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Gericht folgt Verbraucherschützern: Amazon Dash Button verletzt Gesetze

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amazon dash button

Eigentlich soll der Dash Button seinem Nutzer den Einkauf erleichtern. Doch genau das wird Amazon zum Verhängnis. Denn nach Ansicht des Landgerichts München I werden essentielle Informationen durch den Einkauf per simplen Knopfdruck nicht ausreichend verfügbar gemacht. Welche Folgen das haben wird, ist noch unklar. Im schlimmsten Fall dürfte der Dash Button hierzulande unbrauchbar werden.

Unmittelbar nach dem Start des Dash Buttons in Deutschland äußerte die Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen Kritik an der Funktionsweise. So würden Kunden unmittelbar vor dem Kauf per Knopfdruck nicht auf den tatsächlichen Preis hingewiesen, auch die im Online-Handel vorgeschriebene Widerrufsbelehrung erfolge nicht. Eine entsprechende Abmahnung wollte Amazon nicht akzeptieren, es folgte der Gang vor Gericht.

Das folgte soweit bekannt der Annahme der Verbraucherschützer. In einer Pressemitteilung - das Urteil (Az.: 12 O 730/17) wurde noch nicht veröffentlicht - schreibt die Verbraucherzentrale, dass man Recht bekommen habe. So müsse Amazon vor dem endgültigen Absenden der Bestellung über die Möglichkeit des Widerrufs durch den Kunden sowie über Preis und tatsächlich bestellte Ware informieren. Gerade letzteres sei im aktuellen Zustand ein Problem. Denn Amazon räumt sich selbst mit den Amazon Dash Replenishment Nutzungsbedingungen unter anderem das Recht ein, auch einen alternativen Artikel zu versenden. Erst nach dem Betätigen des Dash Buttons und dem damit verbundenen verbindlichen Kauf erhält der Nutzer die entsprechenden Informationen.

Amazon selbst widerspricht der Auffassung des Gerichts und hat bereits erklärt, Berufung einlegen zu wollen. „Wir sind davon überzeugt, dass der Dash Button und die dazugehörige App im Einklang mit der deutschen Gesetzgebung stehen und dass es dem Kunden erlaubt sein sollte, selbst eine informierte Entscheidung darüber zu treffen, wie er einkaufen will", so das Unternehmen.

Der Online-Händler hatte bereits zu Beginn der Auseinandersetzung den Standpunkt vertreten, dass der Einkauf per Dash Button nicht mit dem per Browser gleichzusetzen sei und die entsprechenden Informationen jederzeit innerhalb der entsprechenden Dash-Seite einsehbar seien.

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Kommentare (61)

#52
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Registriert seit: 02.01.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 988
Zitat Sockrattes;26196678
Dann lieber so Seiten wie HardwareLUXX und CO.


Wenn nur nicht immer irgendwelche Idioten, welche das Thema nicht verstanden haben, idiotische Beiträge verfassen würden ;)
#53
Registriert seit: 10.03.2017

Banned
Beiträge: 1168
Zitat Sockrattes;26196678
Es bleibt wie es bleibt, selber informieren und dies ist dank I-Net so leicht wie noch nie. Dafür brauche ich keine staatlichen Verbraucherschutzzentralen.

Du bist also AGB-Fetischist?
#54
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Registriert seit: 18.08.2013
Schwabenland
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Zitat Hardwareaner;26197364
Du bist also AGB-Fetischist?

Jep.

Wer sollte sonst entscheiden was Sache ist? Käufer und Verkäufer oder ein unsichtbarer dritter? Wo bleibt da die Rechtssicherheit wenn ein Nicht-Vertragspartner ständig die Rahmenbedingungen umkrempelt?
Und wer mir einen Stapel AGB-Seiten vorlegt, den lass ich halt links liegen. Leider ist unser heutiges Rechtssystem zu stark sozialisiert und viele Menschen wollen keine Eigenverantwortung für ihr Leben übernehmen, weil es gibt ja den tollen Staat. Sehr schlechte Entwicklung.

Und die ausufernden AGBs sind das Resultat eines nicht funktionierenden Rechtsstaats. Die menschliche Vernunft taucht leider nirgends auf und wird vor den staatlichen Gerichten nicht gewertet (siehe hier:
Kunde verklagt Pizzaservice wegen fünf Euro - Lokales (Augsburg) - Augsburger Allgemeine).

Wenn etwas nicht in den AGBs steht, heißt es ja nicht automatisch daß es erlaubt ist. Wenn jemand eine Grafikkarte kauft kann er nicht erwarten daß diese von sich aus funktioniert nur weil auf der Verpackung keine Warnung "Vorsicht: Geeigneter Rechner wird benötigt!" draufsteht.

Das Idiotentum war noch nie so stark verbreitet wie heute.
#55
Registriert seit: 10.03.2017

Banned
Beiträge: 1168
Zitat Sockrattes;26200334
Und wer mir einen Stapel AGB-Seiten vorlegt, den lass ich halt links liegen.

