> > > > Bericht: Apple greift beim Verraten von Geheimnissen hart durch

Bericht: Apple greift beim Verraten von Geheimnissen hart durch

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apple-logoApple versucht seit Jahren immer wieder seine Geheimnisse zu schützen, um neue Produkte erst auf der eigenen Keynote erstmals der Öffentlichkeit zu präsentieren und der Konkurrenz keinen Vorsprung zu geben. Dies ist in der Vergangenheit allerdings immer seltener gelungen. Zuletzt tauchte die finale Version von iOS 11 bereits vor der Keynote auf, womit fast alle Geheimnisse und Informationen rund um das iPhone X schon vor der Präsentation bekannt waren.

Jedoch scheint Apple beim Verraten von Geheimnissen zukünftig deutlich härter durchzugreifen. Der Hersteller hat laut eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr 29 Mitarbeiter entlassen. Die Mitarbeiter hätten Geheimnisse im Vorfeld verraten und mussten deshalb das Unternehmen verlassen. Zudem liegt Bloomberg ein Dokument vor, wonach 12 ehemalige Mitarbeiter sogar verhaftet wurden und mit entsprechenden Strafzahlungen oder sogar Gefängnis rechnen müssten. Laut Apple würde durch das Preisgeben von Geheimnissen ein großer finanzieller Schaden entstehen, da sich die bereits im Handel befindlichen Produkte schlechter Verkaufen würden.

Neben eigenen Mitarbeitern untersucht Apple auch immer wieder Fälle von Zulieferern. Auch von dort würden Informationen an die Öffentlichkeit gelangen. Deshalb soll das kalifornische Unternehmen auch bei seinen Zulieferern entsprechend hart durchgreifen. Apple habe dafür extra ein Sicherheitsteam, dass bei den Zulieferern sich nur um die Absicherung der Unternehmensgeheimnisse kümmert.

Mit diesen Maßnahmen wird deutlich, wie wichtig Apple die Geheimhaltung neuer Produkte ist. Das Unternehmen scheint viel Geld und Aufwand zu investieren, damit zukünftig neue Produkte tatsächlich erst zur Keynote öffentlich werden. Ob dem Hersteller dies in Zukunft tatsächlich wieder besser gelingen wird, bleibt allerdings abzuwarten. 

Das vollständige interne Memo von Apple:

Last month, Apple caught and fired the employee responsible for leaking details from an internal, confidential meeting about Apple’s software roadmap. Hundreds of software engineers were in attendance, and thousands more within the organization received details of its proceedings. One person betrayed their trust.

The employee who leaked the meeting to a reporter later told Apple investigators that he did it because he thought he wouldn’t be discovered. But people who leak -- whether they’re Apple employees, contractors or suppliers -- do get caught and they’re getting caught faster than ever.

In many cases, leakers don’t set out to leak. Instead, people who work for Apple are often targeted by press, analysts and bloggers who befriend them on professional and social networks like LinkedIn, Twitter and Facebook and begin to pry for information. While it may seem flattering to be approached, it’s important to remember that you’re getting played. The success of these outsiders is measured by obtaining Apple’s secrets from you and making them public. A scoop about an unreleased Apple product can generate massive traffic for a publication and financially benefit the blogger or reporter who broke it. But the Apple employee who leaks has everything to lose.

The impact of a leak goes far beyond the people who work on a project.

Leaking Apple’s work undermines everyone at Apple and the years they’ve invested in creating Apple products. “Thousands of people work tirelessly for months to deliver each major software release,” says UIKit lead Josh Shaffer, whose team’s work was part of the iOS 11 leak last fall. “Seeing it leak is devastating for all of us.”

The impact of a leak goes beyond the people who work on a particular project — it’s felt throughout the company. Leaked information about a new product can negatively impact sales of the current model; give rival companies more time to begin on a competitive response; and lead to fewer sales of that new product when it arrives. “We want the chance to tell our customers why the product is great, and not have that done poorly by someone else,” says Greg Joswiak of Product Marketing.

