechend der EU-Roaming-Richtlinie auch im EU-Ausland zur Verfügung stehen. Derzeit geht sie zulasten des zum Vertrag gehörenden unlimitierten Datenvolumens.

Die Deutsche Telekom hat Änderungen bislang mit Verweis auf die Wirtschaftlichkeit abgelehnt. Es sei finanziell nicht tragbar, StreamOn im vollen Umfang innerhalb der EU nutzbar zu machen. Gemeint sind damit die Gebühren, die Netzbetreiber innerhalb der EU nach wie vor untereinander verlangen dürfen und die derzeit bei 6 Euro pro Gigabyte liegen. Das Streamen eines Filmes im EU-Ausland würde die Deutsche Telekom so schnell 15 Euro und mehr kosten. Entsprechend wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach damit gedroht, StreamOn nicht länger anzubieten, falls entsprechende Änderungen vorgenommen werden müssen. Von einem solchen Schritt wären mehr als 1,5 Millionen Kunden betroffen.

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Kommentare (14)

#5
Registriert seit: 18.05.2007

Admiral
Beiträge: 10049
Die Lösung wird einfach, und nach derzeitigen Anhaltspunkten auch am Besten sein, StreamOn komplett zu beenden.
#6
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Registriert seit: 28.08.2006

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1369
Und die Vodafone Pass Geschichte ist okay weil man es manuell zubuchen muss oder wie ist da die rechtliche Lage?

Falls ja, einfach StreamOn als Paket ausgliedern und für 99 Cent im Jahr verkaufen.
#7
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3850
VF ist soweit ok, weil man erstmal den Platzhirsch abknallen möchte.
Sobald dieser am Boden liegt, wird der Jagdbefehl erweitert btw das aufgeschreckte Wild rennt weg.
#8
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Registriert seit: 24.07.2005
Weimar
Kapitän zur See
Beiträge: 3560
Zitat h00bi;26659301

Falls ja, einfach StreamOn als Paket ausgliedern und für 99 Cent im Jahr verkaufen.


Würde ich sogar nehmen.
Oder schreibt da die Bundesbremsagentur wieder einen Mindestpreis vor? Wieso muss ich darunter leiden, weil die Kunden irgendwelcher Discount-Anbieter für wenig Kohle am liebsten alles wollen?
#9
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Registriert seit: 10.05.2006

Fregattenkapitän
Beiträge: 3040
Als Option fände ich da ganze sogar besser. Könnte man sich die Tarife zusammen bauen wie man möchte:
x Gb plus StreamOn Musik oder Video.
#10
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3850
Sag mal pent ihr?
Magenta EINS ist eine Option.
Da gibt es keinen Zwang das zu nehmen.
#11
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Registriert seit: 31.07.2008
hadde Frankfurt
ulaY!
Beiträge: 3462
Schnallen doch die wenigsten worum es geht, guck dir die Kommentare an. Die Gier ist halt grenzenlos, egal was die Konsequenzen sind. Wenn ich schon lese, dass hier Leute meinen, sie müssten wegen *beliebige Gruppe einfügen* auf irgendwas verzichten, dann wundere ich mich schon lange nicht mehr. Ist zwar off topic, der Grund ist aber derselbe warum die Afd hier Zulauf hat.
#12
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Registriert seit: 24.07.2005
Weimar
Kapitän zur See
Beiträge: 3560
Ist sogar mächtig oT und scheinbar das Ergebnis eines Joints, die Dinge so durcheinanderzuwürfeln.
Wäre ich nicht vor kurzer Zeit gegen Rassismus mit auf der Straße gewesen, könnte ich über das Gefasel noch lachen. :stupid:
Du kannst vor der Tür mehr gegen die neuen "Säuberer" tun, als hier - versteckt hinterm Monitor - jeden in deren Schublade zu stecken.

Es geht mir darum, dass es diese Option halt nicht in irgendwelchen 9,95€-Tarifen gibt und wenn ich schon den Magenta L monatlich hinblättere, ich solche "Goodies" quasi schon mitbezahlt habe.
Für dicke Tarife will ich auch, dass was rüberkommt, was es in den Billigen halt nicht gibt. Und klar sehe ich das erstmal egoistisch, darauf basiert nun mal unser Wirtschaftssystem.
Wieso sollte "You get what you pay" hier nicht gelten?
#13
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12602
Zitat Romsky;26659260
Die Lösung wird einfach, und nach derzeitigen Anhaltspunkten auch am Besten sein, StreamOn komplett zu beenden.

Nein.
#14
Registriert seit: 23.03.2006

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1459
Zitat MortiFTW;26659219
würde ich auch gerne wissen. Ich hab auf jeden Fall einen höheren Tarif gebucht, um StreamOn Video dabei zu haben.
Ich würde wenn das wegfällt wieder auf einen kleineren Tarif zurück gehen wollen.


Moin,

kommt drauf an, wie Stream on im Vertrag kommuniziert wird (im Vertrag, nicht in der Werbung!). Wenn es als kostenlose, widerrufbare Dreingabe angegeben ist hast du wohl Pech.

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Telekom sich kulant zeigt und auf einen niedrigeren Tarif wechseln lässt (wobei ich mir das nur bei Verträgen ohne Gerät vorstellen kann).
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