Der Interesse halber: wo kaufst du dann ein? V.a. Dinge, die man nur schwer oder gar nicht lokal bekommt?

Zitat
Und die ausufernden AGBs sind das Resultat eines nicht funktionierenden Rechtsstaats.

Kennst du ein Land wo er funktioniert?
Letztendlich kann kein Staat der Welt alle Eventualitäten und Schlupflöcher der Zukunft abdecken, ohne dass er Gesetze ändert. Und genau deswegen willst du dich den Unternehmen total ausliefern? Dann warte mal ab wo das endet.
#56
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Registriert seit: 18.08.2013
Schwabenland
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Natürlich beziehe ich auch viel über den Online-Handel. Die AGBs lese ich sogut wie nie. Warum? Weil es am Ende scheissegal ist. "We own your ass!" können die ja schlecht reinschreiben. Letztendlich wollen Unternehmen auch nur Geld verdienen und das klappt am besten wenn die Kunden häufiger kommen und kaufen. Das Konzept nütze ich ebenfalls. Was glaubst du was Amazon so groß gemacht hat?

Die günstigen Preise?^^ :D

Schonmal von einem "verlässlichen Rechtssystem" mit vor Ort gewählten Richtern gehört? Rechtspflege ist ein Unwort wo mir die kalten Kotzen hochkommt. Und ich bin Unternehmer und knebele meine Kunden nicht mir sinnlosen AGBs. Meine passen locker auf zwei DIN A2 Seiten in angemessener Schriftgröße. Und auch hier interessiert sich kein Schwein dafür obwohl ich gesetzl. verpflichtet bin diese so Auszuhängen daß jeder diese sehen kann.

Eigenverantwortung und gesunder Menschenverstand ist der beste Verbraucherschutz.

Aktuell liefern wir uns dem Staat aus. Die großen Unternehmen können nichteinmal "Pieps" machen wenn es "big Government" nicht passt.
#57
Registriert seit: 10.03.2017

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Beiträge: 1168
Zitat Sockrattes;26200587
Eigenverantwortung und gesunder Menschenverstand ist der beste Verbraucherschutz.

Die bringen dir aber nichts wenn du nur noch Knebel-Abzock-Gängelungs-AGBs zur Auswahl hast. Deswegen müssen Unternehmen immer wieder die Grenzen aufgezeigt werden, damit es nicht total ausartet. Den Rest entscheidet der Konsument.
Du siehst doch bei Spielen wohin das geführt hat: DRM und Gängelungen sind der absolute Standard am PC geworden. Ist jetzt ein unrealistisches Beispiel, aber wenn man DRM verboten hätte, würde es das heute nicht geben.
#58
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 12404
An DRMs und Gängelungen sind in erster Linie Raubkopierer und Cheater schuld.
DRMs verbieten? Was für eine Schnapsidee...
#59
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Registriert seit: 18.08.2013
Schwabenland
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Verbote bringen nichts. Im Gegenteil, sie verteuern und verkomplizieren alles nur noch mehr. Schau mal in die alte Amiga-Zeit. Wieviele gute Studios gingen damals pleite weil ihr Spiel nur noch als Raubkopien herumgereicht wurden? Dann kamen als Reaktion Handbuchabfragen, gab es zu Dos-Zeiten übrigens auch und dann mit einsetzen der CD-Rom inkl. Festplatteninstallation halt andere "Ideen". Durchgesetzt haben sich im Endeffekt geschützte Plattformen wie Steam.
Es gibt keinen Wohlstand, gängelungsfreier Spielegenuss oder ähnliches per Gesetz.

Wer immer gleich nach dem Staat schreit braucht sich nicht zu wundern wenn überall zensiert wird und man als FPS-Spieler plötzlich unter "potentieller Terrorist" abgehandelt wird.

@DragonTear, daß wir uns mal einer Meinung sind.^^
#60
Registriert seit: 10.03.2017

Banned
Beiträge: 1168
Zitat Sockrattes;26202354
Verbote bringen nichts. Im Gegenteil, sie verteuern und verkomplizieren alles nur noch mehr. Schau mal in die alte Amiga-Zeit. Wieviele gute Studios gingen damals pleite weil ihr Spiel nur noch als Raubkopien herumgereicht wurden? Dann kamen als Reaktion Handbuchabfragen, gab es zu Dos-Zeiten übrigens auch und dann mit einsetzen der CD-Rom inkl. Festplatteninstallation halt andere "Ideen". Durchgesetzt haben sich im Endeffekt geschützte Plattformen wie Steam.

Weil Steam ja der super Kopierschutz ist und seitdem weniger kopiert wird. Oh, wait... :wall:
#61
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Registriert seit: 18.08.2013
Schwabenland
Hauptgefreiter
Beiträge: 144
Zitat Hardwareaner;26202743
Weil Steam ja der super Kopierschutz ist und seitdem weniger kopiert wird. Oh, wait... :wall:


Geschützte Plattform bedeutet nicht daß Raubkopien unmöglich wären. Was ist blos los mit Typen wie dir? Bist du auf Entzug? Überall stänkerst du nur herum wo man dich antrifft.
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