Investments by Apple have had an enormous impact on the company’s ability to identify and catch leakers. Just before last September’s special event, an employee leaked a link to the gold master of iOS 11 to the press, again believing he wouldn’t be caught. The unreleased OS detailed soon-to-be-announced software and hardware including iPhone X. Within days, the leaker was identified through an internal investigation and fired. Global Security’s digital forensics also helped catch several employees who were feeding confidential details about new products including iPhone X, iPad Pro and AirPods to a blogger at 9to5Mac.

Leakers in the supply chain are getting caught, too. Global Security has worked hand-in-hand with suppliers to prevent theft of Apple’s intellectual property as well as to identify individuals who try to exceed their access. They’ve also partnered with suppliers to identify vulnerabilities — both physical and technological — and ensure their security levels meet or exceed Apple’s expectations. These programs have nearly eliminated the theft of prototypes and products from factories, caught leakers and prevented many others from leaking in the first place.

Leakers do not simply lose their jobs at Apple. In some cases, they face jail time and massive fines for network intrusion and theft of trade secrets both classified as federal crimes. In 2017, Apple caught 29 leakers. 12 of those were arrested. Among those were Apple employees, contractors and some partners in Apple’s supply chain. These people not only lose their jobs, they can face extreme difficulty finding employment elsewhere. “The potential criminal consequences of leaking are real,” says Tom Moyer of Global Security, “and that can become part of your personal and professional identity forever.”

While they carry serious consequences, leaks are completely avoidable. They are the result of a decision by someone who may not have considered the impact of their actions. “Everyone comes to Apple to do the best work of their lives — work that matters and contributes to what all 135,000 people in this company are doing together,” says Joswiak. “The best way to honor those contributions is by not leaking.”

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 25.04.2010

Hauptgefreiter
Beiträge: 221
Bei Apple ist doch seit Jahren genauso eine Langeweile wie bei anderen Herstellern. Was gibt es da für große, schützenswerte Geheimnisse die verraten wurden?

Und gerade Apple, wo regelmäßig Prototypen von iPhones "zufällig" an verschiedenen Orten vergessen wurden, beschwert sich über Leaks?
#2
Registriert seit: 25.02.2013

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1512
Musste gerade schmunzeln: "Apple greift beim Verraten von Geheimnissen hart durch" ... "hier das vollständige interne Memo:" :D
#3
Registriert seit: 24.05.2012
Ilmenau
Kapitän zur See
Beiträge: 3344
Was sollen das schon für Geheimnisse sein? Dass nächstes Jahr der Lightning-Anschluss auch wegfällt und man nur noch per Wireless-Charging laden kann?

Die Hersteller tun ja immer so, als hätte der Mainstram-Consumer nicht andere Sorgen als die Rand-Dicke seines Telefons.
#4
customavatars/avatar139847_1.gif
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6861
Du scheiße, es wird immer schlimmer.
#5
customavatars/avatar202850_1.gif
Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12423
Zitat SynergyCore;26268731
Was sollen das schon für Geheimnisse sein? Dass nächstes Jahr der Lightning-Anschluss auch wegfällt und man nur noch per Wireless-Charging laden kann?

Ganz ehrlich, ein Handy ohne irgendwelche Öffnungen?
Klar, hat Komfortnachteile.. aber meine Herren, das ist Sci-Fy aller erster Güte!! :drool:
#6
Registriert seit: 09.09.2008

Vizeadmiral
Beiträge: 6527
Bitte noch mal die Word Rechtschreibprüfung durchlaufen lassen.
#7
customavatars/avatar217861_1.gif
Registriert seit: 02.03.2015

Fregattenkapitän
Beiträge: 2706
Zitat Jaytie;26265395
Musste gerade schmunzeln: "Apple greift beim Verraten von Geheimnissen hart durch" ... "hier das vollständige interne Memo:" :D


Genau das dachte ich auch nach der News :D
#8
customavatars/avatar29193_1.gif
Registriert seit: 31.10.2005
Klabusterbeerenweg 9 3/4
Kapitänleutnant
Beiträge: 1669
Zitat DragonTear;26269559
Ganz ehrlich, ein Handy ohne irgendwelche Öffnungen?
Klar, hat Komfortnachteile.. aber meine Herren, das ist Sci-Fy aller erster Güte!! :drool:


ja startrek scifi, ich will aber alien scifi mit schläuchen und riesenknöpfen!!!
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