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Amazon soll für über 17 % der Pakete bei der Deutschen Post verantwortlich sein

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amazonDer Online-Handel wächst von Jahr zu Jahr und damit auch der größte Händler Amazon. Amazon verschickt seine Bestellungen mit verschiedenen Paketdienstleistern, darunter auch die Deutsche Post. Dem Handelsblatt wurde nun in diesem Zusammenhang ein Dokument der Vorstandschaft vom Mai 2017 zugespielt, das die Abhängigkeit der Post von Amazon verdeutlichen soll.

Demnach würden 17,6 % der gesamten Pakete nur von Amazon in Auftrag gegeben. Dies entspricht 253 Millionen Paketen pro Jahr. Kein anderes Einzelunternehmen verschickt damit so viele Pakete wie Amazon mit der Deutschen Post. Bisher hatte das Unternehmen nie offizielle Angaben hierzu gemacht und lediglich davon gesprochen, dass kein Kunde der Deutschen Post mehr als zwei Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen würde. Dies scheint allerdings im Fall von Amazon nicht so zu sein.

Bei den 17,6 % sind sogar nur Pakete einberechnet, die direkt von Amazon versendet werden. Allerdings machen auch Pakete über Amazon Marketplace einen Großteil der Bestellungen aus und diese werden ebenfalls zu einem großen Anteil über die Deutsche Post versendet. Somit scheint der Einfluss von Amazon auf die Deutsche Post deutlich größer als bisher angenommen.

Amazon soll für den Versand eines Paketes über die Deutsche Post im Durchschnitt 2,55 Euro bezahlen. Die Post soll damit pro Paket noch einen Gewinn von 21 Cent machen. Allerdings gibt es auch Konkurrenz. Neben Hermes baut auch Amazon seinen eigenen Lieferdienst immer weiter aus. Bis zum Jahr 2022 plant man 154 Millionen Pakete selbst auszuliefern. Zwar soll auch die Post mit 360 Millionen Pakete noch einen Großteil der Lieferung übernehmen, allerdings im Vergleich zu Amazons eigenem Lieferdienst immer weniger Aufträge bekommen. Dies bedeutet gleichzeitig, dass die Post nach ersten Rechnungen bis zum Jahr 2022 einen ordentlichen Anteil vom Ertrag verlieren könnte.

Wie sich die Abhängigkeit der Post zu Amazon entwickeln wird, bleibt jedoch erst einmal abzuwarten. Allerdings gilt es zu hoffen, dass die Gewinnerhaltung bei der Post nicht auf Kosten der Fahrer ausgetragen wird.