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Deutsche zahlen im Europavergleich zu viel für mobiles Datenvolumen

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telekomvodafonetelefonicaDeutsche müssen für mobiles Surfen scheinbar deutlich tiefer in die Tasche greifen als Einwohner in den andern europäischen Ländern. Nach einer Studie des finnischen Unternehmens Rewheel ist das mobile Datenvolumen in zehn Ländern günstiger als in Deutschland. Dort kann man für etwa 30 Euro im Monat ohne Limit surfen und muss nicht befürchten, dass die Geschwindigkeit gedrosselt wird. Die Anbindung liegt dabei mindestens bei 3 Mbit/s, was für die meisten Aufgaben ausreichend sollte. 

Ganz besonders wird Litauen hervorgehoben. Dort bekommt der Kunde für gerade einmal 15,75 Euro eine echte LTE-Flatrate und muss nicht auf den Datenverbrauch achten. In Deutschland hingegen müssen durchschnittlich für etwa 15 GB rund 25 Euro im Monat gerechnet werden. Um in Deutschland an einen ungedrosselten Vertrag zu kommen, führt aktuell kein Weg an der Telekom vorbei. Der Netzbetreiber bietet diese Möglichkeit als einziges Unternehmen an und verlangt dafür knapp 200 Euro monatlich.

Auch unsere direkten Nachbarn Österreich und die Schweiz stehen deutlich besser da. Dort werden für rund 30 Euro im Monat 30 GB Datenvolumen angeboten, womit der Kunde pro Gigabyte gerade einmal 1 Euro monatlich zahlen muss.

Vodafone hat sich als Netzbetreiber zu der Studie bereits geäußert und sieht keinen Handlungsbedarf. "Bei uns kann man in den ersten zwölf Monaten für 70 Euro 50 Gigabyte bekommen", so Vodafone-Pressesprecher Thorsten Georg Höpken.

Die hohen Preise für mobiles Internet in Deutschland sind laut Expertenmeinungen vor allem auf den fehlenden Wettbewerb zurückzuführen. Mit drei Netzbetreibern teilen sich die Anbieter die Kundschaft auf und der Kunde ist letztendlich gezwungen die verlangten Preise zu bezahlen. Auch die weggefallenen Roaming-Gebühren innerhalb der EU haben keine großen Veränderungen auf dem Gesamtmarkt gebracht. Damit scheint sich bereits anzudeuten, dass sich an der Situation auch in den kommenden Jahren nichts ändern wird. 

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