1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Allgemein
  6. >
  7. Wirtschaft
  8. >
  9. Amazon bestätigt stationäre Filialen für Deutschland

Amazon bestätigt stationäre Filialen für Deutschland

Veröffentlicht am: von

amazon booksVon 0 auf 13 innerhalb von zwei Jahren: Aus dem Experiment mit stationären Filialen hat Amazon ein kleines, aber stetig wachsendes Netz geschaffen. Bislang sind die auf den Namen Amazon Books getauften Läden aber auf die USA begrenzt, auch Spekulationen rund um eine weitere Expansion begrenzten sich bislang auf die Heimat. Nun hat das Unternehmen aber bestätigt, dass ein Deutschlandstart geplant ist.

Gegenüber der WAZ äußerte sich Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber auf die Frage, ob Amazon-Filialen hierzulande denkbar wären, unmissverständlich: „Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann."

Als Grund für die Bestrebungen nannte Kleber den großen Anteil am Handel, den stationäre Länden nach wie vor erreichen würden. Etwa 90 bis 95 % des Umsatzes würden diese nach wie vor erreichen, der Kunde wolle demzufolge weiterhin vor allem vor Ort und nicht im Internet einkaufen; im Jahr 2016 setzte Amazon in Deutschland etwa 14,1 Milliarden US-Dollar um. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2015/2016 erreichte Karstadt einen Umsatz von rund 2 Milliarden Euro, Media-Saturn brachte es auf 22,1 Milliarden Euro.

Wann und wo die erste stationäre Filiale öffnen soll, wollte Kleber nicht verraten. Das lässt viel Raum für Spekulationen. In den USA vermied Amazon zunächst die üblichen Metropolen. Auf den Start in Seattle folgten Filialen in San Diego, Portland und Dedham (bei Boston), erst dann wagte man mit Chicago den Versuch in einer Metropole. Inzwischen wurde die Liste unter anderem um New York und Los Angeles erweitert, Washington, D.C. und Atlanta werden folgen.

Abzuwarten bleibt aber auch, ob die deutschen Filialen in puncto Sortiment und Preisgestaltung den US-Geschäfts folgen werden. Dort bietet Amazon Books neben Büchern auch die eigene Hardware an. Die Preise gleichen denen des Online-Shops, Prime-Mitglieder erhalten in vielen Fällen Rabatte.

Haustürlieferungen sollen nicht teurer werden

Eine klare Absage erteilte Kleber zusätzlichen Kosten für die Paketzustellung von Bestellungen. Vor einigen Tagen hatten mehrere Paketdienste eine Gebühr für Lieferungen an die Haustür in Aussicht gestellt - lediglich die Lieferung in einen Paket-Shop solle ohne Aufpreis angeboten werden. Auf diesen Zug wollte man nicht aufspringen, so der Amazon-Deutschland-Chef.

Was er sich jedoch vorstellen könne, sei eine enge Zusammenarbeit mit mehreren Paketdiensten bei der Zustellung in Ballungsräumen. Das soll zur Folge haben, dass nicht mehr jeder Paketdienst einzeln in den Innenstädten zustellt, stattdessen könnte dies ein gemeinsames Partnerunternehmen übernehmen. Das soll den Verkehr entlasten. Noch sei man aber in der Planungsphase.

Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Mehrwertsteuersenkung: Alle Infos zu den Plänen von Saturn, Media Markt und...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/MEDIA_MARKT

    Offiziell gilt die Mehrwertsteuersenkung aufgrund der Corona-Pandemie erst ab dem 1. Juli und endet am 31. Dezember 2020. Allerdings gibt der Lebensmitteldiscounter Lidl die verringerte MwSt. schon jetzt an seine Kunden weiter. Das hat den Stein ins Rollen gebracht und immer mehr Unternehmen... [mehr]

  • Checkout with Crypto: PayPal schaltet Bezahlfunktion für Kryptowährungen frei

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/PAYPAL

    Im Oktober gab PayPal bekannt, künftig auch Bezahlungen über verschiedene Kryptowährungen ermöglichen zu wollen. Die Plattform sollte ab ab 2021 zur Handelsplattform für Bitcoin und Co. werden. Nachdem US-Kunden bereits seit Ende des letzten Jahres verschiedene Kryptowährungen direkt über... [mehr]

  • US-Regierung hebt Sonderlizenzen für Huawei auf

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/HUAWEI

    Auch mit der Wahl des neuen US-Präsidenten Joe Biden hält der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China weiter an. Nun nimmt das Ganze nochmals Fahrt auf. Die zunächst erteilten Sondergenehmigungen an US-Firmen, den chinesischen... [mehr]

  • Caseking startet die Schnäppchenjagd 2020 mit den King Deals

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CASEKING2019

    Am kommenden Freitag, den 27. November 2020 ist es wieder soweit und die große Schnäppchenjagd anlässlich des Black Friday beginnt. Bereits jetzt schon lassen sich bei Caseking mit den King Deals bis zu 50 % beim Kauf bestimmter Artikel sparen. Besagte Angebote laufen vom 23. bis zum 30.... [mehr]

  • Keine Lenovo-Produkte mehr in Deutschland: Nokia erwirkt einstweilige Verfügung

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/LENOVO

    Das Urteil eines Münchner Gerichts glich für Lenovo wahrscheinlich einer Hiobs-Botschaft. Die einstweilige Verfügung zwingt den großen Technik-Konzern dazu, den Verkauf fast sämtlicher Produkte in Deutschland einzustellen.Seit gestern ist die gesamte deutsche Internetseite von Kaufangeboten... [mehr]

  • Sennheiser trennt sich von seiner Kopfhörer-Sparte

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SENNHEISER

    Der deutsche Hersteller Sennheiser hat jetzt bekanntgegeben, sich von der eigenen Kopfhörer- sowie Soundbar-Sparte für Endverbraucher zu trennen. In Zukunft wird besagter Bereich von dem schweizerischen Unternehmen Sonova übernommen. Dies lässt sich der Produzent von Hörgeräten insgesamt 200... [mehr]